Pflegemodell nach Henderson: 14 Grundbedürfnisse

05.10.2026

Praxisorientierte Anleitung, wie Sie Hendersons 14 Grundbedürfnisse in Pflegeplanung, Zielen, Maßnahmen und Dokumentation anwenden.

Hendersons Pflegemodell hilft Ihnen, den Unterstützungsbedarf von Bewohnerinnen und Bewohnern anhand von 14 Grundbedürfnissen einzuschätzen. Für die stationäre Langzeitpflege empfehle ich, daraus gemeinsam mit den Betroffenen passende Pflegeziele und Maßnahmen abzuleiten – mit Blick auf ihre Fähigkeiten, Wünsche und Selbstständigkeit.

Nutzen Sie das Modell als fachlichen Bezugsrahmen, nicht als zusätzliche Dokumentationspflicht. Entscheidend ist, welche Hilfe gewünscht und erforderlich ist und ob sie zum vereinbarten Ziel führt. Halten Sie dies in Ihrer bestehenden Dokumentationsstruktur fest. Auch wenn Selbstständigkeit nicht zurückgewonnen werden kann, bleiben Wohlbefinden und persönliche Entscheidungen maßgeblich.

Was beschreibt Hendersons Pflegemodell?

Hendersons Bedürfnismodell ordnet den Pflegebedarf 14 Grundbedürfnissen zu. Es betrachtet den Menschen als Ganzes und berücksichtigt körperliche, psychische, soziale und spirituelle Aspekte.[1]

Für Ihre Pflegeplanung in der stationären Langzeitpflege bietet das Modell einen fachlichen Orientierungsrahmen. Es schreibt keine Dokumentationsform vor. Verbindliche Anforderungen an Pflege und Dokumentation ergeben sich aus den geltenden gesetzlichen Vorgaben.[2] Bei der Anwendung kommt es darauf an, wie sich die Bedürfnisse im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner zeigen.

Selbstständigkeit unterstützen

In der Pflegeplanung prüfen Sie, welche Unterstützung eine Bewohnerin oder ein Bewohner benötigt und welche Fähigkeiten erhalten bleiben können. Die Hilfe reicht von Anleitung über teilweise Unterstützung bis zur vollständigen Übernahme.[1]

Erfassen Sie körperliche, psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse gemeinsam mit der Bewohnerin oder dem Bewohner.[1] Lässt sich die Selbstständigkeit nicht wiederherstellen, gehört die bestmögliche Unterstützung bis zum Lebensende weiterhin zum Pflegeverständnis.[1]

Die 14 Grundbedürfnisse folgen im nächsten Abschnitt als Raster für die Pflegeplanung im Heim.

Die 14 Grundbedürfnisse in der Pflegeplanung

Die Tabelle zeigt, wie Sie Hendersons 14 Grundbedürfnisse in der Pflegeplanung berücksichtigen können.[1] Sie verbindet Einschätzung, Ressourcen und Hilfebedarf mit Zielen, Maßnahmen und Evaluation. Die Formulierungen sind Beispiele, keine festen Vorgaben. Passen Sie diese gemeinsam mit der Bewohnerin oder dem Bewohner an.

