
Eine straffe 10‑Punkte-Checkliste macht Ihre Pflegedokumentation prüfungssicher – selbst bei unangekündigten MD‑Kontrollen.
Eine unangekündigte Prüfung durch den Medizinischen Dienst (MD) kann stressig sein – vor allem, wenn die Dokumentation nicht lückenlos ist. Fehler wie ungenaue Pflegepläne, fehlende Einwilligungen oder unvollständige Pflegeberichte führen schnell zu Problemen. Mit dieser 10-Punkte-Checkliste können Sie Ihre Doku effizient prüfen und absichern:
Mit diesen Schritten minimieren Sie Risiken, sparen Zeit und sind bestens vorbereitet – auch bei unangekündigten Prüfungen.
10-Punkte-Checkliste für MD-Prüfungen in der Pflegedokumentation
Pflegepläne sollten direkt nach der Ersteinschätzung erstellt und bei jeder Zustandsänderung des Bewohners angepasst werden [3]. Der Medizinische Dienst (MD) schaut dabei nicht nur, ob ein Plan vorhanden ist, sondern auch, ob er die medizinische Notwendigkeit der erbrachten Leistungen belegt. Maßnahmen müssen angemessen, notwendig, spezifisch und wirksam sein, um den Zustand des Bewohners optimal zu unterstützen [3].
Ein vollständiger Pflegeplan sollte die sechs Themenfelder der SIS abdecken, die für die Einstufung der Pflegegrade entscheidend sind: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und die Gestaltung des Alltagslebens [9]. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Selbstversorgung, der 40 % der Gesamtbewertung ausmacht [9].
„Die Dokumentation folgt einem Pflegeplan (POC), der nach der klinischen Beurteilung erstellt wird. Dieser POC unterliegt jedoch Änderungen, während der Patient in der Therapie Fortschritte macht." – ASHA [3]
Für eine verlässliche Dokumentation sollten Parameter wie Pflegeart, Häufigkeit, Frequenz und Dauer der Maßnahmen festgehalten werden [3]. Jeder Eintrag muss mit Datum, Unterschrift und Berufsbezeichnung versehen sein [3]. Diese Details bilden die Grundlage für eine präzise und individuelle Pflegeplanung. Moderne KI-Tools für die Pflegeplanung können diesen Prozess heute erheblich beschleunigen.
Ein vollständiger Pflegeplan ist nur dann wirksam, wenn die Pflegeziele individuell und aktuell sind. Diese Ziele sollten klar formuliert, messbar und sowohl kurz- als auch langfristig definiert sein [3]. Vermeiden Sie vage Aussagen wie „Mobilität verbessern". Stattdessen könnte ein Ziel lauten: „Bewohner kann innerhalb von 4 Wochen mit Rollator 20 Meter ohne Pause gehen." Zusätzlich sollten Barrieren oder Förderfaktoren wie kognitive Einschränkungen oder vorhandene soziale Unterstützung dokumentiert werden [3].
Risikobewertungen, etwa für Sturzgefahr, Dekubitus oder Ernährungsstatus, müssen mindestens alle drei Monate aktualisiert werden [7]. Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) sollten monatlich erfasst werden [7]. Der MD vergleicht die dokumentierten Angaben mit dem tatsächlichen Zustand des Bewohners, um die „Ergebnisqualität" zu beurteilen [8].
Tägliche Pflegeberichte müssen vollständig und nachvollziehbar sein, um die Qualität der Versorgung zu sichern. Der Medizinische Dienst (MD) überprüft dabei, ob die dokumentierten Leistungen mit dem tatsächlichen Zustand des Bewohners übereinstimmen. Außerdem wird bewertet, ob individuelle Wünsche berücksichtigt und Risiken wie Dehydration erkannt und adressiert wurden [10]. Die Ergebnisse dieser Prüfungen fließen in öffentlich zugängliche Qualitätsberichte (Transparenzberichte) ein, die direkt die Reputation Ihrer Einrichtung beeinflussen [10].
Mit digitalen Systemen lässt sich der Zeitaufwand für interne Prüfungen um das Fünffache reduzieren, während die Einhaltung von Pflegestandards um 20 % verbessert werden kann [1]. Strukturierte Vorlagen – beispielsweise für Medikation, Nachtdienste oder Wundversorgung – gewährleisten, dass alle wichtigen Daten für die Compliance erfasst werden [1]. Besonders kritisch wird es, wenn Einträge fehlen, wie im nächsten Abschnitt näher erläutert wird.
