
Klarer Leitfaden zum Ablauf einer MD-Prüfung: Auswahl von Bewohnern, Dokumentenprüfung, Interviews, Vorbereitung, Prüfbericht und Folgemaßnahmen.
Die MD-Prüfung ist ein zentraler Prozess zur Bewertung der Pflegequalität in Einrichtungen. Sie dient dazu, sicherzustellen, dass Bewohner optimal versorgt werden und die gesetzlichen Standards eingehalten werden. Dabei werden Pflegequalität, Dokumentation und Organisation geprüft. Hier die wichtigsten Punkte:
Ein gut vorbereitetes Team und vollständige Unterlagen sind entscheidend für einen reibungslosen Ablauf und positive Ergebnisse.
Der Medizinische Dienst (MD) überprüft die Qualität in Pflegeeinrichtungen, um sicherzustellen, dass die Versorgung den geltenden Standards entspricht. Dabei unterstützen die Prüfer die Einrichtungen auch dabei, Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegequalität zu entwickeln [2].
Die Prüfungen werden von Teams durchgeführt, die aus zwei bis drei erfahrenen Pflegefachkräften mit zusätzlichen Qualifikationen bestehen [2]. Sie untersuchen die Pflegesituation von 9 Bewohnern anhand einer Stichprobe und bewerten, ob die Pflege deren individuellen Bedürfnissen gerecht wird [2]. Eine Prüfung dauert in der Regel ein bis zwei Tage [2].
Im Folgenden werden die rechtlichen Grundlagen, die Prüfintervalle und die Aufgaben des Medizinischen Dienstes näher beschrieben.
Die Qualitätssicherung in der Pflege ist in §114 des Sozialgesetzbuchs XI (SGB XI) geregelt. Während der Medizinische Dienst für gesetzlich Versicherte zuständig ist, übernimmt bei privat Versicherten der Prüfdienst „Careproof" diese Aufgabe [2].
"Die externen Prüfungen werden vom Medizinischen Dienst (MD) und dem Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung (Careproof) auf Basis bundesweit verbindlicher Richtlinien durchgeführt." – Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) [3]
Schwerwiegende Mängel, die nicht behoben werden, können finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen, wie Kürzungen der Vergütung oder im schlimmsten Fall die Aufhebung des Versorgungsvertrags [2].
Die Häufigkeit der Prüfungen variiert je nach Art der Einrichtung und den bisherigen Ergebnissen. Stationäre Pflegeheime mit guten Bewertungen werden alle zwei Jahre geprüft, während Einrichtungen mit Auffälligkeiten jährlich kontrolliert werden [3]. Ambulante Pflegedienste hingegen unterliegen grundsätzlich einer jährlichen Überprüfung [3].
Neben den regulären Prüfungen können auch Anlassprüfungen durchgeführt werden, beispielsweise wenn Beschwerden von Bewohnern oder Angehörigen gemeldet werden [3]. Der MD kündigt seine Besuche in der Regel einen Tag vorher an, damit sich die Einrichtung darauf einstellen kann [2].
Der Medizinische Dienst hat nicht nur eine Kontrollfunktion, sondern übernimmt auch beratende Aufgaben, um die Pflegequalität zu fördern.
Neben der Bewertung der Pflegequalität prüft der MD seit 2016 auch die Abrechnung ambulanter Pflegeleistungen [2]. Seit dem 1. November 2019 wird ein neues, wissenschaftlich fundiertes Qualitätssystem angewendet, das die früheren „Pflegenoten" ersetzt hat. Die Qualität wird dabei anhand von drei Säulen bewertet: intern erhobene Indikatordaten (wie z. B. die Häufigkeit von Stürzen), externe MD-Prüfungen und allgemeine Informationen zur Einrichtung [2].
Ein besonderer Fokus liegt auf der individuellen Betreuung der Bewohner. Die Prüfer geben Empfehlungen, wie die Qualität weiter verbessert werden kann. Dieser beratende Ansatz unterstützt die Einrichtungen dabei, ihre Standards langfristig zu optimieren [2].
Eine sorgfältige Vorbereitung erleichtert die Prüfung und stärkt das Vertrauen im Team. Mit den folgenden Schritten können Sie sicherstellen, dass die Unterlagen gut geordnet sind, das Personal informiert ist und die Bewohner rechtzeitig Bescheid wissen.