Grundbedürfnis Einschätzung Ressourcen und Bedarf Ziel Maßnahmen Evaluation
1. Normal atmen Besteht Atemnot bei Aktivität oder in Ruhe? Kann Atemübungen durchführen; braucht Unterstützung bei der Positionierung. Die Atmung bleibt stabil. Aufrechte Lagerung ermöglichen; lüften. Atemnot und Atmung beobachten und mit dem bisherigen Zustand abgleichen.
2. Ausreichend essen und trinken Welche Vorlieben bestehen? Wie viel wird getrunken? Gibt es Kau- oder Schluckprobleme? Führt den Löffel selbstständig zum Mund; braucht vorbereitete Speisen und eine Abklärung von Schluckproblemen. Nutzt erhaltene Fähigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Besteck erreichbar bereitstellen; Hilfe an den abgeklärten Bedarf anpassen. Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, geleistete Hilfe und Schluckauffälligkeiten prüfen.
3. Ausscheiden Welche Gewohnheiten bestehen bei Harndrang und Stuhlgang? Ist die Toilette zugänglich? Meldet Harndrang und nutzt den Rollator; braucht Begleitung und Hilfe mit Verschlüssen. Erreicht die Toilette mit der vereinbarten Unterstützung. Toilettenhilfe am individuellen Rhythmus ausrichten. Prüfen, ob die Hilfe rechtzeitig erfolgt; Kontinenzsituation und Hautzustand beurteilen.
4. Sich bewegen und eine geeignete Körperhaltung einnehmen Welche Transfers gelingen? Wann besteht Unsicherheit? Kann sich mit Unterstützung aufrichten; braucht bedarfsgerechte Transferhilfe. Beteiligt sich entsprechend den eigenen Fähigkeiten am Transfer. Hilfsmittel und Hilfe auf die Bewegungsfähigkeit abstimmen. Beteiligung, Unsicherheit, Stürze und Beinahe-Stürze erfassen.
5. Schlafen und ruhen Welche Schlafzeiten sind gewohnt? Gibt es nächtliche Beschwerden? Wie viel Ruhe wird benötigt? Kennt hilfreiche Abendrituale; braucht Unterstützung bei der Abendroutine. Empfindet den Schlaf als erholsam. Gewünschtes Ritual ermöglichen; vermeidbare Störungen reduzieren. Erholung erfragen; Unterbrechungen und ihre Gründe prüfen.
6. Passende Kleidung wählen, sich an- und auskleiden Welche Kleidung wird bevorzugt? Welche Handgriffe gelingen? Wählt Kleidung selbst aus; braucht Hilfe bei Knöpfen oder beim Anziehen. Wählt die Kleidung weiterhin selbst und übernimmt mögliche Teilschritte. Auswahl anbieten; nur die erforderlichen Handgriffe übernehmen. Selbstständige Teilschritte und Zufriedenheit prüfen.
7. Die Körpertemperatur im normalen Bereich halten Bestehen Frieren oder Schwitzen? Welche Raumtemperatur wird bevorzugt? Äußert Unbehagen; braucht Hilfe beim Anpassen von Kleidung und Umgebung. Fühlt sich weder unangenehm kalt noch überhitzt. Kleidung, Decke und Raumtemperatur nach Bedarf anpassen. Wohlbefinden und Auffälligkeiten prüfen.
8. Den Körper sauber halten und die Haut schützen Welche Waschgewohnheiten bestehen? Wie erfolgen Mundpflege und Hautpflege? Wie ist der Hautzustand? Wäscht Gesicht und Hände selbst; braucht teilweise Übernahme der Körperpflege. Führt mögliche Pflegeschritte selbst aus; die Haut bleibt intakt. Utensilien bereitstellen; vereinbarte Hilfe und Hautpflege leisten. Selbstständig ausgeführte Pflegeschritte, Hautveränderungen und Wohlbefinden prüfen.
9. Gefahren vermeiden und andere nicht schädigen Wie ist die Orientierung? Gibt es Stolperstellen oder angstauslösende Situationen? Nutzt die Rufanlage zuverlässig; braucht Orientierung und eine sichere Umgebung. Kann Hilfe sicher erreichen und Gefahren im Alltag vermeiden. Wege freihalten; Rufanlage erreichbar platzieren; Unterstützung abstimmen. Prüfen, ob Hilfe erreichbar ist und gefährdende Situationen auftreten.
10. Kommunizieren und Gefühle, Bedürfnisse und Ängste ausdrücken Wie sind Hören, Sehen und Sprache? Welche Form der Verständigung wird bevorzugt? Nutzt ein Hörgerät und äußert Wünsche; braucht Hilfe mit dem Hörgerät und bei der Gestaltung der Gesprächssituation. Kann Bedürfnisse verständlich mitteilen. Hilfsmittel bereitstellen; zugewandt sprechen; Zeit zum Antworten lassen. Gegenseitiges Verständnis und Beteiligung prüfen.
11. Dem eigenen Glauben entsprechend leben Welche religiösen Rituale, persönlichen Werte oder nichtreligiösen Wünsche sind wichtig? Benennt wichtige Überzeugungen; braucht Zugang zu gewünschten Angeboten. Kann persönliche Überzeugungen im Alltag leben. Gewünschte Kontakte, Rituale oder Rückzug ermöglichen. Erfragen, ob die Unterstützung den Wünschen entspricht.
12. Einer Tätigkeit nachgehen, die Erfüllung vermittelt Welche Aufgaben geben Sinn und ermöglichen Erfolgserlebnisse? Verfügt über gärtnerische Erfahrung; braucht Material und geeigneten Zugang. Übernimmt auf Wunsch eine als sinnvoll empfundene Aufgabe. Pflanzenpflege mit erreichbaren Materialien anbieten. Erlebte Erfüllung erfragen; Belastung beachten.
13. Spielen und an Freizeitaktivitäten teilnehmen Welche Hobbys und Kontakte sind gewünscht? Bedient das Radio selbst; braucht Zugang zu Freizeitangeboten nach eigenen Vorlieben. Gestaltet die Freizeit nach eigenen Vorlieben. Musik, Spiele oder Gruppenangebote zur Wahl stellen. Freude, Teilnahme oder bewusste Ablehnung berücksichtigen.
14. Lernen, Neues entdecken und Gesundheitsangebote nutzen Welche Informationen werden gewünscht? Wie sind Verständnis und kognitive Fähigkeiten? Ist interessiert und versteht kurze Erklärungen; braucht angepasste Informationen und Begleitung. Versteht einen vereinbarten nächsten Schritt. In kleinen Schritten erklären; bei gewünschten Gesundheitsangeboten unterstützen. Verständnis durch Wiedergabe in eigenen Worten oder durch Vormachen prüfen.

