
KI-gestützte Pflegesoftware reduziert Dokumentationsaufwand: Fünf praxistaugliche Alternativen für stationäre Pflege mit Chancen und Risiken.
Pflegeeinrichtungen stehen 2026 vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an die Dokumentation und der Wunsch nach effizienteren Prozessen. Medifox, eine beliebte Software, hat starke Konkurrenz bekommen. Dieser Artikel vergleicht fünf Alternativen und zeigt deren Vor- und Nachteile.
| Merkmal | dexter health | Myneva | nCara | opta data (OD Care) | Medifox |
|---|---|---|---|---|---|
| Technologie | KI-Sprachdokumentation | Modular mit KI | KI-Sprachassistent | Modular mit App | All-in-One |
| SIS-Unterstützung | Intelligenter Assistent | Vollständig integriert | Vollständig integriert | Basis-Modul | Standard |
| Offline-Nutzung | Nein | Eingeschränkt | Ja | Ja | Ja |
| Preismodell | Individuell | Individuell | Cloudbasiert | Modular | Premium |
Diese Übersicht hilft Ihnen, die passende Software für Ihre Einrichtung zu finden. Lesen Sie weiter, um die Details zu entdecken.
Medifox Alternativen Vergleich 2026: 5 Pflegesoftware-Lösungen im Überblick

dexter health präsentiert sich als eine moderne Alternative zu Medifox und setzt dabei auf eine KI-gestützte Sprachdokumentation, die speziell für die stationäre Pflege in Deutschland entwickelt wurde. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand durch Automatisierung deutlich zu verringern.
Das zentrale Feature ist die sprachgesteuerte Pflegedokumentation. Pflegekräfte können direkt nach dem Kontakt mit Bewohnern freihändig Informationen eingeben, während die KI diese automatisch in strukturierte Pflegeberichte umwandelt. Für Einrichtungen, die Schreibarbeit minimieren möchten, ist das ein klarer Vorteil.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der intelligente SIS-Assistent. Dieser führt Pflegekräfte strukturiert durch Anamnese, Risikoeinschätzungen und Maßnahmenplanungen. Das System integriert sich problemlos in bestehende Softwarelösungen und stellt sicher, dass die Dokumentation den Anforderungen des MDK entspricht.
Hinter dexter health stehen Marc Margulan, ein ehemaliger Arzt, und Eren Cirit, die beide einen engen Bezug zur Pflegepraxis haben. Diese Kombination aus klinischem Wissen und praktischer Erfahrung spiegelt sich in der benutzerfreundlichen Gestaltung der Software wider.
Das Preismodell ist flexibel und richtet sich nach der Größe der Einrichtung – basierend auf der Anzahl der Bewohner oder Mitarbeiter. Es umfasst außerdem Onboarding, Schulungen und Support.
Die Funktionen von dexter health bieten für Pflegeeinrichtungen zahlreiche Vorteile:
Trotz der Vorteile gibt es auch einige Herausforderungen, die berücksichtigt werden sollten:

| Merkmal | dexter health | Medifox |
|---|---|---|
| Kerntechnologie | KI-gestützt mit Sprachsteuerung | Umfassendes Verwaltungssystem |
| Dokumentation | Automatische Sprache-zu-Text-Umwandlung | Manuelle digitale Eingabe |
| SIS-Unterstützung | Intelligenter SIS-Assistent | Standard-SIS-Module |
| Effizienz | Hoch (Fokus auf Zeitersparnis) | Moderat (administrative Tiefe) |
| Onboarding | Spezifische KI-Schulung nötig | Standard-Einführung |
| Preismodell | Individuelle Beratung erforderlich | Etablierte Preisstaffeln |
| Zielgruppe | Stationäre Einrichtungen mit Automatisierungsfokus | Verschiedene Pflegebereiche |
Myneva ist ein modernes, KI-unterstütztes System, das durch seinen modularen Aufbau besonders flexibel ist. Der europäische Anbieter betreut über 3.500 Kunden in 8 Ländern und unterstützt dabei rund 1,7 Millionen Menschen [6]. Das Herzstück des Systems ist seine modulare Struktur, die es Pflegeeinrichtungen erlaubt, genau die Module auszuwählen, die sie benötigen. Dazu gehören Bereiche wie Administration, Abrechnung, Pflegedokumentation, Dienstplanung, Finanzbuchhaltung, Qualitätsmanagement und Reporting [4].