Der Medizinische Dienst (MD) kündigt seinen Besuch in der Regel einen Tag im Voraus an. Nutzen Sie diese Zeit, um alle relevanten Unterlagen zusammenzustellen und zentrale Ansprechpartner für die ein- bis zweitägige Prüfung bereitzustellen [2]. Es ist wichtig, dass die Hauptbezugspersonen der ausgewählten Bewohner während der Prüfung verfügbar sind.
Die Qualität und Vollständigkeit der Dokumentation spielen eine entscheidende Rolle. Für jeden der neun Bewohner sollte ein zentraler Ordner mit den folgenden Unterlagen angelegt werden [1]:
| Dokumentenkategorie | Erforderliche Unterlagen |
|---|---|
| Medizinische/Pflegerische Vorgeschichte | Aktuelle Arztberichte, Krankenhausberichte, frühere Pflegebegutachtungen |
| Medikation & Behandlung | Medikamentenplan, Liste regelmäßiger Behandlungen (z. B. Blutdruckmessung, An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen) |
| Tägliche Pflegedokumentation | Pflegedokumentation des Dienstes, Pflegetagebuch, Notizen zu spezifischen Unterstützungsbedarfen |
| Hilfsmittel & Ausstattung | Liste der genutzten Pflegehilfsmittel |
| Rechtliches & Verwaltung | Vollmachten (falls vorhanden), Bescheide zu Behinderungsgraden |
Ein Pflegetagebuch ist besonders wichtig, da es die täglichen Einschränkungen und Unterstützungsbedarfe dokumentiert [1].
"Es ist wichtig, dass der Gutachter Sie in Ihrer normalen, alltäglichen Umgebung und in einer natürlichen Situation kennenlernt... Sie sollten nicht anfangen, vorher aufzuräumen oder Dinge heller erscheinen zu lassen oder Probleme herunterzuspielen." – Medizinischer Dienst Bund [1]
Digitale Tools wie dexter health können hier hilfreich sein. Sie bieten Funktionen wie Sprachdokumentation und einen intelligenten SIS-Assistenten, die die Pflegeplanung strukturieren und die Dokumentationsqualität erhöhen.
Sobald die Unterlagen vollständig sind, sollten Sie sich auf die Einbindung des Personals und der Bewohner konzentrieren.
Ihr Pflegeteam sollte über die vier Hauptqualitätsbereiche informiert sein, die während der MD-Prüfung bewertet werden: Unterstützung bei Mobilität und Selbstständigkeit, Umgang mit krankheitsbedingten Belastungen, Unterstützung im Alltag und bei sozialen Kontakten sowie der Umgang mit besonderen Pflegesituationen [2]. Es ist ratsam, dass die Hauptbezugspersonen der Bewohner während der Prüfung anwesend sind, um deren Perspektive einzubringen [1].
Auch die Bewohner und deren Angehörige sollten rechtzeitig über die Prüfung informiert werden. Erklären Sie, dass die Bewohner im Rahmen der Inspektion interviewt werden, um ihre Zufriedenheit und die Pflegequalität zu bewerten [3]. Ziel ist es, ihr Wohlbefinden und ihre Rechte zu sichern.
Falls notwendig, organisieren Sie rechtzeitig einen Dolmetscher [1]. Bereiten Sie Ihr Team darauf vor, Feedback offen anzunehmen und die Rückmeldungen des MD als Chance zur Weiterentwicklung zu betrachten, nicht nur als Kontrolle [2] [3].
Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie eine solide Grundlage für einen reibungslosen Ablauf der Prüfung.
MD-Prüfung Ablauf: Von der Ankündigung bis zum Prüfbericht
Der Prüfungsprozess des Medizinischen Dienstes (MD) bietet eine detaillierte Analyse der Pflegequalität in Einrichtungen und wird von unabhängigen Organisationen wie dem MD oder Careproof durchgeführt. Hier sind die wichtigsten Schritte des Verfahrens erklärt.
Der Prüfungsprozess beginnt mit einem Gespräch zwischen den Gutachtern und der Einrichtungsleitung. Dabei wird betont, dass die Prüfung nicht nur der Kontrolle dient, sondern auch als beratendes Instrument zur Verbesserung der Pflegequalität verstanden werden sollte. Die Prüfer erläutern die Schwerpunkte, die in der Regel die Pflegequalität, medizinisch verordnete Leistungen und organisatorische Abläufe umfassen.
