
Smartphones ermöglichen Point‑of‑Care‑Dokumentation, sparen bis zu 60 Minuten pro Schicht, reduzieren Fehler und erhöhen Betreuungszeit.
Pflegekräfte verlieren täglich wertvolle Zeit durch ineffiziente Dokumentation. Die Lösung? Smartphones ermöglichen eine mobile Dokumentation direkt am Pflegebett und sparen pro Schicht bis zu 60 Minuten. Im Vergleich zu stationären PCs bringt der mobile Ansatz klare Vorteile:
| Merkmal | PC-basierte Dokumentation | Smartphone-basierte Dokumentation |
|---|---|---|
| Mobilität | Stationär, feste Arbeitsplätze | Direkt am Bewohnerbett nutzbar |
| Zeitaufwand | Hoch durch Laufwege | Niedriger, direkte Eingabe spart Zeit |
| Datengenauigkeit | Höheres Fehlerrisiko | Höher, Echtzeit-Eingabe |
| Arbeitsablauf | Fragmentiert | Integriert und effizient |
| Fokus auf Bewohner | Weniger Zeit am Bett | Mehr Zeit für direkte Pflege |
Die mobile Dokumentation bringt Pflegekräfte näher an die Bewohner und reduziert gleichzeitig Stress und Fehler. Details und Studienergebnisse findest du im Artikel.
PC vs. Smartphone Dokumentation in der Pflege: Zeitersparnis und Effizienzvergleich
Stationäre Computer bieten einige klare Vorteile, wenn es um die Pflegedokumentation geht. Ein größerer Bildschirm erleichtert die Arbeit, da er eine bessere Übersicht über komplexe Eingaben ermöglicht. Zusätzlich können mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet werden, was die Bearbeitung von Daten effizienter macht. Auch die ergonomische Ausstattung mit Tastatur und Maus sorgt bei längeren Sitzungen für mehr Komfort im Vergleich zu einem Touchscreen.
Ein zentraler Nachteil ist die Standortgebundenheit. Pflegekräfte müssen oft das Bewohnerzimmer verlassen, um an einer Dokumentationsstation zu arbeiten. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten Arbeitsaufwand, sondern auch zu einer höheren Fehlerwahrscheinlichkeit, da Daten oft doppelt eingegeben werden müssen. Hinzu kommt, dass Dokumentationsarbeitsplätze häufig besetzt oder nicht verfügbar sind. Durch die physische Distanz wird es zudem schwierig, in Echtzeit auf wichtige Informationen zuzugreifen, was die Entscheidungsfindung erschwert[5].
Die feste Standortbindung von PCs verstärkt die Ineffizienz durch zusätzliche Laufwege. Diese wiederholten Wege kosten nicht nur Zeit, sondern unterbrechen auch den Arbeitsfluss.
Pflegekräfte verbringen durchschnittlich ein Drittel bis die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit elektronischen Dokumentationssystemen[4] – und das ohne die Zeit für die Laufwege einzurechnen.
Montserrat Pérez-Martí, RN, MSc, erklärt: „Mit elektronischen Patientenakten am Ort der Pflege sinkt der Zeitaufwand für die Registrierung durch das Pflegepersonal, da Bewegungen reduziert und die Datenübertragung vermieden werden"[5].
Zusätzlich führt der unterbrochene Arbeitsfluss durch häufiges Hin- und Herlaufen zu durchschnittlich 1,4 Aufgabenwechseln pro Minute[4]. Diese ständigen Wechsel beeinträchtigen nicht nur die Konzentration, sondern auch die Arbeitszufriedenheit.
Tera Digital fasst es passend zusammen: „Jede Sekunde, die mit der Suche nach Daten verbracht wird, ist eine Sekunde, die der Patientenversorgung entzogen wird"[6].