Mit über 80 Schnittstellen ermöglicht die Plattform eine nahtlose Verbindung zu anderen Systemen, einschließlich DTA-Datenaustausch, Lohnabrechnung, Finanzbuchhaltung und SEPA [4]. Dank der cloudbasierten Webanwendung, die auf einer VPN-basierten Telematikinfrastruktur läuft, entfällt die Notwendigkeit für spezielle Hardware [6]. Ergänzt wird das Angebot durch eine mobile App [4].
Ein besonderes Highlight ist die KI-gestützte Sprachdokumentation, die den Dokumentationsaufwand reduziert und Pflegekräften täglich bis zu eine Stunde Arbeitszeit einspart [6]. Mit Unterstützung für 99 Sprachen eignet sich das System zudem hervorragend für internationale Teams [6]. Die Verbesserung der SIS-Compliance ist ebenfalls beachtlich: Laut einer BGW-Feldstudie aus 2024 wurde die Umsetzung des Strukturmodells von 70 % im Jahr 2018 auf 88 % im Jahr 2024 gesteigert [2].
Im Folgenden werden die Stärken und Schwächen von Myneva näher betrachtet.
Die modulare Struktur und die technischen Funktionen von Myneva bieten zahlreiche Vorteile:
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Herausforderungen, die berücksichtigt werden sollten:
| Merkmal | Myneva | Medifox |
|---|---|---|
| Kerntechnologie | Modulares System mit KI-Sprachdokumentation | All-in-One-System mit KI-Tourenplanung |
| Dokumentationsqualität | KI-gestützt in 99 Sprachen | Mobile Datenerfassung mit Managementsystem |
| Integration | 80+ Schnittstellen, TI via VPN-Tunnel | Umfangreiche Schnittstellen (DATEV, KIM) |
| Benutzerfreundlichkeit | Webbasiert mit mobiler App | Webbasiert mit mobiler App |
| Modularität | Einzeln buchbare Module | Modular erweiterbar |
| Offline-Nutzung | Eingeschränkt | Standard |
| Preismodell | Auf Anfrage, modulabhängig | Auf Anfrage, Premium-Segment |
nCara – der frühere Name war NOVENTI Care – hat sich Anfang 2026 neu positioniert und bietet jetzt cloudbasierte, KI-gestützte Lösungen für die Pflegedokumentation an [8][9]. Das System kombiniert Pflegedokumentation mit automatisierter Abrechnung und richtet sich vor allem an ambulante Dienste und Tagespflegeeinrichtungen, ist jedoch auch für stationäre Einrichtungen nutzbar [7][8]. Als DATEV Premium Partner sorgt nCara für einen nahtlosen und DATEV-konformen Datenfluss zur Finanzbuchhaltung – ohne manuelle Exporte oder Medienbrüche [7].
Ein zentrales Feature ist der KI-Sprachassistent myCara, der Pflegekräften ermöglicht, Pflegeberichte in Sekundenschnelle per Spracheingabe direkt am Bewohner zu erstellen [7][9]. Die mobile Anwendung funktioniert auch offline und synchronisiert die Daten automatisch, sobald wieder eine Verbindung verfügbar ist [8][9]. Rollenbasierte Prozesse stellen sicher, dass abrechnungsrelevante Änderungen oder Beschwerden automatisch an die zuständigen Abteilungen – wie Buchhaltung oder Qualitätsmanagement – weitergeleitet werden [8].
Die Telematikinfrastruktur (TI) ist vollständig integriert und unterstützt KIM, eLNW (elektronischer Leistungsnachweis) sowie eMP (elektronischer Medikationsplan) [7][9]. Bemerkenswert: nCara war der erste ambulante Pflegedienst in Deutschland, der an die TI angebunden wurde [7]. Alle Dokumentationen werden zentral gespeichert und sind jederzeit mit einem Klick prüfbereit – das mühsame Suchen nach Papierakten bei unangekündigten Prüfungen entfällt [7].
