
KI reduziert Dokumentationsaufwand mit Spracherkennung, automatisierter Dienstplanung und Echtzeit‑Zeiterfassung – mehr Zeit für Bewohner und bessere Pflege.
Pflegeheime in Deutschland stehen vor massiven Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigender Dokumentationsaufwand und komplexere Pflegesituationen. Künstliche Intelligenz (KI) bietet konkrete Lösungen, um Zeit zu sparen und Pflegekräfte zu entlasten.
Kernpunkte:
KI-Lösungen wie dexter health optimieren Prozesse und verbessern die Pflegequalität. Eine klare Analyse der Bedürfnisse, technische Integration und gezielte Schulungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung.
Ergebnis: Weniger Verwaltungsaufwand, mehr Zeit für Bewohner und effizientere Ressourcennutzung.
KI-Zeitersparnis in der Pflegedokumentation: Statistiken und Vorteile
Die Pflegedokumentation ist ein enormer Zeitfresser, der Pflegekräfte daran hindert, sich voll und ganz ihren Bewohnern zu widmen. Ob Anamnese, Vitalwerte, Medikamentengabe, Wundversorgung oder Notfallpakete – die Vielzahl an Dokumentationspflichten bindet Ressourcen, die dringend für die Betreuung gebraucht werden. Häufig greifen Pflegekräfte auf Notizzettel zurück, um Informationen erst am Schichtende ins elektronische System zu übertragen. Das erhöht nicht nur die Fehleranfälligkeit, sondern beeinträchtigt auch die Qualität der Dokumentation. Diese Herausforderung wirkt sich zudem direkt auf die ohnehin komplizierte Personaleinsatzplanung aus.
Die Erstellung von Dienstplänen ist eine komplexe Aufgabe, die durch den chronischen Personalmangel erschwert wird. Ziel ist es, eine gerechte Verteilung der Arbeitslast zu gewährleisten – und das bei immer knapper werdenden Ressourcen. Aktuell sind etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen, und bis 2049 könnte der Mangel an Pflegefachkräften zwischen 280.000 und 690.000 betragen [5]. Dieser dauerhafte Mangel setzt Pflegekräfte unter enormen Druck und führt oft zu einem frühzeitigen Berufsausstieg. Das verstärkt den Teufelskreis und macht die Planung noch schwieriger.
„Wir haben jetzt mehr Zeit für die Bewohner und können längere Gespräche führen." – Susanne Rydzynski, Pflegekraft im Haus Maria Regina [5]
Manuelle Dienstpläne verschärfen die Situation zusätzlich, da sie wertvolle Zeit kosten, die für die Versorgung der Bewohner fehlt. Hinzu kommen Sprachbarrieren bei internationalen Fachkräften, die die ohnehin angespannte Lage weiter verkomplizieren [5].
Trotz des Fachkräftemangels und der zunehmenden Komplexität in der Pflege müssen Pflegekräfte hochwertige, fundierte Entscheidungen treffen [1]. Die systematische Dokumentation spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie ist nicht nur Voraussetzung für Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD), sondern schützt auch vor finanziellen Verlusten durch abgelehnte Kostenübernahmen.
Die neue Pflegepersonalbemessung setzt auf digitale Lösungen, um Ressourcen effizienter zu nutzen [4]. Bis Ende 2025 sollen bereits über 90 % der Maßnahmen aus der Digitalisierungsstrategie für Gesundheit und Pflege umgesetzt sein [3]. Gleichzeitig liefert die Dokumentation wertvolle Erfahrungswerte, die in künftige Planungen einfließen [1]. Sie erfüllt somit eine doppelte Funktion: Sie ist zeitintensiv, aber unverzichtbar.
Der Einsatz moderner KI-Technologien kann dabei helfen, die beschriebenen Herausforderungen im Zeitmanagement zu meistern und wertvolle Ressourcen freizusetzen.
