
KI-gestützte Pflegesoftware reduziert Dokumentationsaufwand, verbessert SIS‑Konformität und macht MDK‑Prüfungen planbar.
MDK-Prüfungen sind für Pflegeheime in Deutschland entscheidend, da sie die Qualität der Einrichtung bewerten. Um die Anforderungen des SGB XI und des Strukturmodells (SIS) zu erfüllen, setzen viele Heime auf Softwarelösungen. Diese reduzieren den Dokumentationsaufwand, verbessern die Datenqualität und sparen Zeit.
Wichtige Punkte:
Top-Optionen:
Schnellvergleich:
| Kriterium | dexter health | Software X | careIT |
|---|---|---|---|
| Dokumentation | KI-Sprachdokumentation | Mobile App, Datenanalyse | Prädiktive KI, Vorschläge |
| SIS-Integration | Strukturierte Anamnese | Standardisierte Terminologien | Meta-Assessment |
| Zeitersparnis | 30 Minuten täglich | Automatisierte Tasks | Bis zu 60 % weniger Aufwand |
| Datenschutz | EU-konform, ISO 27001 | DSGVO-konform | HL7 FHIR-Standard |
Die Wahl hängt von den spezifischen Bedürfnissen des Pflegeheims ab. Eine Testphase hilft, die beste Lösung zu finden.
Vergleich der Top 3 Pflegesoftware-Lösungen für MDK-Prüfungen

dexter health ist eine KI-basierte Lösung, die nahtlos in die CareCloud-Plattform integriert wurde. Sie wurde speziell entwickelt, um die Dokumentation in der Pflege zu automatisieren [2]. Mithilfe von Spracherkennung können Pflegekräfte ihre Aufzeichnungen direkt nach dem Bewohnerkontakt erstellen – ganz ohne manuelles Tippen. Das sorgt nicht nur für eine erhebliche Zeitersparnis, sondern minimiert auch Fehler, da die Prozesse standardisiert und MDK-konform gestaltet sind.
Die mobile Nutzung macht es möglich, dass Pflegeberichte vollständig, korrekt und sofort abrufbar sind – ein entscheidender Vorteil bei MDK-Prüfungen. Neben der Sprachdokumentation unterstützt die Software auch die strukturierte Informationssammlung (SIS). Ein intelligenter SIS-Assistent hilft dabei, Anamnese, Risikoeinschätzungen und Maßnahmenplanung systematisch zu erfassen.
Durch die konsequente Anwendung des SIS-Konzepts stellt dexter health sicher, dass die Dokumentation den MDK-Anforderungen entspricht [2]. Gleichzeitig reduziert die Software den administrativen Aufwand und rückt wichtige Qualitätsindikatoren in den Fokus.
Die Integration von KI-Lösungen wie dexter health in bestehende Pflegesoftware-Systeme spart Pflegekräften im Durchschnitt 30 Minuten pro Tag. Bereits über 250 stationäre Pflegeeinrichtungen nutzen die CareCloud-Plattform mit diesen KI-gestützten Funktionen. Das Ergebnis: weniger Dokumentationsaufwand und mehr Zeit für die Betreuung der Bewohner [2].
Automatisierte Funktionen für das Qualitätsmanagement prüfen die Vollständigkeit der Dokumentation intern. So können mögliche Lücken vor MDK-Prüfungen geschlossen werden. Zudem sorgen Schnittstellen zu Datenauswertungsstellen (DAS) dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben sowie Best Practices eingehalten werden [2].
CareCloud ist eine webbasierte Pflegesoftware, die seit über vier Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt wird [2]. Sie ermöglicht Pflegeheimen, Pflegeplanung, Maßnahmen und Verlaufsdokumentation strukturiert und übersichtlich abzubilden. Besonders praktisch ist die mobile App, mit der Pflegekräfte Leistungen und Berichte direkt am Bewohnerbett erfassen können. Dies verhindert nachträgliche Eintragungen, die bei MDK-Prüfungen kritisch bewertet werden könnten [2].
„CareCloud ist die einzige Pflegesoftware, die direkt in einem Pflegeheim entwickelt wurde." [2]
Die mobile Erfassung fügt sich nahtlos in die umfassende Unterstützung der Strukturierten Informationssammlung (SIS) ein, die im nächsten Abschnitt näher beschrieben wird.
CareCloud bietet eine vollständig integrierte SIS-Lösung, die alle Varianten für stationäre, ambulante und Kurzzeitpflege umfasst. Damit sind alle relevanten Daten stets korrekt, vollständig und für MDK-Prüfungen jederzeit abrufbar [2][3]. Eine integrierte Schnittstelle zur Datenauswertungsstelle (DAS) ermöglicht zudem die elektronische Übermittlung der zehn verpflichtenden Qualitätsindikatoren. Diese müssen alle sechs Monate für interne Qualitätsprüfungen bereitgestellt werden [2][4]. Durch diese systematische Datenerfassung wird nicht nur die Compliance gewährleistet, sondern auch ein reibungsloser Arbeitsablauf ermöglicht.
