MD-Prüfung stationäre Pflege: Ablauf, Prüfkriterien & Checkliste

July 9, 2026

Die MD-Prüfung entlarvt, ob Pflegepraxis und Dokumentation im Alltag wirklich übereinstimmen.

Ich sage es direkt: Auf die MD-Prüfung bereite ich mich nicht am Vortag vor, sondern jeden Tag im Betrieb. Der MD prüft, ob meine Dokumentation zur Pflege im Alltag passt. 2023 gab es 8.819 Prüfungen in stationären Einrichtungen und 72.097 begutachtete Bewohnerinnen und Bewohner. Das zeigt: Die Prüfung ist fester Teil des Pflegealltags.

Wenn ich mich auf das Wesentliche beschränke, zählt vor allem das hier:

  • Regelprüfung: meist 1 Tag vorher angekündigt
  • Anlassprüfung: ohne Ankündigung
  • Stichprobe: meist 9 Bewohnerinnen und Bewohner
  • Prüfdauer: oft 1 bis 2 Tage
  • Prüfbericht: meist nach rund 3 Wochen
  • Rechtsrahmen: §§ 114 ff. SGB XI und QPR vollstationär

Worauf kommt es an?
Nicht auf schöne Unterlagen. Sondern auf eine klare Linie:

  • Risiko erkennen
  • Maßnahmen planen
  • Pflege umsetzen
  • Wirkung prüfen
  • alles sauber festhalten

Der MD schaut dabei auf zwei Ebenen:

  • Bewohnerebene: z. B. Mobilität, Ernährung, Schmerzen, Wunden, soziale Teilhabe
  • Einrichtungsebene: z. B. Dienstpläne, Qualifikationen, QM, Verfahrensanweisungen, Indikatorendaten

Mein Kurzfazit: Wenn Assessments alt sind, Pflegepläne nicht passen oder Evaluationen fehlen, wird es schnell eng. Wenn Dokumentation, Fachgespräch und Pflegepraxis zusammenpassen, gehe ich deutlich ruhiger in die Prüfung.

Diese Punkte fasse ich im Artikel knapp zusammen:

  • wie die MD-Prüfung abläuft
  • was der MD genau prüft
  • welche Unterlagen ich bereithalten muss
  • welche Fehler oft zu Problemen führen
  • was ich nach dem Termin sofort erledigen sollte

Damit habe ich die ganze Prüfung auf einen Blick - einfach, direkt und ohne Umwege.

Ablauf der MD-Prüfung in der stationären Pflege: Ankündigung, Vor-Ort-Prüfung und Nachbereitung

MD-Prüfung Ablauf: 6 Phasen der stationären Pflegeprüfung

MD-Prüfung Ablauf: 6 Phasen der stationären Pflegeprüfung

Regelprüfung vs. Anlassprüfung: die wichtigsten Unterschiede

Regelprüfungen werden einen Tag vorher angekündigt. Anlassprüfungen laufen ohne Vorankündigung. Für Einrichtungen heißt das ganz einfach: Die Vorbereitung darf kein Sprint am Vortag sein. Sie muss im Alltag funktionieren.

Bei Anlassprüfungen, zum Beispiel nach Beschwerden oder Hinweisen auf Risiken in der Versorgung, ist der Umfang der Prüfung meist enger. Dafür schauen die Prüfer im betroffenen Bereich deutlich tiefer hinein.[7]

Wie sich das vor Ort zeigt, wird beim eigentlichen Prüfablauf schnell klar.