Die Dokumentation in der Pflege ist oft zeitaufwändig, doch KI-basierte Lösungen machen diesen Prozess deutlich effizienter. Mithilfe von Spracherkennung können Beobachtungen direkt in strukturierte Einträge umgewandelt werden – das spart pro Pflegekraft durchschnittlich 30 Minuten täglich [6].
Ein Beispiel hierfür ist dexter health, eine Software, die Sprachdokumentation mit einem intelligenten SIS-Assistenten verbindet. Sie erfasst nicht nur Anamnesen und Risikoeinschätzungen, sondern unterstützt auch die Pflegeplanung. Zudem erkennt sie Dialekte, minimiert Fehler und überträgt Vitalwerte wie Blutzucker oder Blutdruck automatisch.
„Aktuell frisst die Dokumentation in der Pflege unnötig Zeit und hält uns vom Kern unserer Arbeit ab: Der Pflege des Patienten." – Kuno Betschard, dipl. Pflegefachmann [6]
Durch den Einsatz von KI-gestützter Spracherfassung kann der Dokumentationsaufwand um bis zu 75 % reduziert werden [7]. Das bedeutet weniger Zeit für administrative Aufgaben und mehr Raum für die direkte Betreuung der Bewohner.
Schichtplanung ist oft eine komplexe und fehleranfällige Aufgabe. KI-Systeme schaffen hier Abhilfe, indem sie Verfügbarkeiten, Präferenzen der Mitarbeitenden und arbeitsrechtliche Vorgaben in Einklang bringen. Ein gelungenes Beispiel ist das GamOR-Projekt, das zeigt, wie automatisierte Dienstpläne Pflegeeinrichtungen helfen können, den Fachkräftemangel besser zu bewältigen [1]. Dabei werden nicht nur Qualifikationen, sondern auch individuelle Bedürfnisse und gesetzliche Ruhezeiten berücksichtigt.
Dank der Digitalisierung entfällt die manuelle Erstellung von Dienstplänen, die häufig anfällig für Fehler ist [8]. Leitungskräfte können die gewonnene Zeit für andere Managementaufgaben nutzen. Außerdem analysiert die KI historische Daten, erkennt mögliche Engpässe frühzeitig und ermöglicht eine rechtzeitige Gegensteuerung. So wird der Weg für eine Echtzeit-Zeiterfassung geebnet.
Moderne KI-Systeme zur Zeiterfassung dokumentieren Arbeitszeiten und Pflegeaktivitäten automatisch und präzise. Ein Beispiel ist das ETAP-Projekt der Universität Bremen, das seit Februar 2022 vom Bundesgesundheitsministerium gefördert wird. Hier wird maschinelles Lernen eingesetzt, um Bewohnerbewegungen automatisch zu überwachen und Sturzrisiken kontinuierlich zu erfassen [2].
Diese Technologie reduziert den administrativen Aufwand erheblich, da Pflegekräfte keine manuellen Protokolle mehr führen müssen. Gleichzeitig liefert sie zuverlässige Daten für die Pflegeplanung, die nahtlos in die digitale Dokumentation integriert werden können. Das Ergebnis: Eine durchgängige und präzise Erfassung, die sowohl die Arbeitszeit- als auch die Pflegedokumentation vereinfacht.
Der Einsatz von KI-Technologien bringt Pflegeheimen viele Vorteile – von der Entlastung der Mitarbeitenden bis hin zur Steigerung der Pflegequalität. Hier ein genauerer Blick darauf, wie diese Technologien den Alltag in Pflegeeinrichtungen verändern.
Mit KI-gestützter Sprachdokumentation können Pflegekräfte Patientendaten direkt am Bett per Sprache erfassen. Diese Informationen werden automatisch in strukturierte Einträge umgewandelt, die nahtlos in die elektronische Pflegedokumentation einfließen. Das spart Zeit und reduziert den Aufwand für nachträgliche Datenbearbeitung. Laut Bundesgesundheitsministerium können digitale Lösungen den Fachkräftemangel abfedern und das Pflegepersonal im Arbeitsalltag entlasten[10]. Besonders bei der Aufnahme neuer Bewohner leisten KI-Assistenten wertvolle Unterstützung, indem sie in wenigen Minuten einen Basis-Pflegeplan erstellen. Auch Routineaufgaben wie die Medikamentengabe, Schichtwechsel oder Wunddokumentation werden durch KI effizienter gestaltet. Neben der Zeitersparnis sorgt die Technologie auch für eine höhere Genauigkeit in der Dokumentation.