Die Software punktet mit intuitiven Abläufen und automatisiertem Controlling. So sparen Pflegekräfte täglich wertvolle Zeit und können gleichzeitig Wirtschaftlichkeit und Pflegeintensität in Echtzeit überwachen – zwei zentrale Aspekte, die bei externen MDK-Prüfungen eine Rolle spielen [2].
CareCloud erfüllt alle Anforderungen der DSGVO und wird in Deutschland entwickelt. Die Daten werden auf sicheren Servern innerhalb Deutschlands gehostet [5]. Mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, täglichen Backups und einer Zertifizierung nach ISO 27001 bietet die Plattform höchste Sicherheitsstandards. Diese Maßnahmen schützen sensible Bewohnerdaten und sorgen dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden – ein entscheidender Vorteil bei der Vorbereitung auf MDK-Prüfungen [5].
careIT nutzt prädiktive Algorithmen, um automatisch potenzielle Gesundheitsrisiken bei Bewohnern zu erkennen und darauf basierend konkrete Pflegemaßnahmen vorzuschlagen. Diese Vorschläge werden durch vorangegangene Assessments gestützt. Das integrierte Tool SeMPA geht noch einen Schritt weiter: Es ermittelt eigenständig pflegerelevante Risiken und berechnet Scores, sodass Pflegepläne stets auf datenbasierten Erkenntnissen beruhen. Wie bereits bei anderen Systemen betont auch careIT die Bedeutung präventiver Maßnahmen, um die Pflegeplanung gezielt zu verbessern.
Das Strukturmodell (SIS) bildet das Herzstück des Pflegemodells von careIT. Es sorgt für eine strukturierte und individuelle Einschätzung der Bewohner. Alle wesentlichen SIS-Komponenten – von der Ersteinschätzung über die Maßnahmenplanung und Verlaufsdokumentation bis hin zur Evaluation – sind in der Software integriert. So können individuelle Pflegepläne präzise abgebildet werden[6]. Zusätzlich bietet eine KI-gestützte Sprachfunktion die Möglichkeit, Dokumentationen direkt während der Pflege mühelos zu erfassen.
Um sensible Bewohnerdaten zu schützen und die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen, setzt careIT auf moderne Verschlüsselungstechnologien und Sicherheitsprotokolle. Darüber hinaus erleichtert die Plattform den Wechsel von Altsystemen durch Unterstützung gängiger Datenformate wie CSV, XML und JSON. So wird eine nahtlose Datenmigration ohne Verluste sichergestellt[2].
Basierend auf den detaillierten Beschreibungen der Systeme lassen sich ihre spezifischen Stärken und Schwächen zusammenfassen. Jede Lösung bringt Vorzüge und Herausforderungen mit sich, die von den individuellen Anforderungen eines Pflegeheims abhängen.
dexter health punktet mit einer reibungslosen Integration, Sprachdokumentation und einem intelligenten SIS-Assistenten. Die Möglichkeit, Dokumentationen direkt nach dem Bewohnerkontakt durchzuführen, verbessert die Qualität und spart Zeit. Zudem sorgen hohe Datenschutzstandards nach EU-Vorgaben und ein umfassendes Onboarding-Programm für eine erleichterte Einführung in den Pflegealltag.
Software X überzeugt durch ihre modulare Architektur und die Nutzung standardisierter Pflegeterminologien wie ENP und NANDA-I. Das integrierte Analysetool GRIPS AnalytiX ermöglicht es, Risiken wie Dekubitusraten oder Sturzfrequenzen schnell zu identifizieren – ein Vorteil bei MDK-Prüfungen[7]. Allerdings erfordert die Vielzahl an Modulen eine intensivere Einarbeitungszeit, was den Start erschweren kann.
careIT setzt auf prädiktive KI-Algorithmen, die Risiken automatisch erkennen. Laut nursIT Institute kann die Software den Zeitaufwand für administrative Aufgaben um bis zu 60 % reduzieren[1]. Dank der Basis auf dem HL7 FHIR-Standard bietet sie eine hohe Kompatibilität mit bestehenden Systemen und legt den Fokus auf datenbasierte Pflegepläne und automatisierte Vorschläge.
| Kriterium | dexter health | Software X | careIT |
|---|---|---|---|
| KI-gestützte Dokumentation | Sprachdokumentation mit intelligentem SIS-Assistenten | KI-basierte Datenanalyse (AnalytiX) für Risikomanagement | Prädiktive KI mit automatischen Vorschlägen für Pflegemaßnahmen |
| SIS-Integration | Vollständige SIS-Unterstützung mit strukturierter Anamnese und Maßnahmenplanung | ENP- und NANDA-I-Terminologien für standardisierte Formulierungen | SeMPA-Meta-Assessment mit individuellen Pflegeplänen |
| Effizienz und Zeitersparnis | Zeitersparnis durch Sprachdokumentation direkt nach Bewohnerkontakt | Automatische Leistungsableitung und Task Assistant | Bis zu 60 % Reduktion der Verwaltungszeit[1] |
| Compliance und Datenschutz | EU-konforme Datenschutzstandards mit sicherer Datenverarbeitung | Granulares Berechtigungskonzept nach Nutzerqualifikation | HL7 FHIR-Standard für hohe Interoperabilität |
Welche Lösung am besten passt, hängt davon ab, welche Schwerpunkte ein Pflegeheim setzt und welche Anforderungen im Vordergrund stehen.