„Dies ermöglichte es uns, die Zeit für Audits zu reduzieren, die Pflegequalität zu erhöhen und unsere Reaktionszeit zu verkürzen, wenn etwas behoben werden muss."
– Danielle Ruane, Compliance & IT Manager, Northern Healthcare [1]
Fehlende Einträge sind ein häufiger Schwachpunkt bei MD-Prüfungen. Automatisierte Erinnerungen können helfen, solche Lücken in Echtzeit zu erkennen und das Pflegepersonal unmittelbar zu informieren [1]. Regelmäßige wöchentliche Audits ermöglichen es, diese Lücken zu identifizieren, bevor der MD vor Ort erscheint [1] [10]. Zusätzlich bieten digitale, KI-gestützte Dashboards die Möglichkeit, Dokumentationstrends über verschiedene Schichten und Standorte hinweg zu analysieren und Probleme sofort sichtbar zu machen [1].
Die Dokumentation sollte idealerweise direkt am Bewohnenden erfolgen, um Informationsverluste zu vermeiden und die chronologische Abfolge der Ereignisse zu wahren [1]. Jeder Eintrag muss präzise Beobachtungen wie Stimmung, Ernährung oder Maßnahmen enthalten. Ebenso wichtig sind dokumentierte Korrekturmaßnahmen mit klar definierten Verantwortlichkeiten und Fristen [1]. Strukturierte Vorlagen mit Echtzeitkontrollen sorgen dafür, dass Pflichtfelder nicht übersehen werden können [1]. Dabei sollten Einrichtungen auch auf den Datenschutz in der Pflegedokumentation achten, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Der MD fokussiert sich auf vier zentrale Risikobereiche: Sturzgefahr, Dekubitus, Schmerzmanagement und Ernährung/Dehydration. Für jeden dieser Bereiche fordert er eine klare Dokumentation der ergriffenen Maßnahmen [13]. Es muss ersichtlich sein, dass die Pflege medizinisch notwendig ist und auf die individuelle Diagnose der Bewohnenden abgestimmt wurde. Diese Angaben ergänzen die bestehende Dokumentationspraxis und machen die Versorgung nachvollziehbar [3].
Ab 2026 übernehmen Pflegekräfte teilweise Aufgaben, die bislang Ärzten vorbehalten waren [12]. Dadurch steigen die Anforderungen an die Dokumentation. Jede Risikoeinschätzung sollte eine medizinische und Verhaltensanamnese sowie Informationen zum funktionalen Status vor der Erkrankung enthalten [3]. Besonders bei qualifizierten Leistungen ist es wichtig, nachzuweisen, dass diese das Fachwissen und die klinische Beurteilung einer qualifizierten Pflegekraft erfordern [3].
Es ist wichtig, die Risikofaktoren detailliert zu dokumentieren. Beispielsweise:
Für jedes identifizierte Risiko sollte ein klarer Handlungsplan vorliegen. Das SOAP-Format (Subjektiv, Objektiv, Analyse, Plan) bietet eine strukturierte Möglichkeit, Maßnahmen und deren Begründungen zu dokumentieren [3]. Dabei sollte festgehalten werden, welche konkreten Schritte die Pflegekraft unternommen hat, z. B.:
Auch beim Thema Medikationssicherheit ist eine aktuelle Dokumentation essenziell. Notieren Sie Veränderungen im Verhalten, die auf Übermedikation oder eine "chemische Fixierung" hinweisen könnten [13]. Eine präzise und lückenlose Dokumentation stärkt nicht nur die Pflegequalität, sondern schützt auch vor rechtlichen Risiken.
Der MD legt großen Wert darauf, dass Ihre Pflegemaßnahmen individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Person abgestimmt sind. Ein Pflegeplan sollte direkt nach der klinischen Einschätzung erstellt werden und spezifische, zielgerichtete Pflegeziele enthalten, die den individuellen Umständen der Bewohnenden gerecht werden [3]. Allgemeine Standardformulierungen sind hier nicht ausreichend. Jede Maßnahme muss die medizinische und verhaltensbezogene Vorgeschichte berücksichtigen – einschließlich des funktionalen Status vor der Erkrankung und besonderer Einschränkungen wie Sprach-, Schluck- oder kognitiver Probleme [3].