Wie die Vor-Ort-Prüfung Schritt für Schritt abläuft

Je nach Größe der Einrichtung und Art der Prüfung dauert der Termin meist ein bis zwei Tage.[1][8] Los geht es mit einem Eingangsgespräch. Dort klären MD-Prüfer, Heimleitung, PDL und QMB den Ablauf, den Zeitplan und die zuständigen Ansprechpersonen. Auch die Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner wird in diesem Schritt informiert.[3]

Danach stellt die Einrichtung die ersten Unterlagen bereit. Dazu gehören eine aktuelle Bewohnerübersicht, Qualifikations- und Dienstpläne sowie die aktuellen Indikatorendaten. In der Stichprobe gleicht der MD Pflegedokumentation und Versorgungssituation direkt miteinander ab. Bei einem Teil der Fälle prüft er zusätzlich, ob die gemeldeten Indikatorendaten zu den Nachweisen passen, etwa bei Stürzen, Wunden, Gewichtsverlust oder beim Schmerzmanagement.[6][1][4]

Der Punkt ist dabei klar: Es geht nicht nur darum, was aufgeschrieben wurde. Es geht auch darum, ob die Dokumentation zu der Pflege passt, die im Alltag stattfindet.

Parallel sprechen die Prüfer mit Pflegekräften, beobachten Pflegehandlungen direkt und führen, wenn möglich, Gespräche mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen. Am Ende des Prüftags folgt das Abschlussgespräch. Dort nennt der MD erste Feststellungen und Hinweise. Die Einrichtung kann Rückfragen stellen und einzelne Sachverhalte einordnen oder erklären.[3][7]

Danach beginnt die Nachbereitung in der Einrichtung. Der formale Prüfbericht kommt in der Regel innerhalb von etwa drei Wochen nach der Prüfung.[5]

Tabelle: Prüfphasen, Aktivitäten und typische Stolperstellen

Prüfphase Wesentliche Aktivitäten Benötigte Unterlagen Typische Stolperstellen
Ankündigung und Vorbereitung Interne Information, verantwortliche Personen einplanen, Unterlagen zusammenstellen Bewohnerübersicht, Dienstpläne, Indikatorendaten Unklare Zuständigkeiten, fehlende Ansprechpersonen, hektische Last-Minute-Korrekturen
Eingangsgespräch Ablauf und Zeitplan klären, Ansprechpersonen benennen, Interessenvertretung informieren Organisationsübersicht, Qualitätsmanagementdokumente Heimleitung oder PDL nicht verfügbar, unklare Rollenverteilung
Stichprobenprüfung Pflegedokumentation prüfen, Versorgungssituation beobachten, Fachgespräche mit Pflegekräften führen Pflegedokumentation, Risikoscreenings, Pflegeplanungen, Evaluationen, Arztanordnungen Lückenhafte oder veraltete Pflegepläne, fehlende Evaluationen, inkonsistente Einträge
Indikatorenplausibilität Gemeldete Indikatoren mit der Dokumentation abgleichen Indikatorendaten, fallbezogene Nachweise, z. B. Wunddokumentation oder Sturzprotokolle Abweichungen zwischen gemeldeten Daten und tatsächlicher Dokumentation
Abschlussgespräch Erste Feststellungen und Hinweise erläutern, Rückfragen klären Ggf. ergänzende Nachweise Abwehrende Reaktionen statt klärendem Dialog, fehlende Dokumentation der Gesprächsergebnisse
Nachbereitung Prüfbericht analysieren, Maßnahmen ableiten und dokumentieren Formaler Prüfbericht (ca. 3 Wochen nach der Prüfung) Fehlende Nachverfolgung von Maßnahmen, keine klare Zuständigkeit für die Umsetzung

Im nächsten Abschnitt geht es darum, was der MD inhaltlich prüft.

Was der MD bewertet: Prüfkriterien auf Bewohner- und Einrichtungsebene

Nach dem Ablauf kommt der eigentliche Kern der Prüfung: Der MD trennt klar zwischen Bewohnerebene und Einrichtungsebene.

Qualitätsbereiche auf Bewohnerebene

Auf Bewohnerebene schaut der MD, ob Dokumentation, geplante Maßnahmen und die tatsächlich gelebte Pflege zusammenpassen.