Diese Probleme machen die Unterschiede zur mobilen Dokumentation besonders deutlich.
| Merkmal | PC-basierte Dokumentation | Mobile Dokumentation (Smartphone) |
|---|---|---|
| Mobilität | Stationär; feste Arbeitsplätze | Hoch; wird direkt zur Pflegestelle mitgeführt |
| Zeitaufwand | Hoch durch Laufwege und doppelte Eingabe | Geringer; direkte Eingabe spart ~27 % Zeit[1] |
| Arbeitsablauf | Fragmentiert; erfolgt als separate Büroaufgabe | Integriert; erfolgt während oder direkt nach der Pflege |
| Datengenauigkeit | Höheres Fehlerrisiko bei nachträglicher Übertragung von Papieraufzeichnungen | Höher; Erfassung erfolgt direkt an der Informationsquelle |
| Fokus der Pflegekräfte | Mehr Zeit am Bildschirm als bei direkter Bewohnerinteraktion[1] | Mehr Zeit für den direkten Bewohnerkontakt |
Smartphones bringen im Vergleich zu PC-gestützter Dokumentation nicht nur technische Vorzüge mit sich, sondern sparen auch wertvolle Zeit im Pflegealltag.
Mit Smartphones kann direkt am Bewohnerbett dokumentiert werden, ohne den Umweg über eine zentrale Dokumentationsstation. Die Daten werden sofort ins System eingegeben, wodurch doppelte Arbeitsschritte entfallen.
Dank KI-gestützter Spracheingabe können Vitalwerte wie Blutdruck, Flüssigkeitsaufnahme oder Hautzustand in wenigen Sekunden und mit hoher Genauigkeit erfasst werden. Die KI wandelt diese Daten automatisch in strukturierte Berichte um[7]. Während Aufnahmegesprächen kann das Smartphone zudem passiv mitschreiben, was stundenlange manuelle Nachbearbeitung überflüssig macht[7].
Die Echtzeit-Cloud-Synchronisation stellt sicher, dass das gesamte Team sofort Zugriff auf aktuelle Vitalwerte und Pflegeinformationen hat. Das reduziert Rückfragen und spart den Gang zu Akten[7]. Diese Vorteile schlagen sich direkt in einer effizienteren Arbeitsweise nieder.
Ein beeindruckendes Beispiel liefert die Diakonie Stiftung Salem, die zwischen 2023 und 2024 eine Smartphone-App in sieben Einrichtungen im Kreis Minden-Lübbecke eingeführt hat. Über 500 Tage hinweg erstellten die Pflegekräfte 1 Million Einträge per Smartphone – durchschnittlich 2.000 Einträge täglich, die zuvor am PC durchgeführt wurden. Das Ergebnis: Eine Zeitersparnis von 18 Minuten pro Pflegekraft und Schicht dank KI-basierten Sprachdokumentation[7].
Die Eingabe von Vitalwerten am Smartphone ist bemerkenswert schnell: Pulsdaten werden durchschnittlich in nur 3,08 Sekunden erfasst, bei einer Genauigkeit von 99,3 %[8]. Atemfrequenzen benötigen sogar nur 2,81 Sekunden[8].
| Aufgabe / Merkmal | PC-basierte Dokumentation | Smartphone-basierte Dokumentation |
|---|---|---|
| Standort | Zentrale Pflegestation (erfordert Laufwege) | Direkt am Bewohnerbett (Point of Care) |
| Dateneingabe | Manuelles Tippen aus Gedächtnis oder Notizen | Sprach-zu-Text-KI oder optimierte Touch-Oberflächen |
| Zeit für Pulseingabe | Hoch (inkl. Laufweg + Anmeldezeit) | ~3,08 Sekunden[8] |
| Genauigkeit | Risiko von Übertragungsfehlern aus Papier | 99,3 % (bei Nutzung einer numerischen Tastatur)[8] |
| Aufnahmeberichte | ~2 Stunden Tipparbeit nach dem Gespräch | Automatisierte Erstellung in Echtzeit[7] |
Carolin Gerstmann, Wohnbereichsleiterin im Haus Laurentius, bringt es auf den Punkt: „Ich bin in die Pflege gegangen, um zu pflegen, nicht um zu dokumentieren. Das hat sich geändert. Die Mitarbeiter haben wieder mehr Freude am Beruf und kommen mit einer ganz anderen Einstellung zur Arbeit“[7].