Für die tägliche Dokumentation im Pflegeheim helfen die folgenden Hinweise.

Bedürfnisse 1 bis 5: Atmung, Ernährung, Ausscheidung, Bewegung und Ruhe

Dokumentieren Sie beim Transfer den Hilfebedarf und mögliche Unsicherheiten. Beim Schlaf zählt auch, wie erholsam die Bewohnerin oder der Bewohner ihn empfindet. Legen Sie individuelle Prüfzeitpunkte fest und vergleichen Sie Veränderungen mit dem bisherigen Zustand.

Bedürfnisse 6 bis 9: Kleidung, Körpertemperatur, Hygiene und Sicherheit

Stimmen Sie Hilfe, Kleiderwahl und den Schutz der Intimsphäre mit der Bewohnerin oder dem Bewohner ab. Beachten Sie dabei deren Zustimmung. Beschreiben Sie konkret, welche Sicherheitsmaßnahmen Sie umsetzen.

Bedürfnisse 10 bis 14: Kommunikation, Glaube, Beschäftigung, Freizeit und Lernen

Entscheidend ist, welche Bedeutung Tätigkeiten, Werte und Lernen für die Bewohnerin oder den Bewohner haben. Jede als sinnvoll erlebte Aktivität kann Erfüllung vermitteln. Auch nichtreligiöse Werte gehören in die Pflegeplanung.

Erklären Sie in kleinen Schritten. Eine Ablehnung bedeutet nicht, dass eine Fähigkeit fehlt.

Von der Bedarfserhebung zum individuellen Pflegeplan

Henderson: Vom Pflegebedarf zum individuellen Pflegeplan

Henderson: Vom Pflegebedarf zum individuellen Pflegeplan

Verknüpfen Sie die 14 Grundbedürfnisse mit den Ressourcen, Einschränkungen, Risiken und Wünschen der Bewohnerin oder des Bewohners. Übertragen Sie nur den konkreten Unterstützungsbedarf in Pflegeziele und Maßnahmen für die Versorgung im Heim.[1]

Beziehen Sie Gewohnheiten, soziale Kontakte und das soziale Umfeld ein. Legen Sie gemeinsam mit der Bewohnerin oder dem Bewohner fest, welche Anliegen nach Bedarf und Relevanz Vorrang haben.

Überprüfbare Ziele und Maßnahmen formulieren

Ein Pflegeziel beschreibt das gewünschte Ergebnis. Vereinbaren Sie es mit der Bewohnerin oder dem Bewohner. Fordern Sie Selbstständigkeit nicht gegen deren Willen ein.