Geprüft werden Mobilität, Selbstversorgung, krankheits- und therapiebedingte Maßnahmen sowie Alltagsleben und soziale Kontakte.[12][13] Bei der Mobilität will der MD ein aktuelles Assessment sehen. Daraus müssen passende Maßnahmen zur Sturzprävention und der Einsatz von Hilfsmitteln abgeleitet sein. Es reicht also nicht, ein Risiko nur zu benennen. Es muss auch sichtbar werden, was daraus im Alltag folgt.

Bei der Selbstversorgung geht es um die Frage, ob Fähigkeiten und Hilfebedarf bei Körperpflege, Essen, Trinken und Ausscheiden sauber eingeschätzt und in der Pflegeplanung abgebildet sind. Gibt es etwa Gewichtsverlust oder Schluckprobleme, erwartet der MD Nachweise wie Ernährungsscreenings oder Trinkmengenprotokolle. Genau hier zeigt sich oft, ob eine Einrichtung sauber arbeitet oder ob etwas nur auf dem Papier steht.

Bei krankheits- und therapiebedingten Maßnahmen prüft der MD, ob ärztliche Anordnungen aktuell sind, ob die Umsetzung fachlich abgesichert ist und ob zum Beispiel Wundverläufe lückenlos und auf dem neuesten Stand dokumentiert wurden. Gerade bei Wunden, Schmerzen oder Medikation fällt schnell auf, wenn Einträge fehlen oder nicht zueinander passen.

Beim Alltagsleben und bei sozialen Kontakten wird geprüft, ob Tagesstruktur, Aktivierung und Beteiligungsmöglichkeiten zur Biografie, zu den Wünschen und zu den Fähigkeiten der Person passen.[12][13] Anders gesagt: Passt das Angebot zum Menschen oder läuft einfach ein Standardprogramm für alle?

Parallel dazu prüft der MD, ob Organisation, Personal und Abläufe die Versorgung absichern.

Qualitätsaspekte auf Einrichtungsebene und Indikatorendaten

Auf Einrichtungsebene bewertet der MD, ob die organisatorischen Grundlagen eine sichere Versorgung möglich machen. Dazu gehören Risikomanagement, Dienstpläne, Qualifikationsnachweise, Pflegekonzepte, Verfahrensanweisungen sowie Übergaben und Fallbesprechungen. Typische Schwachstellen sind veraltete Verfahrensanweisungen, fehlende Fortbildungsnachweise und Lücken bei Risikoanalysen.

Ein weiterer Punkt sind die Indikatorendaten. Der MD prüft, ob diese Daten plausibel sind. Dazu zählen unter anderem Mobilität, Selbstständigkeit im Alltag, Dekubitus, Sturzfolgen, Gewichtsverlust und Schmerzeinschätzung.[11] Die Daten werden halbjährlich erhoben.[9][11]

Für sechs Personen aus der Stichprobe gleicht der MD ab, ob die gemeldeten Indikatoren mit der tatsächlichen Dokumentation übereinstimmen.[9][10] Wenn es hier Abweichungen gibt, geht es nicht nur um einen kleinen Formfehler. Dann stellt sich schnell die Frage, wie sauber intern geprüft wurde und wie verlässlich die Datenbasis ist.

Tabelle: Qualitätsbereiche, Prüffokus und benötigte Nachweise

Die folgende Übersicht zeigt, worauf der MD schaut, welche Nachweise meist gebraucht werden und wer in der Einrichtung typischerweise zuständig ist.