Die Flexibilität Ihrer Dokumentation zeigt sich daran, wie gut sie auf Veränderungen eingeht. Besonders die Evaluation wird oft übersehen, obwohl sie ein zentraler Bestandteil des Pflegeprozesses ist: Einschätzung, Diagnose, Planung, Durchführung und Evaluation [2]. Hier erfahren Sie, wie Sie Maßnahmen präzise auf den individuellen Bedarf abstimmen und an veränderte Bedingungen anpassen können.
Passen Sie die Komplexität der Aufgaben direkt an die Fähigkeiten der Bewohnenden an [3]. Das bedeutet, je nach Bedarf mehr oder weniger Unterstützung zu leisten, die Schwierigkeit von Tätigkeiten anzupassen oder Zielvorgaben zu modifizieren. Dokumentieren Sie dabei genau, welche Anpassungen vorgenommen wurden und warum diese notwendig waren. Die „Teach-Back“-Methode kann Ihnen helfen, sicherzustellen, dass Bewohnende und Angehörige die angepassten Maßnahmen verstanden haben [3].
Jede Maßnahme sollte spezifisch, diagnosespezifisch und fachgerecht dokumentiert werden [3]. Halten Sie den aktuellen Funktionsstatus der Bewohnenden fest und vergleichen Sie ihn mit früheren Sitzungen, um Veränderungen klar nachvollziehen zu können [3].
Sobald Sie Maßnahmen individuell angepasst haben, ist es ebenso wichtig, die Pflegeziele regelmäßig an den aktuellen Zustand der Bewohnenden anzupassen. Erstellen Sie spätestens nach zehn Sitzungen oder monatlich einen Fortschrittsbericht, der den Fortschritt anhand objektiver Kriterien dokumentiert und Änderungen am Pflegeplan begründet [3][1]. Jede dokumentierte Pflegeintervention sollte klar mit einem spezifischen Pflegeziel oder einer Pflegediagnose verknüpft sein [2].
Die Bedarfseinschätzung dient als Grundlage, um Pflegeziele bei veränderten Bedingungen anzupassen. Aktualisieren Sie diesen Abschnitt regelmäßig, um sicherzustellen, dass der Pflegeplan relevant bleibt [2]. Verwenden Sie standardisierte Terminologie, um die Dokumentation einheitlich zu gestalten und für den MD nachvollziehbar zu machen [2].
Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die sprachliche Präzision in Pflegeberichten und baut auf den Themen Vollständigkeit und Risikodokumentation auf. Der Medizinische Dienst (MD) prüft, ob die Dokumentation nachvollziehbar und fachlich korrekt ist. Unklare oder schwammige Formulierungen können dazu führen, dass Pflegeleistungen nicht anerkannt werden, da externe Prüfer die klinische Logik hinter den Maßnahmen nicht nachvollziehen können. Es ist wichtig, dass Ihre Berichte eindeutig belegen, dass die erbrachte Pflege die spezifischen Fähigkeiten einer qualifizierten Pflegekraft erfordert – und nicht von weniger geschultem Personal durchgeführt werden könnte.
„Unclear, vague, or absent documentation can result in denials by payers and make it difficult for the reviewer to follow the clinical judgment underlying a diagnosis and/or treatment." – ASHA
Jeder Eintrag muss eine Signatur, ein Datum und die Berufsbezeichnung enthalten. Abkürzungen sollten nur verwendet werden, wenn sie den offiziellen Richtlinien Ihrer Einrichtung entsprechen, um Missverständnisse bei externen Prüfern zu vermeiden. Präzise Dokumentation ist der Schlüssel, um Missverständnisse auszuschließen und die Qualität der Pflege darzustellen.