„Ihr Team macht Pflege - nCara macht den Rest." – nCara [7]
Die Effizienzgewinne sind beeindruckend: Die Dokumentation von Neuaufnahmen erfolgt siebenmal schneller als bei manuellen Methoden, die Aktualisierung von Bewohnerakten vor Ort ist dreimal schneller, und eine optimierte Touren- und Einsatzplanung kann eine Zeitersparnis von bis zu 50 % bringen [9]. Zudem gaben 100 % der Mitarbeiter an, durch die digitalen Prozesse zufriedener zu sein [9].

Die steigenden Anforderungen an die Verwaltung in Pflegeeinrichtungen zeigen, wie wichtig moderne Technologien für die Entlastung des Pflegealltags sein können. Hier einige der Vorteile von nCara:
Trotz der zahlreichen Stärken gibt es auch einige Punkte, die beachtet werden sollten:
| Merkmal | nCara (ehemals NOVENTI Care) | Medifox |
|---|---|---|
| Kerntechnologie | KI-Sprachassistent mit DATEV-Integration | All-in-One-System mit KI-Tourenplanung |
| Dokumentationsqualität | KI-gestützt, 20 Sekunden pro Bericht | Mobile Datenerfassung mit Managementsystem |
| Mitarbeiterzufriedenheit | Sehr hoch (100 % Verbesserung durch Prozessoptimierung [9]) | Hoch; etablierter Marktstandard |
| Prüfungsbereitschaft | Mit einem Klick – automatische Gesetzesanpassungen [7] | Hoch; umfassende MD-konforme Module |
| Kosteneffizienz | Hoch; automatisierte Abrechnung, keine Lizenzbeschränkungen [7][9] | Gestaffelte Preise; Premium-Segment |
| Integration | DATEV Premium Partner, TI-ready (KIM, eLNW, eMP) [7] | Umfangreiche Schnittstellen (DATEV, KIM) |
| Offline-Nutzung | Ja, mit automatischer Synchronisation [8][9] | Standard |
| Zielgruppe | Ambulante Pflege, Tagespflege, kleinere stationäre Einrichtungen | Alle Pflegesektoren (stationär, ambulant, etc.) |

Die opta data Care GmbH aus Essen bietet mit OD Care eine flexible Lösung für Tourenplanung und Pflegedokumentation an. Das System basiert auf einem Basis-Paket, das alle grundlegenden Funktionen – von der Bewohneraufnahme bis zur Abrechnung – umfasst. Es lässt sich durch zusätzliche Module erweitern, um auf individuelle Anforderungen einzugehen. Dank der mobilen Integration über die CareOline/OD Care App können Pflegekräfte Dokumentationen direkt vor Ort erfassen und Dienstpläne unterwegs einsehen. Für eine sichere Kommunikation im deutschen Gesundheitsnetzwerk sorgt die Telematikinfrastruktur (TI) via „oneTI“. Zudem schützt die mcCrypt-Verschlüsselung in Kombination mit DSGVO-konformer Datenverwaltung sensible Informationen. Automatisierte Workflows für Zeitmanagement und Einsatzplanung reduzieren den administrativen Aufwand erheblich. Ein weiterer Vorteil: Das System verspricht eine schnelle Implementierung, was es von anderen Anbietern mit längeren Onboarding-Prozessen abhebt [10].
„Die Software ist benutzerfreundlich und praxisnah gestaltet. Neben der Basissoftware gibt es verschiedene Zusatzmodule, die eine individuelle Gestaltung ermöglichen." – Swetlana Sterenherz, Verwaltung, Avicena GmbH [10]
Auch der persönliche Kundenservice wird oft hervorgehoben:
„Der Service ist wirklich super. Man hat nicht das Gefühl, nur eine ‚Nummer‘ zu sein, sondern hat immer einen persönlichen Ansprechpartner, der bei Fragen hilft." – Michaela Wonisch, Tölzer Pflegedienst GmbH [10]
Im Folgenden werden die zentralen Stärken und Schwächen des Systems beleuchtet.