Qualitätsbereich Typischer MD-Prüffokus Benötigte Unterlagen/Nachweise Zuständige Rolle
Mobilität und Sturzprävention Aktualität des Assessments, individuelle Maßnahmen, Einsatz von Hilfsmitteln Mobilitäts- und Sturzrisikoassessment, individueller Pflegeplan, Sturzprotokolle, Nachweise zu Hilfsmitteln Pflegepersonal, Wohnbereichsleitung, PDL
Selbstversorgung, Ernährung, Flüssigkeit Einschätzung von Fähigkeiten und Unterstützungsbedarf, Ernährungsscreening, Trinkmenge ADL-Assessment, Ernährungsscreening, Gewichtsverlauf, Trinkmengenprotokolle, Dokumentation der Unterstützung Pflegepersonal, Wohnbereichsleitung, PDL
Krankheits- und therapiebedingte Maßnahmen Aktualität der Arztanordnungen, fachliche Umsetzung, Wunddokumentation Aktuelle Arztanordnungen, Medikamentenpläne, Schmerzassessments, Wunddokumentation mit Verlauf Pflegepersonal, PDL, QMB, ärztliche Kooperation
Alltagsleben und soziale Kontakte Individuelle Tagesstruktur, Aktivierung, Teilnahme und Angebote Biografiebögen, Aktivierungspläne, Anwesenheitslisten, Konzepte zur Alltagsgestaltung Sozialer Dienst, Wohnbereichsleitung, Heimleitung
Organisation, Personal, Prozesse Risikomanagement, Dienstpläne, Qualifikationen, Verfahrensanweisungen, Übergaben Dienstpläne, Fortbildungsnachweise, aktuelle Verfahrensanweisungen, Übergabe- und Fallbesprechungsprotokolle Heimleitung, PDL, QMB
Indikatorendaten und Plausibilität Übereinstimmung zwischen gemeldeten Indikatoren, Dokumentation und Vor-Ort-Befund Indikatorendaten, fallbezogene Nachweise, z. B. Dekubitusdokumentation oder Sturzprotokolle QMB, PDL, Heimleitung

Checkliste zur Vorbereitung auf die MD-Prüfung in der stationären Pflege

Die Vorbereitung auf die MD-Prüfung gehört in den Alltag, nicht auf die To-do-Liste vom Vorabend. Nach den Prüfkriterien geht es jetzt um die Praxis: Was muss vor dem MD-Termin vorliegen?

Diese Checkliste übersetzt die Prüffelder in konkrete Aufgaben für Heimleitung, PDL, QMB und Träger. Sie ist in drei Blöcke gegliedert: Dokumentation, Organisation und Nachbereitung. Damit deckt sie genau die Bewohner- und Einrichtungsebene ab, die der MD prüft.

Checkliste: Pflegedokumentation, Risikoerfassung, Maßnahmenplanung und Evaluation

Im Kern zählt eine schlüssige Linie von Risiko über Maßnahme bis zur Evaluation. Für jeden geprüften Bewohner muss klar zu sehen sein, welches Risiko festgestellt wurde, welche Maßnahme daraus entstanden ist und wann die Wirkung geprüft wurde.[2][11]

In der Akte sollten diese Punkte vollständig und auf dem aktuellen Stand sein:

  • Pflegedokumentation in den geprüften Bereichen vollständig und aktuell[9]
  • Risikoassessments aktuell, datiert und bei Veränderungen fortgeschrieben[2]
  • Maßnahmenplanung und Tagesstruktur schriftlich dokumentiert[10]
  • Evaluation der Maßnahmen mit Datum und Ergebnis[2]
  • Einträge nach Statusveränderungen, zum Beispiel nach einem Sturz: neues Assessment, angepasste Maßnahmen, spätere Bewertung der Wirksamkeit[2]

Der MD gleicht die Dokumentation mit weiteren Nachweisen ab. Es reicht also nicht, wenn etwas „irgendwo bekannt“ ist. Es muss in der Akte stehen und nachvollziehbar sein.