Allgemeine und ungenaue Beschreibungen sollten durch messbare und konkrete Angaben ersetzt werden. Zum Beispiel:
Das SOAP-Format (Subjektiv, Objektiv, Analyse, Plan) ist ein nützliches Werkzeug, um relevante Informationen strukturiert zu erfassen. Dokumentieren Sie objektive Daten bei jeder Maßnahme, wie z. B. das erforderliche Unterstützungsniveau, die Anzahl der gegebenen Hinweise oder Veränderungen im Funktionsstatus im Vergleich zu früheren Einträgen. Falls ein Fehler auftritt, streichen Sie den alten Text durch, und dokumentieren Sie die Korrektur mit Datum und Unterschrift.
| Dokumentationselement | Vage/nicht konform | Präzise/konform |
|---|---|---|
| Intervention | „Wundversorgung durchgeführt." | „Dekubitus Grad II am Sakrum mit Kochsalzlösung gereinigt; Hydrokolloidverband angelegt." |
| Reaktion | „Bewohner tolerierte Behandlung." | „Bewohner gab Schmerzlevel 2/10 während des Verbandwechsels an; keine Schmerzreaktion beobachtet." |
| Plan | „Aktuellen Plan fortsetzen." | „Nächste Sitzung: Stehtoleranz auf 5 Minuten bei der Körperpflege steigern." |
Eine klare und präzise Dokumentation gewährleistet nicht nur die Nachvollziehbarkeit für externe Prüfungen, sondern stärkt auch die Qualität und Professionalität Ihrer Pflegearbeit.
Der Medizinische Dienst (MD) nimmt nicht nur die Pflegedokumentation unter die Lupe, sondern auch die rechtlichen und medizinischen Grundlagen Ihrer Arbeit. Vollständige und aktuelle Einwilligungs- sowie Anamneseunterlagen sind dabei ein Muss. Fehlen wichtige Dokumente oder sind diese unvollständig, kann das die Bewertung der Pflegequalität negativ beeinflussen und sogar rechtliche Folgen nach sich ziehen.
„Mit dem Recht zum Behandlungsvertrag gibt es nun aktuelle Vorschriften zum Inhalt und Umgang mit der Patientenakte." – Thieme [14]
Die gesetzlichen Vorgaben zum Behandlungsvertrag regeln, wie mit Patientenakten umzugehen ist. Der MD hat das Recht, diese Unterlagen einzusehen – sei es zur Feststellung von Pflegegraden, zur Überprüfung von Abrechnungen oder zur Bewertung der Arbeitsunfähigkeit [11]. Ein gut organisiertes System, mit dem Sie alle relevanten Dokumente schnell und vollständig bereitstellen können, ist daher unverzichtbar. Gleichzeitig sollten Sie regelmäßig prüfen, welche Unterlagen möglicherweise noch fehlen.
Eine systematische Überprüfung ist der Schlüssel, um sicherzustellen, dass für jeden Bewohner unterzeichnete Einwilligungserklärungen vorliegen. Diese umfassen sowohl die Zustimmung zu Pflegemaßnahmen und medizinischen Behandlungen als auch die Weitergabe von Daten an Dritte, wie den MD. Um unnötige Verzögerungen oder Komplikationen zu vermeiden, sollte im Vorfeld klar sein, welche spezifischen Dokumente für die MD-Prüfung notwendig sind [11].
Erstellen Sie eine Checkliste der benötigten Einwilligungen für jeden Bewohner. Diese könnte folgende Punkte umfassen:
Fehlende Unterschriften oder veraltete Formulare sollten Sie zeitnah aktualisieren, damit alles rechtzeitig zur Prüfung bereitsteht.
Neben den Einwilligungen sind auch die Anamneseunterlagen von zentraler Bedeutung. Diese müssen eine detaillierte Beschreibung des funktionalen Zustands des Bewohners vor Beginn der Pflegebedürftigkeit sowie relevante medizinische und verhaltensbezogene Informationen enthalten [3]. Notieren Sie beispielsweise, wann bestimmte Einschränkungen (wie Sprach- oder Mobilitätsprobleme) aufgetreten sind, und dokumentieren Sie die verwendeten Diagnosetools [3].
„Dokumentation ist ein entscheidendes Mittel zur Vermittlung wesentlicher klinischer Informationen über die Diagnose, Behandlung und Ergebnisse jedes Patienten sowie zur Kommunikation zwischen Klinikern, anderen Leistungserbringern und Kostenträgern." – ASHA [3]
Achten Sie darauf, dass alle Einträge datiert, unterschrieben und mit der Berufsbezeichnung versehen sind. Ein regelmäßiger Abgleich mit ärztlichen Verordnungen stellt sicher, dass die dokumentierte Pflege den medizinischen Vorgaben entspricht [3].