Diese Zahlen und Erfahrungen zeigen deutlich, wie die mobile Dokumentation den Fokus wieder auf das Wesentliche lenkt: die Pflege selbst.
Die Dokumentation auf PCs und Smartphones unterscheidet sich in Punkten wie Benutzerfreundlichkeit, Dateneingabe und Arbeitsabläufen deutlich.
Lesbarkeit und Informationsabruf: Studien zeigen, dass das Lesen auf kleinen Smartphone-Bildschirmen bis zu 25 % länger dauert. Beim Wechsel von einem 60-zeiligen Desktop-Display zu einem 22-zeiligen Smartphone-Display sinkt die Lesegeschwindigkeit um etwa 15 %. Zudem wird das Abrufen von Informationen durch häufigeres Scrollen erschwert [8].
Dateneingabe: Die Effizienz bei der Datenerfassung auf Smartphones hängt stark vom Design der Benutzeroberfläche ab. Eine gut gestaltete numerische Tastatur ermöglicht es, Vitalwerte wie den Puls in nur 3,08 Sekunden mit einer Genauigkeit von 99,3 % einzugeben. Im Gegensatz dazu benötigen weniger optimierte Systeme wie die Zeichenerkennung bis zu 10,50 Sekunden und haben Fehlerquoten von bis zu 18,5 % [8]. Neben der Eingabegeschwindigkeit spielt auch das Ablenkungspotenzial eine wichtige Rolle.
Ablenkungsgefahr: Fast die Hälfte der Pflegekräfte (42,6 %) empfindet Smartphones als ständige Ablenkung. 29,9 % berichten von Informationsverlusten, und 13,1 % geben an, dass medikationsbezogene Fehler auftreten [9]. Trotz dieser Herausforderungen wird der Gesamtworkflow durch mobile Dokumentation insgesamt positiv beeinflusst, da sie die Arbeit direkt vor Ort erleichtert.
Dokumentation am Point of Care: Die direkte Dokumentation am Pflegebett bringt klare Vorteile: Sie eliminiert unnötige Laufwege, reduziert körperliche Belastungen und minimiert Übertragungsfehler [8].

Die Einführung einer Smartphone-basierten Dokumentation in Pflegeheimen erfordert eine gut durchdachte Planung. Der erste Schritt: Prüfen Sie die IT-Infrastruktur. Stellen Sie sicher, dass das WLAN in allen Wohnbereichen stabil ist und die TI-Anbindung für ePA und KIM bereitsteht. Auf dieser Grundlage bietet sich eine Demo mit dexter health an, um die Kompatibilität mit den vorhandenen Systemen zu überprüfen. Diese Vorbereitung schafft die Basis für eine effiziente, sprachgesteuerte Dokumentation.
Mit dexter health können Pflegekräfte direkt am Pflegebett dokumentieren – und das ganz einfach per Spracheingabe. Ob Beobachtungen, Vitalwerte oder Wundbeurteilungen: Die Daten werden in Echtzeit via WLAN übermittelt und DSGVO-konform gespeichert. Eine Studie der HFH Hamburger Fern-Hochschule zeigt, dass Spracherkennung die Dokumentationszeit um bis zu ein Drittel verkürzen kann[10].
Ein sinnvoller Einstieg ist eine Pilotphase auf einer Station. Hier testen ausgewählte Pflegekräfte den mobilen Ansatz, einschließlich der Sprachdokumentation und des integrierten SIS-Assistenten. Dieser Assistent schlägt Diagnosen vor, vervollständigt Berichte und integriert sich in die Tourenplanung. So werden manuelle Eingaben reduziert und Übertragungsfehler vermieden. Ergänzend dazu sind gezielte Schulungen wichtig, um den digitalen Wandel nachhaltig zu verankern.