Checkliste: Organisatorische Bereitschaft, Rollen und das Fachgespräch

Der MD schaut nicht nur in die Bewohnerakte. Er prüft auch, ob die Einrichtung organisatorisch vorbereitet ist. Am Prüftag sollten diese Unterlagen und Voraussetzungen ohne langes Suchen bereitstehen:

  • Bewohnerübersicht mit Angaben zu kognitiven Fähigkeiten und Mobilität – sie wird für die Stichprobenbildung benötigt und muss am Prüftag vorgelegt werden[10]
  • Aktueller Indikatorenbericht mit nachvollziehbarer Datenbasis und benannter Ansprechperson[9][10]
  • Dienstpläne und Qualifikationsnachweise für den geprüften Zeitraum
  • QM-Nachweise: Audits, Maßnahmen und Zuständigkeiten[14]
  • Aktuelle Konzepte, z. B. zur Sterbebegleitung, und Ergebnisse vorangegangener externer Prüfungen[14]
  • Heimleitung, PDL und QMB sind klar benannt und können ihre Unterlagen sofort zuordnen.

Im Fachgespräch müssen Pflegekräfte Assessment → Planung → Umsetzung → Evaluation für typische Fälle sicher erklären können.[2] Das ist oft der Punkt, an dem sich zeigt, ob Prozesse nur dokumentiert wurden oder im Team auch gelebt werden.

Tabelle: Checklisten-Punkte nach Zuständigkeit und Zeitpunkt

Die Tabelle bündelt Zuständigkeit, Zeitpunkt und Nachweise für die schnelle Umsetzung im Alltag.

Checklisten-Punkt Zuständige Funktion Zeitpunkt Nachweis/Unterlagen
Pflegedokumentation vollständig und aktuell Wohnbereichsleitung, Pflegepersonal Laufend Bewohnerakte, Pflegeplanung
Risikoassessments aktuell (z. B. Sturz, Dekubitus, Ernährung, Schmerz) Pflegepersonal, PDL Laufend, bei Statusveränderung Assessmentbögen mit Datum
Maßnahmenplanung und Evaluation dokumentiert Wohnbereichsleitung, PDL Laufend Pflegeplan, Evaluationseinträge
Indikatorendaten plausibel und erklärbar QMB, PDL Laufend, halbjährlich Aktueller Indikatorenbericht, Datenbasis, benannte Ansprechperson
Bewohnerübersicht für Stichprobenbildung Heimleitung, QMB Ab Ankündigung Übersicht Kognition/Mobilität
Dienstpläne und Qualifikationsnachweise vorlegen Heimleitung, PDL Ab Ankündigung Dienstpläne, Qualifikationsnachweise
QM-Nachweise und interne Audits nachweisen QMB Ab Ankündigung Auditberichte, Maßnahmenlisten
Ansprechpersonen benannt und erreichbar Heimleitung Am Prüftag Kontaktliste intern
Fachgespräch vorbereitet: Pflegeprozesse zuordnen PDL, Wohnbereichsleitung Ab Ankündigung Fallbeispiele, Prozessbeschreibungen
Maßnahmen nach Defiziten dokumentiert und bewertet QMB, PDL, Heimleitung Nach Prüfung Maßnahmenplan mit Fristen und Verantwortlichen
Trägerebene: Standards und Ressourcen zentral steuern Träger Laufend Qualitätsstandards, Ressourcenplanung

Nach der Prüfung: Maßnahmen, kontinuierliche Bereitschaft und zentrale Steuerung mit dexter.qm

dexter.qm

Prüfungsergebnisse in konkrete Maßnahmen überführen

Nach der MD-Prüfung zählt vor allem eins: Feststellungen dürfen nicht liegen bleiben. Sie müssen direkt in Maßnahmen übersetzt werden.

Der Ablauf ist klar: Feststellung prüfen, Ursache benennen, Maßnahme mit Frist festlegen und danach kontrollieren, ob die Umsetzung auch stattgefunden hat. Jede Maßnahme braucht dabei eine feste Zuständigkeit und einen Termin, an dem nachgesehen wird, ob sie im Alltag auch angekommen ist.