MD-Prüfer gleichen die dokumentierten „individuellen Wünsche“ und den „aktuellen Status“ eines Bewohners mit der tatsächlichen Situation ab, indem sie Personal und Bewohner befragen [10]. Daher ist es wichtig, die Anamnese kontinuierlich zu aktualisieren, insbesondere bei Veränderungen des Gesundheitszustands. Eine statische Akte, die keine Änderungen widerspiegelt, könnte als Hinweis darauf gewertet werden, dass sie nicht den aktuellen Zustand abbildet [3].

Unter Zeitdruck bleiben oft wichtige Details auf der Strecke. Wenn Beobachtungen erst Stunden später oder am Ende der Schicht dokumentiert werden, können entscheidende Informationen verloren gehen. Besonders bei einer MD-Prüfung kann das problematisch werden, da die Dokumentation zeitnah und vollständig als rechtssicherer Nachweis vorliegen muss [4][6]. Genau hier setzt die Sprachdokumentation an, um den Prozess effizienter zu gestalten.
Die Sprachdokumentation von dexter health ergänzt die digitale Dokumentation durch die Möglichkeit, Daten direkt nach dem Bewohnerkontakt per Spracheingabe zu erfassen – ohne lästiges Tippen. Die eingegebenen Informationen werden sofort in strukturierte Einträge umgewandelt und nahtlos in das bestehende System integriert. Das spart nicht nur Zeit, sondern stellt auch sicher, dass nichts vergessen wird.
Die Spracheingabe macht es einfacher, Beobachtungen sofort festzuhalten, was die digitale Pflegedokumentation gegenüber Papier deutlich effizienter macht. Anstatt nach jeder Maßnahme zum Schreibtisch zurückzukehren, können Sie Ihre Notizen direkt am Bett oder im Flur einsprechen – solange die Details noch frisch im Kopf sind. So bleibt die Dringlichkeit der Informationen erhalten [6].
Diese Methode eignet sich ideal, um Pflegedaten schnell und präzise zu erfassen, z. B. bei der Medikamentengabe, Vitalzeichenkontrolle, Wundversorgung, Verhaltensbeobachtungen oder bei Schichtübergaben. Für komplexere Maßnahmen lässt sich die Spracherfassung auch mit Fotos kombinieren. Wichtig ist, dass Ihre Spracheinträge klar und sachlich formuliert sind – vermeiden Sie ungenaue oder subjektive Beschreibungen [4][5].
Ein kurzer Check der automatisch strukturierten Einträge sorgt dafür, dass alles korrekt übernommen wurde. So bleibt Ihre Dokumentation nicht nur effizient, sondern auch MD-konform und jederzeit prüfbereit.
Die Strukturierte Informationssammlung (SIS) ist der anerkannte Standard für Pflegeplanungen in Deutschland. Besonders bei MD-Prüfungen wird geprüft, ob Ihre Dokumentation diesem Standard entspricht. Eine manuelle Erstellung der SIS kann zeitaufwendig sein und ist anfällig für Fehler. Hier kommt der SIS-Assistent von dexter health ins Spiel, der Ihnen hilft, alle erforderlichen Felder strukturiert, vollständig und MD-konform zu dokumentieren.
Der Assistent nutzt die erfassten Daten, um pflegerelevante Risiken zu identifizieren und entsprechende Scores zu berechnen. Basierend auf diesen Erkenntnissen schlägt das System evidenzbasierte Maßnahmen vor, die individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Bewohnerin oder des jeweiligen Bewohners abgestimmt sind [15][16]. Diese automatisierte Risikoanalyse wird im weiteren Verlauf genauer erklärt.
Dank der Analyse des Assistenten: Um die MD-Anforderungen zu erfüllen, werden alle strukturierten Felder im elektronischen System automatisch ausgefüllt und die Daten korrekt erfasst. Das spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch das Risiko von Dokumentationslücken oder Ungenauigkeiten erheblich.
Zusätzlich integriert der Assistent Vitalparameter, Sensordaten und Informationen aus intelligenten Hilfsmitteln. Dadurch stehen alle relevanten Daten zentral zur Verfügung [15]. Bei einer Prüfung haben Sie so alle wichtigen Informationen sofort griffbereit. Da Pflegekräfte oft bis zu 60 % ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben verbringen, entlastet dieser Assistent Ihr Team spürbar und schafft mehr Freiraum für die direkte Betreuung der Bewohner [15][16].