Projekte wie ViKI pro setzen auf regelbasierte Logik und digitalisiertes Pflegewissen, um Pflegekräfte bei der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zu unterstützen. Das Fraunhofer ITWM hebt hervor, dass digitale Prozessunterstützung die Pflegequalität in stationären Einrichtungen verbessert und Ressourcen effizienter einsetzt[1]. Mithilfe von KI können Bewohnerdaten analysiert und individuelle Bedürfnisse schneller erkannt werden – basierend auf evidenzbasierten Empfehlungen. Systeme wie ETAP ermöglichen zudem eine automatische Bewegungsüberwachung, die Aktivitäten und Sturzrisiken dokumentiert. Diese objektiven Daten sind oft präziser als manuelle Beobachtungen und erleichtern eine gezielte Planung des Personaleinsatzes.
Routineüberwachungen, die durch KI automatisiert werden, geben Pflegekräften mehr Zeit für die direkte Betreuung der Bewohner. Entscheidungsunterstützungssysteme helfen dabei, auch unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen. Das ViKI pro-Projekt, das seit August 2022 läuft und unter anderem von Johanniter-Seniorenhäusern und der Caritas getragen wird, entwickelt über drei Jahre hinweg digitale Werkzeuge für die Pflegeplanung[1]. Zusätzlich reduziert die digitale Dokumentation Kosten und vereinfacht die Kommunikation zwischen allen Beteiligten[10]. Dadurch lassen sich Überstunden vermeiden, und die Pflegekräfte können sich stärker auf die Bewohner konzentrieren. Diese Fortschritte entlasten nicht nur das Personal, sondern fördern auch eine bessere Pflegequalität in den Einrichtungen.
Die Integration von KI-Lösungen in Pflegeeinrichtungen kann den Alltag erheblich erleichtern, sofern sie gut geplant und durchdacht umgesetzt wird. Eine sorgfältige Vorbereitung ist dabei der Schlüssel, um technische Probleme zu vermeiden und die Akzeptanz der Mitarbeitenden zu sichern.
Der erste Schritt für eine erfolgreiche Einführung von KI ist eine genaue Analyse der aktuellen Herausforderungen. Welche Tätigkeiten nehmen besonders viel Zeit in Anspruch? Typische Beispiele sind die Dokumentation, die Dienstplanung oder die Überwachung von Vitalwerten. Ziel ist es, spezifische Bereiche zu identifizieren, in denen KI spürbare Verbesserungen bringen kann, wie etwa Zeitersparnis, genauere Dokumentation oder eine Reduktion von Stress.
Dabei sollten auch Budgetfragen, Wartungskapazitäten und die Einhaltung der DSGVO berücksichtigt werden. Besonders wichtig: Binden Sie das Pflegepersonal frühzeitig in den Auswahl- und Testprozess ein. Dieser sogenannte Co-Creation-Ansatz sorgt nicht nur für eine höhere Akzeptanz, sondern stellt auch sicher, dass die Lösung den praktischen Anforderungen gerecht wird[2]. Starten Sie mit einem Pilotprojekt, etwa in einer Abteilung oder für eine spezifische Aufgabe. So können Sie die Effizienz der Lösung testen, bevor sie in größerem Umfang eingeführt wird[12].
Nach der Bedarfsanalyse folgt die technische Integration, die entscheidend für den Erfolg ist. Die KI sollte sich problemlos in bestehende Pflegedokumentationssysteme einfügen, um parallele Prozesse zu vermeiden. Prüfen Sie, ob der Anbieter eine reibungslose Integration in Ihre vorhandene Software ermöglicht, und stimmen Sie die Anforderungen mit allen beteiligten Fachbereichen ab.