Eine Maßnahme legt fest, wer wann was wie unterstützt. Benennen Sie Zuständigkeit, Zeitpunkt oder Anlass, Hilfsmittel und Umfang der Hilfe. Halten Sie auch fest, welche Teilschritte die Bewohnerin oder der Bewohner selbstständig übernimmt. Vermeiden Sie unklare Angaben wie:

„bei Bedarf helfen“

Einschätzung, Ziele und Evaluation abgleichen

Prüfen Sie, ob der Pflegeplan nachvollziehbar und umsetzbar ist:

  • Sind die Sichtweise der Bewohnerin oder des Bewohners und die Wahlmöglichkeiten erkennbar?
  • Sind Ressourcen, Einschränkungen und Risiken klar benannt?
  • Passen Ziel und Maßnahme zum Unterstützungsbedarf?
  • Ist ein Prüfdatum festgelegt?
  • Sind Anlässe für eine frühere Prüfung benannt?

Vergleichen Sie bei der Evaluation das erreichte Ergebnis mit dem vereinbarten Ziel. Prüfen Sie dabei, ob Ziel und Maßnahme noch zum aktuellen Unterstützungsbedarf passen.

Wenn sich Fähigkeiten, Beschwerden oder Wünsche verändern, erheben Sie den betroffenen Bedarf erneut. Passen Sie die Unterstützung und die Ziele an die aktuelle Situation an.[1]

Henderson, Strukturmodell, Orem und ABEDL

Henderson, Orem und ABEDL bieten fachliche Bezugsrahmen für die pflegerische Einschätzung in der stationären Langzeitpflege. Das Strukturmodell unterstützt die strukturierte Erhebung und Dokumentation.

Henderson und Strukturmodell: unterschiedliche Aufgaben

Henderson und das Strukturmodell erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Strukturierte Informationssammlung (SIS) bildet den Einstieg in das Strukturmodell.

Merkmal Henderson Strukturmodell
Art Bedürfnismodell der Pflege Ansatz zur Pflegedokumentation
Schwerpunkt Unterstützung bei grundlegenden Bedürfnissen und Förderung der Selbstständigkeit Personenbezogene Einschätzung und schlanke Dokumentation
Struktur 14 Grundbedürfnisse SIS mit 6 Themenfeldern in der stationären Langzeitpflege
Nutzung Richtet den Blick auf Unterstützungsbedarf und Ressourcen Ordnet die erhobenen Informationen und die weitere Dokumentation

Sie können Henderson für die pflegerische Einschätzung und die SIS für deren Dokumentation nutzen. Ordnen Sie dabei jede Information nur einmal einem passenden Themenfeld zu.

Henderson, Orem und Krohwinkels ABEDL im Vergleich

Die Modelle setzen unterschiedliche Schwerpunkte für die Pflegeplanung: Henderson betrachtet 14 Grundbedürfnisse [1], Orem die Selbstpflegedefizite und Krohwinkels ABEDL 13 Lebensbereiche.

Für Pflegedienstleitung (PDL) und das Qualitätsmanagement (QM) kommt es vor allem darauf an, dass das Team den gewählten Bezugsrahmen einheitlich anwendet. Legen Sie fest, welcher Bezugsrahmen gilt und wie Sie die Einschätzungen dokumentieren. Er soll das Team dabei unterstützen, den Unterstützungsbedarf einheitlich zu begründen und in der Pflegeplanung festzuhalten.

Henderson im deutschen Pflegeheim 2026 anwenden

Nach der Übersicht der 14 Grundbedürfnisse geht es um die Anwendung im Heimalltag. Henderson hilft Ihnen, Bedürfnisse bei kognitiven Einschränkungen und in der palliativen Versorgung im Zusammenhang zu beurteilen. Körperliche und psychische Bedürfnisse beeinflussen sich gegenseitig. In der palliativen Versorgung können Wohlbefinden und ein friedliches Sterben wichtiger sein als mehr Selbstständigkeit. [1]

Dokumentation an der Versorgung ausrichten

Die Dokumentation muss zeigen, wie Einschätzung, Ressourcen, Wünsche, Ziele, Maßnahmen und Evaluation zusammenhängen. Daraus entsteht ein nachvollziehbarer Pflegeplan. Halten Sie fest, was die Bewohnerin oder der Bewohner selbst übernimmt, welche Unterstützung nötig ist und woran Sie die Zielerreichung erkennen. Bei eingeschränkter Kommunikation bilden Beobachtung und Interaktion die Grundlage Ihrer Einschätzung. [1]