In diesem Gespräch wird außerdem eine Stichprobe von Bewohnern ausgewählt, deren Pflege und Dokumentation im Mittelpunkt der Prüfung stehen werden. Es ist wichtig, dass alle relevanten Unterlagen wie Pflegedokumentationen, Nachweise über medizinische Leistungen und Qualifikationsnachweise des Personals bereitgestellt werden.
Im Anschluss an das Eröffnungsgespräch folgen Mitarbeiterinterviews, Stichproben bei Bewohnern und eine gründliche Überprüfung der Pflegedokumentation. Dabei wird geprüft, ob die Pflegeleistungen tatsächlich die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner fördern.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Qualität der medizinisch verordneten Leistungen. Zum Beispiel wird kontrolliert, ob Medikamente exakt wie vorgeschrieben verabreicht werden. Ebenso wird das Risikomanagement bewertet – etwa, ob Risiken wie Dehydrierung erkannt und angemessen kommuniziert werden. Da die Dokumentation als zentraler Nachweis für erbrachte Leistungen dient, wird sie auf Vollständigkeit und Genauigkeit untersucht.
Ein weiterer wichtiger Schritt der Prüfung ist die Befragung von Bewohnern und Angehörigen. Dabei werden die Erfahrungen und Meinungen einer zufällig ausgewählten Gruppe von Bewohnern eingeholt. Die Prüfer möchten wissen, ob individuelle Wünsche berücksichtigt werden, ob der Pflegedienst gut erreichbar ist und ob schriftliche Vereinbarungen bestehen.
Zudem wird geprüft, ob Risiken systematisch erkannt und den Betroffenen klar kommuniziert werden. Respektvolle und verständliche Kommunikation zwischen Personal, Bewohnern und Angehörigen ist hierbei ein zentraler Punkt. Auch die Erreichbarkeit des Pflegedienstes – besonders in Notfällen – wird thematisiert und bewertet.
Abschließend vergleichen die Prüfer die Aussagen der Bewohner und Angehörigen mit den Einträgen in der Pflegedokumentation, um die Konsistenz der Berichte zu überprüfen. Eine Pflege, die auf die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen der Bewohner abgestimmt ist, kann sich positiv auf das Feedback während der Interviews auswirken. Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen tragen direkt zur Verbesserung der Pflegeprozesse bei.
Die MD-Prüfer konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche: Pflegequalität, medizinische Leistungen und die Organisation der Einrichtung [5]. Seit dem 1. November 2019 wird ein Qualitätsbewertungssystem mit einem Indikatorenansatz genutzt, um die tatsächlichen Ergebnisse der Pflege realistischer und transparenter abzubilden [4]. Diese Schwerpunkte basieren auf den zuvor erläuterten Grundlagen der MD-Prüfung.
Die Prüfer untersuchen systematisch, ob die Pflege individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt ist und das Recht auf Selbstbestimmung gewahrt bleibt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, ob gesundheitliche Risiken wie Dehydrierung oder Sturzgefahr rechtzeitig erkannt und dokumentiert werden [5]. Im Bereich der medizinischen Leistungen liegt der Fokus auf der korrekten Verabreichung von Medikamenten. Hierbei wird überprüft, ob alle ärztlichen Verordnungen genau eingehalten werden.
Auch die Erreichbarkeit des Pflegedienstes, die Einhaltung von Terminen sowie die Transparenz bei Kosten und Verträgen stehen auf dem Prüfplan [5]. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Kommunikation: Die Prüfer achten darauf, dass der Austausch zwischen Personal, Bewohnern und Angehörigen respektvoll und klar gestaltet ist.
Eine sorgfältige Pflegedokumentation ist ein wesentlicher Nachweis für fachgerechte Pflege [5]. Selbst wenn die praktische Pflege gut durchgeführt wird, kann eine lückenhafte oder ungenaue Dokumentation zu schlechteren Bewertungen führen.
„Die erbrachten Pflegeleistungen sind vollständig und genau dokumentiert." - gesund.bund.de [5]
Alle aktuellen Verordnungs- und Behandlungsunterlagen müssen jederzeit verfügbar sein, da sie die Grundlage für die Bewertung der medizinischen Versorgungsqualität bilden [1].
Ein weiterer Prüfpunkt ist die Qualifikation des Pflegepersonals [5]. In Gesprächen mit den Mitarbeitern wird ermittelt, wie sie mit spezifischen Pflegesituationen umgehen und ob sie die aktuellen Fachstandards kennen und anwenden. Die Einrichtungen müssen zudem Nachweise über Zertifikate und Fortbildungen vorlegen. Moderne Lösungen zur digitalen Pflegedokumentation mit Spracherkennung können hierbei helfen, den Dokumentationsaufwand für das Personal erheblich zu reduzieren.