Die modulare Struktur von OD Care erlaubt es Pflegeeinrichtungen, das System Schritt für Schritt an ihre Bedürfnisse anzupassen. So können sie zunächst mit dem Basis-Modul starten und später weitere Funktionen hinzufügen, um den Übergang zur digitalen Lösung möglichst reibungslos zu gestalten. Besonders praktisch ist die mobile App, die eine direkte und verlustfreie Dokumentation am Point of Care ermöglicht. Nutzer loben zudem die persönliche Betreuung durch feste Ansprechpartner, was gerade in einem Bereich mit oft wenig technikaffinen Anwendern einen großen Mehrwert bietet. Darüber hinaus erfüllt die TI-Anbindung bereits die ab 2026 geltenden Anforderungen für stationäre Einrichtungen und stellt damit die Einhaltung deutscher Pflegestandards sicher [10].
Trotz vieler Vorteile gibt es auch einige Schwächen. Für Einrichtungen, die eine vollständig integrierte All-in-One-Lösung suchen, könnte die modulare Struktur zunächst etwas fragmentiert wirken. Das Onboarding kann bei der Einrichtung mehrerer Module etwas Zeit in Anspruch nehmen, und die Anpassungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu hochgradig konfigurierbaren Systemen eingeschränkt. Besonders große Pflegeheime mit komplexen Strukturen könnten daher auf umfangreichere Enterprise-Lösungen angewiesen sein [10].
| Merkmal | opta data (OD Care) | Medifox |
|---|---|---|
| Planungseffizienz | Hoch – integrierte Einsatzplanung mit mobiler App-Synchronisation | Hoch – umfassend, jedoch oft als komplexer wahrgenommen |
| Dokumentation | Modular; Mobile-First-Ansatz über dedizierte App | Tief integriert; umfangreiche klinische Datensätze |
| Onboarding | Als „entspannt" und „schnell" vermarktet | Oftmals umfangreiche Schulungen aufgrund hoher Feature-Dichte |
| Compliance | DSGVO-konform mit mcCrypt-Verschlüsselung und TI-Integration | Vollständig konform mit deutschen Regulierungsstandards (SIS/BI) |
| Service-Modell | Persönliche, familiäre Betreuung mit direktem Kontakt | Großflächige Unternehmens-Support-Struktur |
| Architektur | Modulares Basis-System mit erweiterbaren Zusatzmodulen | Integriertes Gesamtsystem mit allen Funktionen ab Werk |
Die nCara GmbH (ehemals NOVENTIcare) bietet eine cloudbasierte Pflegesoftware, die in über 1.000 Einrichtungen in Deutschland im Einsatz ist [12]. Das System besteht aus zwei Hauptanwendungen: myCortex für Verwaltungsaufgaben und myCara, einer mobilen App, die Pflegekräfte direkt am Point of Care unterstützt.
Ein besonderes Highlight ist der Medical Speech-to-Text-Assistent, der speziell für medizinische Fachbegriffe entwickelt wurde. Laut Angaben des Unternehmens ermöglicht dieser eine bis zu siebenmal schnellere Dokumentation von Neuaufnahmen [11][14][15]. Darüber hinaus unterstützt die Software das Strukturmodell (SIS) mit einem benutzerfreundlichen Assistenten, der die Wunddokumentation gemäß deutschen Expertenstandards erleichtert.
„Hinter jeder Softwareentscheidung steckt eine Unternehmenshaltung. Bei nCara lautet sie: Fokus schlägt Breite, Tiefe schlägt Oberfläche, und echte Integration schlägt nachträgliche Anbindung." – nCara Unternehmensphilosophie [11]
Die flexible Solutions Cloud bietet alle Module ohne Begrenzung der Nutzeranzahl. Der persönliche Support ist von Montag bis Freitag zwischen 06:00 und 18:00 Uhr erreichbar, wobei 92 % der Anfragen innerhalb von fünf Stunden bearbeitet werden [13]. Auch ohne Internetverbindung bleibt die mobile App funktionsfähig und synchronisiert Daten automatisch, sobald eine Verbindung besteht [12].
Mit diesen Funktionen positioniert sich nCara als spezialisierte Lösung für den deutschen Pflegemarkt. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile näher beleuchtet.
Die Software ist speziell auf die Bedürfnisse des deutschen Pflegemarktes zugeschnitten und erfüllt lokale Standards wie TI, KIM und die Anforderungen des Medizinischen Dienstes. Funktionen wie revisionssichere Pflegeberichtsketten und ein Assistent für das Strukturmodell (SIS) erleichtern den Arbeitsalltag. Die Benutzeroberfläche, die an Social-Media-Feeds erinnert, ermöglicht eine schnelle Einarbeitung. Rollenbasierte Ansichten filtern Informationen automatisch, sodass jede Berufsgruppe nur die für sie relevanten Daten erhält.