Genau an dieser Stelle hakt es oft. Typische Defizite sind unklare Zuständigkeiten, fehlende Evaluationen und lückenhafte Nachweise. Wenn Mängel immer wieder auftauchen, zeigt das meist kein Einzelproblem, sondern Schwächen im Prozess. Das gilt umso mehr, wenn dieselben Schwachstellen in mehreren Einrichtungen auftreten.

Mit dexter.qm die Prüfungsbereitschaft einrichtungsübergreifend steuern

Für Träger mit mehreren Einrichtungen ist das auf Dauer kaum ohne zentrale Steuerung zu schaffen. Mit dexter.qm lassen sich Checklisten, Nachweise, Zuständigkeiten und Maßnahmen an einer Stelle steuern.

Das hilft im Alltag ganz konkret: Daten, Nachweise und Fristen bleiben aktuell, ohne dass alles von Hand nachgepflegt werden muss. Prüfkriterien, Fristen und offene Maßnahmen sind zentral abrufbar. Das spart Abstimmung und senkt das Risiko, dass etwas zwischen zwei Standorten untergeht.

Fazit: Was vor dem MD-Termin geregelt sein sollte

Nach Ablauf, Prüfkriterien und Checkliste bleibt ein Punkt entscheidend: die tägliche Pflegepraxis. Wer Dokumentation, Fachgespräch und Maßnahmenmanagement im Alltag sauber führt, geht besser vorbereitet in den MD-Termin.

Qualität entsteht im Alltag.

FAQs

Wie läuft eine Anlassprüfung konkret ab?

Eine Anlassprüfung startet, wenn es konkrete Beschwerden, Hinweise oder Vorfälle gibt. Anders als die Regelprüfung läuft sie unangemeldet ab. Genau das ist der Punkt: Die Prüfung soll zeigen, wie die Versorgung im Alltag tatsächlich aussieht - nicht nur, wie sie unter Vorbereitungsdruck wirkt.

Der Ablauf selbst folgt dem üblichen Prüfverfahren. Am Anfang steht ein Eröffnungsgespräch mit der Einrichtungsleitung. Danach wird eine Stichprobe von Bewohnern ausgewählt. Anschließend prüfen die Fachleute die Dokumentation, machen Beobachtungen vor Ort und führen Fachgespräche sowie Interviews. Zum Schluss gibt es ein Abschlussgespräch mit ersten Rückmeldungen.

Was passiert bei Abweichungen in den Indikatorendaten?

Abweichungen bei den Indikatorendaten gehen als Teil der drei Säulen in die Gesamtbewertung der Einrichtung ein. Dabei geht es unter anderem um Mobilität, Selbstständigkeit, Druckgeschwüre, Stürze und unbeabsichtigten Gewichtsverlust.

Wenn diese Daten nicht zur Pflegedokumentation oder zu den Beobachtungen des Medizinischen Dienstes vor Ort passen, gilt das als Qualitätsmangel. Je nach Schwere kann das auf der vierstufigen Skala sogar zu einer D-Bewertung führen.

Wie bereite ich mein Team auf das Fachgespräch vor?

Bereiten Sie Ihr Team mit regelmäßigen internen Audits und Probeprüfungen auf den Prüfungstag vor. Nutzen Sie dabei die offiziellen Bewertungskriterien als klare Leitplanke. Teambesprechungen und Mock-Interviews unter Leitung der Pflegedienstleitung geben Sicherheit bei typischen Fragen zu Bewohnerbedürfnissen, Risikomanagement und Medikamentengabe.

Wichtig ist, dass alle die zentralen Lebensbereiche der Qualitätsprüfung sicher kennen. Für den Prüfungstag selbst sollten die Zuständigkeiten klar verteilt sein, damit nichts liegen bleibt und jeder weiß, worauf es ankommt. Feedback aus Audits, Gesprächen und Probedurchläufen sollten Sie dann ganz gezielt nutzen, um Schwachstellen zu beheben und Abläufe Schritt für Schritt zu verbessern.

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