Seit der Einführung des Indikatorenansatzes im Jahr 2019 wird verstärkt die Ergebnisqualität bewertet. Dabei wird geprüft, ob die Maßnahmen des geschulten Personals tatsächlich zu einer verbesserten Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner führen [4]. Regelmäßige interne Schulungen und die Einbindung aller Mitarbeiter in die Qualitätsmanagementprozesse sind hierfür entscheidend. Gut geschultes Personal trägt maßgeblich dazu bei, dass die MD-Prüfung reibungslos abläuft und die Einrichtung positive Ergebnisse erzielt.
Nach Abschluss der MD-Prüfung erhalten Pflegeeinrichtungen einen umfassenden Bericht. Dieser wird gemäß der Qualitätsdarstellungsvereinbarung (QDVS) und der Qualitätsprüfungs-Richtlinie (QPR) erstellt und veröffentlicht [4]. Innerhalb von 25 Tagen nach Eingang Ihres Antrags muss die Pflegekasse Sie schriftlich über die Entscheidung informieren [1]. Sollten Sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden sein, bleibt Ihnen ein Monat, um Widerspruch einzulegen [1]. Der Bericht dient als wertvolle Grundlage, um gezielte Maßnahmen zu planen und umzusetzen.
Nehmen Sie sich Zeit, den Bericht sorgfältig zu prüfen – sowohl auf Vollständigkeit als auch auf mögliche verdeckte Unterstützungsbedarfe [1]. Werden Mängel festgestellt, ist es entscheidend, einen klaren Maßnahmenplan zu entwickeln. Ein häufiges Problem ist die Dokumentation: Bis zu 30 % der Arbeitszeit des Pflegepersonals fließen in administrative Tätigkeiten [6]. Um diese Belastung zu reduzieren, können standardisierte Schulungsmaterialien zum Indikatorenansatz hilfreich sein, um Ihr Team gezielt auf die Qualitätsanforderungen vorzubereiten [4]. Digitale Lösungen bieten hier eine Möglichkeit, Dokumentationslücken zu schließen und Fehler zu minimieren. Solche Maßnahmen tragen langfristig dazu bei, die Qualität nachhaltig zu verbessern.
MD-Prüfungen sind nicht nur Kontrollen, sondern auch eine Chance, die Servicequalität zu steigern [5]. Die Ergebnisse werden in Online-Transparenzberichten veröffentlicht, wodurch Sie Ihre Leistungen mit anderen Einrichtungen vergleichen können [5]. Bei den Folgemaßnahmen sollten Sie sich auf drei zentrale Bereiche konzentrieren: Pflegequalität, medizinische Leistungen und Organisation [5]. Die Prüfer geben oft spezifische Empfehlungen, wie etwa präventive und rehabilitative Maßnahmen, die dazu beitragen können, die Selbstständigkeit der Bewohner zu fördern [1]. Ergänzen Sie diese Ansätze durch regelmäßige interne Qualitätsprüfungen, um sicherzustellen, dass die Standards nicht nur während der Prüfung, sondern ganzjährig eingehalten werden [5]. Die Rückmeldungen der Prüfung sind ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Qualitätsmanagements, das bereits bei der Vorbereitung beginnt und sich durch den gesamten Prozess zieht.
Die MD-Prüfungen sind ein wesentlicher Baustein, um sicherzustellen, dass Pflegeeinrichtungen die Qualitätsstandards gemäß § 114 SGB XI einhalten. Ihre Ergebnisse, die in öffentlichen Transparenzberichten veröffentlicht werden, haben einen direkten Einfluss auf den Ruf Ihrer Einrichtung und spielen eine entscheidende Rolle bei der Auswahl durch potenzielle Bewohner [5]. Eine sorgfältige Vorbereitung auf diese Prüfungen ist unerlässlich. Sie sorgt dafür, dass Ihr Team auf Interviews vorbereitet ist und die tatsächliche Pflege den dokumentierten Standards entspricht.
Die Dokumentation ist hierbei von zentraler Bedeutung. Sie belegt, dass individuelle Bedürfnisse und Risiken – wie etwa Dehydration oder die korrekte Verabreichung von Medikamenten – fachgerecht berücksichtigt werden. Wie gesund.bund.de treffend zusammenfasst:
„Hochwertige Pflegeleistungen zeichnen sich durch professionelle Pflege aus, die auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen zugeschnitten ist, von Respekt geprägt ist und das Recht auf Selbstbestimmung beachtet."