Zusätzlich wird die interne Kommunikation durch die Matrix-Protokoll-Verschlüsselung abgesichert, die den hohen Datenschutzanforderungen der Bundeswehr und Gematik entspricht. Ein weiterer Pluspunkt ist die persönliche Betreuung, die von der ersten Beratung bis zur Implementierung reicht.
„Selbst wenn die Kollegen von der IT mal nicht sofort erreichbar sind, bemühen sie sich sofort um einen Rückruf. Länger als eine halbe Stunde müssen wir selten warten und haben dann direkt die richtige Lösung gefunden!" – Melda Castens, Pflegedienstleiterin [13]
Die klare Ausrichtung auf den deutschen Markt macht die Software weniger geeignet für international tätige Träger oder Einrichtungen mit grenzüberschreitenden Anforderungen. Sehr große Pflegekonzerne mit komplexen Organisationsstrukturen könnten an Grenzen stoßen, obwohl myCortex mehrere Einrichtungen DSGVO-konform verwalten kann. Im Vergleich zu etablierten Systemen, die seit Jahrzehnten auf dem Markt sind, ist der Funktionsumfang zwar tief, aber nicht so breit gefächert. Einrichtungen, die umfangreiche Anpassungen oder spezifische Schnittstellen benötigen, sollten die Integrationsmöglichkeiten vorab prüfen.
| Merkmal | nCara | Medifox |
|---|---|---|
| SIS-Kompatibilität | Vollständig integriert mit Maßnahmenplänen und Expertenstandards | Umfassende Unterstützung aller deutschen Standards |
| KI-Dokumentation | Medical Speech-to-Text speziell für Pflegefachsprache | KI-gestützte Tourenplanung und mobile Datenerfassung |
| Onboarding | Sehr einfach durch Social-Media-ähnliche Oberfläche | Oft längere Schulungszeiten erforderlich |
| Kosteneffizienz | Hoch – Cloud-Modell ohne Nutzerbegrenzung | Premium-Preisgestaltung mit modularer Buchung |
| TI-Anbindung | Standardmäßig integriert; Vorreiter beim TI-Anschluss | Vollständig konform mit allen Regulierungsstandards |
| Support | Persönlicher Kontakt – 92 % der Anfragen in 5 Stunden gelöst | Großflächige Unternehmens-Support-Struktur |
Die Digitalisierung hat das Potenzial, den Dokumentationsaufwand in Pflegeeinrichtungen drastisch zu verringern – ein Trend, der sich in einer Vielzahl moderner Softwarelösungen zeigt. Pflegekräfte verbringen durchschnittlich 13 Stunden pro Woche mit Dokumentationsaufgaben [3]. Digitale Tools können genau hier ansetzen: Sie sparen nicht nur Zeit, sondern tragen auch zur Verbesserung der Pflegequalität bei.
Besonders vielversprechend sind KI-gestützte Sprachdokumentationssysteme. Mobile Anwendungen dieser Art können die Dokumentationszeit um 70–80 % reduzieren. Das bedeutet für jede Pflegekraft bis zu eine Stunde mehr Zeit pro Tag für andere Aufgaben [1][3]. Gleichzeitig sorgen automatisierte Prozesse in Bereichen wie Abrechnung und Verwaltung für eine Umsatzsteigerung von 5–10 % [1].
Alle in Betracht gezogenen Systeme unterstützen das Strukturmodell (SIS) und erfüllen die Anforderungen des Medizinischen Dienstes. Der Unterschied liegt in den Schwerpunkten: Einrichtungen mit gravierendem Personalmangel profitieren besonders von KI-gestützten Lösungen. Größere Träger, die wachsen möchten, sollten hingegen auf die Skalierbarkeit der Software achten.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Fördermöglichkeiten. Nach § 8 Abs. 8 SGB XI können Pflegeeinrichtungen bis zu 12.000 € für die digitale Transformation beantragen [3]. Bei der Einführung einer neuen Software sollten Sie mit einer Implementierungszeit von mindestens 4–6 Wochen rechnen. Es ist ratsam, das Pflegepersonal frühzeitig in die Entscheidungsfindung einzubeziehen [1]. Außerdem sollte die Offline-Funktionalität geprüft werden, da in vielen Einrichtungen keine durchgängige mobile Netzabdeckung verfügbar ist [1].