Die Wahl der passenden Softwarelösung sollte stets auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Pflegeheims abgestimmt sein – schließlich setzt jede der vorgestellten Optionen andere Schwerpunkte, insbesondere im Hinblick auf MDK-Prüfungen. Hier ein kurzer Überblick über die drei Ansätze:
dexter health überzeugt durch eine benutzerfreundliche Oberfläche, direkte Sprachdokumentation und einen smarten SIS-Assistenten. Diese Kombination ermöglicht eine schnelle Einarbeitung und sorgt für eine hohe Dokumentationsqualität. Pflegeheime, die Wert auf eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und strikte Einhaltung der EU-Datenschutzstandards legen, finden hier eine zuverlässige Lösung.
Ein zweiter Ansatz legt den Fokus auf detaillierte Risikoanalysen und standardisierte Pflegeterminologien. Dank der modularen Struktur können Funktionen schrittweise hinzugefügt werden. Das macht diese Lösung besonders interessant für größere Einrichtungen mit komplexeren Anforderungen.
Der dritte Ansatz setzt auf prädiktive KI, um administrative Aufgaben zu reduzieren und Risiken automatisch zu erkennen. Ergänzt wird dies durch eine etablierte DAS-Schnittstelle, die die Meldung von Qualitätsindikatoren erleichtert, sowie eine zuverlässige Offline-Funktionalität, die speziell in Prüfungssituationen von Vorteil ist.
Egal, für welchen Schwerpunkt Sie sich entscheiden: Achten Sie auf eine lückenlose Dokumentation, automatische Plausibilitätsprüfungen und spezialisierte Module. Eine sorgfältige Bedarfsanalyse und eine Testphase sind entscheidend, um die beste Lösung für Ihr Pflegeheim zu finden.
KI-gestützte Softwarelösungen bringen Pflegeheimen einen echten Mehrwert, besonders wenn es um die Vorbereitung auf MDK-Prüfungen geht. Solche Systeme übernehmen Routineaufgaben, verbessern die Qualität der Dokumentation und stellen sicher, dass Berichte vollständig und den gesetzlichen Anforderungen entsprechend erstellt werden. Darüber hinaus können intelligente Technologien potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und Pflegekräfte mit gezielten Empfehlungen für notwendige Maßnahmen unterstützen.
Ein großer Pluspunkt ist die Zeitersparnis: Administrative Aufgaben werden automatisiert, sodass Pflegekräfte mehr Kapazitäten für die direkte Betreuung der Bewohner haben. Gleichzeitig schaffen KI-basierte Anwendungen mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Pflegeprozessen. Das erleichtert nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern macht auch die gesamte Vorbereitung auf MDK-Prüfungen effizienter und sicherer.
Die Entscheidung für die richtige Softwarelösung wirkt sich direkt auf die Qualität der Pflege in Pflegeheimen aus. Digitale Systeme mit KI-gestützter Dokumentation können dabei helfen, Fehler zu minimieren, gesetzliche Vorgaben sicher einzuhalten und die Dokumentationsqualität spürbar zu verbessern. Klare Strukturen und automatisierte Abläufe schaffen zudem Freiräume, sodass Pflegekräfte mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Bewohner haben.
Zusätzlich erleichtern softwaregestützte Lösungen die Organisation und Kontrolle von Pflegeprozessen. Das führt zu optimierten Arbeitsabläufen, steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter und hebt die Pflegequalität auf ein neues Niveau. Mit der passenden Software können Pflegeheime nicht nur die Anforderungen von MDK-Prüfungen erfüllen, sondern auch die Lebensqualität ihrer Bewohner nachhaltig verbessern.
Bei der Entscheidung für eine Softwarelösung für Pflegeheime spielen Benutzerfreundlichkeit und Effizienz eine zentrale Rolle. Eine intuitive Oberfläche sorgt dafür, dass Pflegekräfte Dokumentationen schneller und fehlerfreier erledigen können. Das spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern verbessert auch die Arbeitsqualität spürbar.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Interoperabilität. Die Software sollte sich nahtlos in bestehende Systeme einfügen lassen, um den Datenaustausch zu erleichtern und Arbeitsabläufe reibungslos zu gestalten. Besonders wichtig: Die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben, wie der DSGVO, um Datenschutz und rechtliche Sicherheit zu gewährleisten.
Moderne Softwarelösungen sollten zudem KI-gestützte Funktionen wie Automatisierung oder Spracherkennung bieten. Diese Tools können die Qualität der Dokumentation verbessern und gleichzeitig die Arbeitsbelastung verringern. Das macht nicht nur den Alltag in der Pflege einfacher, sondern erleichtert auch die Vorbereitung auf MDK-Prüfungen erheblich.