Betrachten Sie die Ergebnisse der MD-Prüfung als wertvollen Anstoß zur Weiterentwicklung. Regelmäßige interne Qualitätskontrollen, standardisierte Schulungen und eine lückenlose Dokumentation tragen dazu bei, das hohe Pflegeniveau Ihrer Einrichtung ganzjährig zu sichern.
Moderne Qualitätsbewertungen gehen zudem einen Schritt weiter, indem sie den direkten Einfluss der Pflege auf die Bewohner messen. Dies fördert nicht nur fundierte Diskussionen, sondern bietet auch die Chance, Prozesse gezielt zu optimieren [4]. Mit den hier beschriebenen Maßnahmen legen Sie den Grundstein für den nachhaltigen Erfolg Ihrer Einrichtung.
Damit Ihr Pflegeteam bestens auf eine MD-Prüfung eingestellt ist, sollten zunächst alle Pflege- und Dokumentationsprozesse den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Es ist wichtig, dass das Team die Kriterien der Bewertung kennt – vor allem in den Bereichen Pflegequalität und Dokumentation. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen sind hier ein effektives Mittel, um Wissen zu festigen und Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen.
Auch eine strukturierte interne Qualitätskontrolle kann dabei helfen, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten. Besonders die Dokumentation verdient besondere Aufmerksamkeit: Sie sollte stets vollständig, übersichtlich und auf dem neuesten Stand sein, da sie bei der Prüfung im Mittelpunkt steht.
Zusätzlich trägt eine offene und transparente Kommunikation – sowohl innerhalb des Teams als auch mit den Prüfern – dazu bei, eine angenehme Prüfungsatmosphäre zu schaffen.
Mit einer gründlichen Vorbereitung, klaren Abläufen und einem gut geschulten Team legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche MD-Prüfung.
Ein negatives Ergebnis bei einer Prüfung durch den Medizinischen Dienst (MD) kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen – je nach Schwere der festgestellten Mängel. Oftmals werden Pflegeeinrichtungen dazu verpflichtet, die beanstandeten Punkte innerhalb einer bestimmten Frist zu beheben. Ziel ist es, die Qualitätsstandards wiederherzustellen und die Versorgung der Bewohner sicherzustellen.
In besonders schweren Fällen kann es jedoch noch weiter gehen: Zusätzliche Auflagen, finanzielle Strafen oder sogar eine vorübergehende Schließung der Einrichtung sind mögliche Maßnahmen. Da die Ergebnisse der MD-Prüfung öffentlich zugänglich sind, können sie zudem den Ruf der Einrichtung nachhaltig beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall droht der Verlust der Betriebserlaubnis, was das Ende des Pflegebetriebs bedeuten würde.
Um solche schwerwiegenden Folgen zu vermeiden, ist eine gründliche Vorbereitung auf die Prüfung unerlässlich. Ebenso wichtig ist es, frühzeitig Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Qualität zu ergreifen. Ein proaktiver Ansatz kann hier den entscheidenden Unterschied machen.
Um die Empfehlungen aus dem MD-Prüfbericht erfolgreich umzusetzen, sollten Pflegeeinrichtungen zunächst die identifizierten Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten genau unter die Lupe nehmen. Auf dieser Grundlage lassen sich gezielte Maßnahmen entwickeln, die unter anderem Bereiche wie Dokumentationsprozesse, Pflegequalität oder Hygienevorschriften betreffen. Ein klar definierter Plan mit eindeutigen Zuständigkeiten und einem realistischen Zeitrahmen hilft dabei, den Fortschritt messbar zu machen und die Umsetzung effizient zu gestalten.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die umfassende Schulung des Pflegepersonals. Nur wenn alle Mitarbeitenden die neuen Standards verstehen und konsequent anwenden, können die Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten. Regelmäßige interne Überprüfungen tragen zusätzlich zur Qualitätssicherung bei und schaffen Raum für notwendige Anpassungen.
Eine offene Kommunikation mit Pflegekassen und anderen relevanten Institutionen kann zudem wertvolle Unterstützung bringen. Mit einer gut strukturierten Vorgehensweise und stetiger Qualitätskontrolle lassen sich langfristig positive Ergebnisse in der Pflegequalität erzielen.