Diese Fortschritte bieten eine hervorragende Grundlage, um den digitalen Wandel in der Pflege effizient und zielgerichtet voranzutreiben.
Wählen Sie eine Software, die genau auf die Bedürfnisse Ihrer Einrichtung zugeschnitten ist. Wenn Personalmangel ein akutes Thema ist, könnte dexter health die richtige Wahl sein. Diese Lösung hat sich bereits bewährt, den administrativen Aufwand deutlich zu verringern. Mit Funktionen wie Sprachdokumentation und einem intelligenten SIS-Assistenten schafft sie mehr Zeit für die eigentliche Pflege.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl folgende zentrale Kriterien: umfassende SIS-Unterstützung mit automatisierten Plausibilitätsprüfungen, eine native mobile App, die auch offline funktioniert, und zuverlässigen Support während der gesamten Implementierungsphase, die in der Regel zwischen 3 und 9 Monaten dauert [5][16].
Ein weiterer wichtiger Schritt: Testen Sie die Software, um sicherzustellen, dass sie in Ihren Arbeitsalltag passt [4]. Binden Sie Ihr Pflegepersonal frühzeitig in den Prozess ein – ihre Akzeptanz ist entscheidend für den Erfolg. Außerdem sollten Sie prüfen, ob die Software förderfähig ist, um mögliche Zuschüsse für die digitale Transformation nutzen zu können.
Diese Kriterien spiegeln die Verbesserungen wider, die in den vorangegangenen Abschnitten beschrieben wurden. dexter health punktet dabei mit KI-gestützten Risikoanalysen und strukturierter Informationssammlung – perfekt für eine hohe Dokumentationsqualität und MD-Prüfungssicherheit. Die Lösung lässt sich problemlos in bestehende Systeme integrieren und ermöglicht es Ihrem Team, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Pflege.
Bevor Sie sich für eine Medifox-Alternative entscheiden, sollten Sie Ihre Anforderungen genau definieren. Überlegen Sie, welche Aspekte für Ihre Einrichtung besonders wichtig sind: Funktionsumfang, Benutzerfreundlichkeit und die Kompatibilität mit relevanten Standards wie SIS.
Eine gute Software sollte den bürokratischen Aufwand spürbar reduzieren, MDK-sicher sein und gleichzeitig die Pflegequalität steigern. Nutzen Sie die Möglichkeit, Demo-Versionen auszuprobieren. So können Sie sicherstellen, dass die Bedienung im Alltag reibungslos funktioniert und die angebotenen Funktionen Ihren Bedürfnissen entsprechen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Software alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt – so bleiben Sie auf der sicheren Seite.
Der Datenschutz sowie die Einhaltung der DSGVO spielen eine zentrale Rolle, insbesondere wenn es um sensible Gesundheitsdaten geht. Hier darf es keine Kompromisse geben. Neben dem Schutz der Daten ist auch eine präzise Erkennung medizinischer Begriffe entscheidend, um potenzielle Fehler und Missverständnisse zu vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Integration in bestehende Systeme. Die Lösung sollte sich problemlos einfügen lassen, ohne den Arbeitsablauf zu stören, und dabei eine intuitive Bedienung ermöglichen. Um die Akzeptanz zu fördern und die Qualität zu sichern, sind Schulungen für das Personal sowie regelmäßige Qualitätskontrollen unverzichtbar. So wird nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleistet, sondern auch die Pflegequalität langfristig unterstützt.
Ab 2026 können Pflegeeinrichtungen und pflegende Angehörige in Deutschland von finanzieller Unterstützung für digitale Lösungen profitieren. Die Pflegekassen übernehmen monatlich bis zu 70 € für digitale Hilfsmittel wie Pflege-Apps. Diese Förderung soll den Zugang zu moderner Technologie erleichtern und die Pflege effizienter gestalten.
Darüber hinaus fördert die Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums den Einsatz neuer Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich. Es stehen zusätzliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung, die speziell darauf abzielen, innovative Ansätze in der Pflege zu unterstützen und die Qualität der Versorgung zu verbessern.