Originalquellen und geltende Pflegeanforderungen

Für die Anwendung in Deutschland ergänzen die geltenden Pflegeanforderungen den fachlichen Bezugsrahmen. Maßgeblich für das Modell sind Hendersons Originalwerke Basic Principles of Nursing Care von 1960 und The Nature of Nursing von 1966. Für zugelassene Pflegeheime gelten die Vereinbarungen nach § 113 SGB XI sowie die Qualitätsprüfungen nach § 114 SGB XI und den einschlägigen Qualitätsprüfungs-Richtlinien. [1][2]

Prüfen Sie die aktuellen Fassungen beim GKV-Spitzenverband und beim Medizinischen Dienst Bund. Die DNQP-Expertenstandards konkretisieren fachliche Anforderungen, etwa zur Sturzprophylaxe und zum Schmerzmanagement. Hendersons Bedürfnis 9, Gefahren zu vermeiden, ersetzt die jeweilige themenspezifische Einschätzung nicht. [2]

Nächster Schritt: 1 bestehenden Pflegeplan prüfen

Wählen Sie einen aktuellen Pflegeplan aus. Prüfen Sie ihn anhand der 14 Grundbedürfnisse nach Henderson auf Lücken und Unstimmigkeiten. Achten Sie besonders auf Kommunikation, Glauben, Beschäftigung, Freizeit und Lernen. Beziehen Sie auch Wünsche, Routinen und Ressourcen der Bewohnerin oder des Bewohners ein.

Gleichen Sie anschließend Einschätzung, Ressourcen, Ziele, Maßnahmen und Evaluation miteinander ab. Passt die Unterstützung zu den vorhandenen Fähigkeiten? Sind selbstständige Teilschritte und der Hilfebedarf klar beschrieben? Lässt sich überprüfen, ob die Ziele erreicht wurden? Besprechen Sie offene Punkte möglichst mit der Bewohnerin oder dem Bewohner.

Ergänzen Sie die Angaben direkt in der bestehenden Dokumentationsstruktur (z. B. SIS). Führen Sie keine parallele Henderson-Checkliste. Halten Sie neue Erkenntnisse knapp im Verlauf fest und prüfen Sie bei der nächsten Evaluation, ob die Anpassungen wirken.

FAQs

Wie priorisiere ich widersprüchliche Bedürfnisse?

Richten Sie Ihre Pflege am individuellen Hilfebedarf aus. Ziel ist, die größtmögliche Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten oder wiederherzustellen. Erfassen Sie dafür ihre Ressourcen und Einschränkungen anhand der 14 Grundbedürfnisse nach Henderson.

Auf dieser Grundlage legen Sie pflegerische Maßnahmen in der Pflegeplanung fest und überprüfen deren Ergebnisse.

Wie erfasse ich Bedürfnisse bei Demenz?

Nutzen Sie die 14 Grundbedürfnisse nach Henderson, um den Pflegebedarf der Bewohnerinnen und Bewohner einzuschätzen sowie pflegerische Unterstützung zu planen und durchzuführen. Dazu zählen beispielsweise Atmung, Essen und Trinken, Bewegung, Schlaf, Körperpflege und Kommunikation.

Dokumentieren Sie den aktuellen Stand des Pflegeprozesses fortlaufend in der Pflegedokumentation. Dazu gehören unter anderem die Pflegeanamnese, die Pflegeplanung und der Pflegebericht.

Wie gehe ich mit abgelehnter Hilfe um?

Die vorliegende Beschreibung des Pflegemodells nach Henderson legt nicht fest, wie Sie mit abgelehnter Hilfe umgehen sollen. Im Mittelpunkt steht, die größtmögliche Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten oder wiederherzustellen und sie bei Einschränkungen zu unterstützen.

Für die Pflegeplanung erfassen Sie den individuellen Hilfebedarf und die vorhandenen Ressourcen. Die Dokumentation muss den aktuellen Verlauf des Pflegeprozesses abbilden.

Verwandte Blogbeiträge

Weitere Artikel zu

No items found.
dexter health

KI für die Pflege. Wir sorgen dafür, dass Pflegekräfte mehr Zeit haben.

Bonner Wall 126, 50677 Köln, Deutschland
Blog
Kontakt
Impressum
Datenschutz
LinkedInFacebookInstagram
© 2026 dexter health GmbH
DSGVO-konform
EU-KI-Verordnung
heyData EU AI trusted logo