Nach der Pilotphase folgt der Rollout auf weitere Wohnbereiche. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften, IT-Verantwortlichen und der Heimleitung ist dabei entscheidend, um den Übergang reibungslos zu gestalten. Dieser schrittweise Prozess reduziert Laufwege und spart Zeit – bis zu 60 Minuten pro Schicht. Anders als stationäre PC-Systeme vermeidet dexter health Warteschlangen und Dokumentationsstaus, da die Eingabe direkt am Point of Care erfolgt.
Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, wie effektiv mobile Dokumentation sein kann. Der Umstieg von PC-basierter auf Smartphone-basierte Dokumentation spart pro Schicht bis zu 60 Minuten – wertvolle Zeit, die direkt für die Betreuung der Bewohner genutzt werden kann. Studien zeigen, dass der Dokumentationsaufwand in der Pflege enorm ist[3]. Durch den Einsatz mobiler Dokumentation direkt am Point of Care wird dieser Aufwand deutlich reduziert: Keine Wege mehr zu stationären PCs, keine doppelte Dateneingabe[2].
Die Zahlen sprechen für sich: Pflegeeinrichtungen berichten von einer 15%igen Steigerung der direkten Pflegezeit am Bewohnerbett[3]. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote bei der Dokumentation um 40%, da Daten in Echtzeit erfasst werden[3]. Optimierte mobile Oberflächen sorgen zudem dafür, dass die Genauigkeit bei der Erfassung von Vitalwerten beeindruckende 99,3% erreicht[8]. Diese Verbesserungen zeigen klar, wie sich die Arbeitsabläufe durch mobile Lösungen positiv verändern – ein Eindruck, den auch folgende Aussage unterstreicht:
„Wenn Ihre Mitarbeiter administrative Aufgaben mühelos erledigen können, erleben sie weniger Stress und Frustration. Dies kann zu einem geringeren Burnout-Risiko und einer insgesamt höheren Mitarbeiterbindung führen." – ShiftCare[11]
Die Vorteile mobiler Dokumentation gehen sogar noch weiter. Studien zeigen, dass die Burnout-Rate bei Pflegekräften um 25% gesenkt werden kann[3]. Zusätzlich verbringen Pflegekräfte durchschnittlich 8,5 Minuten mehr pro Kontakt direkt am Bewohnerbett[2]. Sie können sich so stärker auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren: die direkte Betreuung. Mit dexter health wird dieser Wandel möglich – genau dort, wo Pflege stattfindet.
Für eine mobile Dokumentation sind mehrere Voraussetzungen entscheidend: Eine stabile WLAN-Verbindung, kompatible Smartphones, die mit der Spracherkennungssoftware reibungslos funktionieren, und eine sichere, DSGVO-konforme Infrastruktur. Letztere sorgt dafür, dass sowohl der Datenschutz als auch die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Die Verwendung von Smartphones zur Dokumentation im Pflegealltag kann sicher gestaltet werden, wenn die Vorgaben der DSGVO eingehalten werden. Dazu gehört beispielsweise die Nutzung von lokalen Servern oder Cloud-Diensten, die den DSGVO-Standards entsprechen. Ebenso wichtig sind technische Schutzmaßnahmen, um sensible Daten effektiv zu sichern. Es ist entscheidend, dass alle eingesetzten Systeme die aktuellen Datenschutzvorgaben erfüllen, um den Schutz der Daten zu gewährleisten.
Eine erfolgreiche Einführung erfordert einen klaren und gut durchdachten Plan. Dazu gehören Pilotphase, Schulungen und ein schrittweiser Rollout.
Zunächst sollte die Lösung in ausgewählten Bereichen getestet werden. So lassen sich wertvolle Erfahrungen sammeln und mögliche Probleme frühzeitig identifizieren. Anschließend ist es wichtig, die Mitarbeitenden praxisnah zu schulen. Das hilft, Unsicherheiten abzubauen und sorgt für ein besseres Verständnis der neuen Prozesse.
Der schrittweise Rollout ermöglicht es, die Einführung in Etappen umzusetzen, Feedback von den Nutzern einzuholen und Anpassungen vorzunehmen. Eine kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Einführung stärkt die Akzeptanz und bietet Raum, offene Fragen zu klären.