Selbst die beste Dokumentationslösung bringt wenig, wenn sie nicht reibungslos mit Ihrer vorhandenen Software funktioniert. Eine fehlerhafte Integration kann bei einer MD-Prüfung zu Datenlücken, Doppelarbeit oder unvollständigen Informationen führen – und das kann für Prüfer ein ernstes Problem darstellen.
Ein Beispiel: Im Herbst 2021 führte das Helios Klinikum München West eine elektronische Pflegedokumentation ein. Dabei zeigte sich, dass eine unzureichende Integration die Übergabequalität negativ beeinflussen kann. 54,7 % der Pflegekräfte bemerkten Veränderungen, und 42,6 % bewerteten diese zunächst als Verschlechterung [17]. Um solche Probleme zu vermeiden, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre digitale Lösung nahtlos in den Arbeitsalltag integriert wird.
Ein entscheidender Schritt ist die Überprüfung der Systemkompatibilität. Stellen Sie sicher, dass dexter health auf allen genutzten Geräten wie Smartphones, Tablets und Computern einwandfrei funktioniert. Besonders bei mobilen Visiten ist es wichtig, dass die Sprachdokumentation jederzeit und überall verfügbar ist [1][17].
Worauf Sie achten sollten:
Führen Sie Vorher-Nachher-Tests durch [17]. Erfassen Sie Kennzahlen zur Dokumentationsqualität und Übergabezeit, bevor das System vollständig implementiert wird. Auf diese Weise lassen sich technische Schwachstellen frühzeitig erkennen. Binden Sie Pflegekräfte aktiv in die Gestaltung der digitalen Vorlagen ein, um deren Anforderungen optimal zu berücksichtigen [3].
„Die Vorteile elektronischer Dokumentationssysteme können nur dann realisiert werden, wenn der Kontext berücksichtigt wird." – Kutney-Lee et al. [17]
Ein häufiges Problem: Wenn Mitarbeitende nur „durchklicken“, ohne relevante Daten einzugeben, deutet dies auf Schwächen in der Benutzerführung hin [17]. Seit Anfang 2021 hat Deutschland über 4,3 Milliarden Euro in Digitalisierungsprojekte für Krankenhäuser investiert [17]. Eine gut optimierte Integration verbessert nicht nur die Dokumentationssicherheit, sondern unterstützt Sie auch effektiv bei MD-Prüfungen, indem sie vollständige und präzise Unterlagen gewährleistet.
Sobald Ihre Systeme erfolgreich integriert sind, ist ein durchdachtes Onboarding der letzte Schritt, um Ihre MD-Bereitschaft zu perfektionieren. Selbst die beste Software entfaltet ihr Potenzial erst dann, wenn das Team sie effizient nutzen kann. Ein strukturiertes Onboarding stellt sicher, dass die Datenqualität gewährleistet ist und Ihr Team auf unangekündigte MD-Prüfungen vorbereitet wird.
Das dexter health Onboarding wurde speziell entwickelt, um Pflegekräfte in die Lage zu versetzen, die Lösung sofort zu nutzen. Dank der benutzerfreundlichen Oberfläche können sie ohne großen Schulungsaufwand direkt mit der Sprachdokumentation starten. Ziel ist es, die Dokumentation direkt am Patientenbett vorzunehmen, anstatt sie am Ende der Schicht aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren – ein häufiges Problem bei MD-Prüfungen.
Das Onboarding baut auf der Integration aus Abschnitt 9 auf und schult das Team gezielt im Umgang mit den Funktionen. So wird die Brücke zwischen technischer Implementierung und dem praktischen Einsatz im Alltag geschlagen.
Die Schulungen umfassen zentrale Aufgaben wie Patientenaufnahmen, Medikamentengabe, Wunddokumentation (inklusive Foto-Funktion), Übergaben und Notfallmanagement. Pflegekräfte lernen, wie sie spezifische Felder für ADLs, Risikobewertungen und Maßnahmen per Sprachbefehl ausfüllen können. Das Ergebnis: lückenlose, prüfungssichere Dokumentationen, die Abrechnungsprobleme minimieren.
Ein besonderes Highlight ist die Wunddokumentation mit Foto-Funktion, die direkt am Bett erfolgt. Sie ermöglicht eine durchgängige und nachvollziehbare Dokumentationskette – genau das, was MD-Prüfer erwarten. Schulen Sie Ihr Team in standardisierten Abläufen, um eine hohe Qualität und Konformität sicherzustellen.
Unangekündigte MD-Prüfungen verlangen eine konstant hohe Pflegequalität – eine Notfall-Checkliste ist daher ein unverzichtbares Werkzeug. Sie hilft dabei, Schwachstellen aufzudecken, unklare Formulierungen zu verbessern und sicherzustellen, dass Risikobewertungen sowie Einwilligungen korrekt dokumentiert sind.
Die Quintessenz? Eine präzise und transparente Dokumentation ist der Schlüssel für erfolgreiche MD-Bewertungen. Wie die American Speech-Language-Hearing Association (ASHA) betont:
„Dokumentation ist ein entscheidendes Mittel zur Vermittlung wesentlicher klinischer Informationen... und zur Kommunikation zwischen Klinikern, anderen Leistungserbringern und Kostenträgern." – ASHA [3]
Mit der Checkliste und den digitalen Lösungen von dexter health wird der Verwaltungsaufwand minimiert, während die Datenqualität steigt. So bleibt Ihr Team jederzeit prüfungsbereit, ohne übermäßig belastet zu werden [18].
Setzen Sie auf strukturierte Prozesse und klare Dokumentation, um Ihre Prüfungsbereitschaft zu stärken und eine gleichbleibend hohe Pflegequalität sicherzustellen.
Eine strukturierte und vollständige Pflegedokumentation ist der Schlüssel, um den Anforderungen des Medizinischen Dienstes (MD) gerecht zu werden. Dabei sollten alle relevanten Aspekte der Pflege berücksichtigt werden. Dazu gehören die individuellen Bedürfnisse der Bewohner sowie ihr aktueller Gesundheitszustand. Diese Informationen sollten klar und nachvollziehbar dokumentiert sein, damit sie jederzeit überprüfbar sind.
Es reicht nicht aus, die Dokumentation nur einmalig zu erstellen. Um die Qualität und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen, müssen die Einträge regelmäßig geprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Moderne Hilfsmittel wie sprachbasierte Dokumentationslösungen oder Systeme, die auf dem Strukturmodell (SIS) basieren, können den Prozess nicht nur vereinfachen, sondern auch wertvolle Zeit sparen.
Eine gut organisierte Dokumentation bringt nicht nur Vorteile bei einer MD-Prüfung. Sie sorgt auch für mehr Übersicht und reduziert den Stress im Pflegealltag – sowohl für das Team als auch für die Leitung. Transparenz und Struktur zahlen sich also in mehrfacher Hinsicht aus.
Die Sprachdokumentation ermöglicht es, Pflegeleistungen schnell und unkompliziert zu erfassen – und das mit beeindruckender Präzision. Durch sprachgesteuerte Eingabe wird nicht nur Zeit gespart, sondern auch die Genauigkeit der Dokumentation erheblich gesteigert. Das Ergebnis? Hochwertige Unterlagen, die den Pflegealltag erleichtern.
Ein weiterer Vorteil: Sie sorgt dafür, dass alle relevanten Informationen vollständig und nachvollziehbar festgehalten werden. Das erleichtert die Einhaltung von Prüfungsanforderungen und minimiert den Druck auf das Pflegepersonal. Gleichzeitig bietet sie eine verlässliche Grundlage für erfolgreiche MD-Prüfungen.
Der SIS-Assistent von dexter health unterstützt Pflegekräfte dabei, die Pflegeplanung effizienter und individueller zu gestalten. Mit einer klaren und strukturierten Übersicht über Bewohnerdaten können Gesundheitsinformationen schnell erfasst und verwaltet werden. Das erleichtert es, Pflegepläne zu erstellen und flexibel an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner anzupassen.
Außerdem bietet der SIS-Assistent eine benutzerfreundliche Navigation zwischen verschiedenen Dokumentationsbereichen. So sind alle relevanten Informationen jederzeit griffbereit. Das verbessert nicht nur die Betreuung und Koordination im Pflegeprozess, sondern hebt auch die Qualität der Dokumentation auf ein neues Niveau. Gleichzeitig hilft das System Pflegekräfte, bestens auf unangekündigte MD-Prüfungen vorbereitet zu sein, wodurch die Pflegequalität insgesamt gestärkt wird.