Laut aktuellen Daten befinden sich über 90 % der Maßnahmen aus der Digitalisierungsstrategie für Gesundheit und Pflege bereits in der Umsetzungsphase. Das zeigt, dass die technische Infrastruktur für digitale Lösungen zunehmend standardisiert wird[3]. Systeme wie dexter health sind speziell darauf ausgelegt, bestehende Dokumentationsprozesse zu ergänzen, ohne die gewohnten Arbeitsabläufe zu stören.
Eine fundierte Schulung des Teams ist unerlässlich, um den Umgang mit der neuen Technologie zu erleichtern. Themen wie Datenmanagement, Sicherheit und Problemlösung sollten dabei im Fokus stehen. Interne Experten können als Wissensvermittler fungieren, während Datenschutz- oder IT-Beauftragte als Multiplikatoren ihr Know-how im Team weitergeben[9].
Schulungen sollten auch psychologische Aspekte berücksichtigen, etwa mögliche Ängste vor der neuen Technologie. Das Konzept der Explainable AI (XAI) spielt hier eine zentrale Rolle: Es hilft Pflegekräften, die Entscheidungsgrundlagen der KI besser zu verstehen und Vertrauen in die Technologie aufzubauen[1]. Eine strukturierte, mehrstufige Einarbeitung, die über die Vermittlung von Basiskenntnissen hinausgeht, ist entscheidend, um den langfristigen Erfolg der Implementierung sicherzustellen.

Die praktischen Vorteile von KI-gestütztem Zeitmanagement werden besonders deutlich, wenn man konkrete Beispiele betrachtet. Ein eindrucksvolles Beispiel liefert dexter health, das Pflegeheime in Deutschland mit Lösungen unterstützt – von der Dokumentation bis zur Pflegeplanung. Diese Anwendungen zeigen, wie KI nicht nur in der Theorie, sondern auch im Alltag spürbare Verbesserungen bringt.
Mit der Sprachdokumentation von dexter health können Pflegekräfte Berichte direkt nach dem Kontakt mit Bewohnern per Sprache erfassen. Das System wandelt die gesprochenen Worte in strukturierte Dokumentationen um und erkennt dabei automatisch Schlüsselbegriffe wie „Sturzrisiko“ oder „Demenz“ [13][7].
Das spart enorm Zeit: Während herkömmliche Dokumentationen bis zu 60 Minuten in Anspruch nehmen, reduziert die KI-basierte Lösung den Aufwand auf etwa 20 Minuten. Das bedeutet eine tägliche Zeitersparnis von bis zu 45 Minuten [13]. Zudem entfällt das Risiko von Informationsverlusten, da keine nachträgliche manuelle Übertragung erforderlich ist [13][7]. Diese gewonnene Zeit kann direkt für die Bewohnerbetreuung genutzt werden.
Auch bei der Pflegeplanung zeigt sich die Stärke der KI. Der intelligente SIS-Assistent von dexter health erleichtert die strukturierte Informationssammlung, indem er Felder automatisch ausfüllt und potenzielle Risiken erkennt [16]. Auf Basis dieser Daten erstellt das System individuelle Maßnahmenpläne und Beratungsvorschläge – ein Prozess, der sonst viel Zeit erfordert.
Durch den Einsatz dieses Assistenten können bei jeder Pflegeplanung etwa 30 Minuten eingespart werden [13]. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Dokumentation erheblich: Die Fehlerquote sinkt von typischen 8–12 % auf nur noch 2–3 % [13]. Diese höhere Genauigkeit und Konsistenz erleichtert nicht nur den Arbeitsalltag, sondern sorgt auch für eine bessere Vorbereitung auf Prüfungen durch den Medizinischen Dienst. Die Funktionen des Assistenten lassen sich problemlos in bestehende Systeme integrieren, was sowohl die Qualität als auch die Effizienz steigert.
Ein weiterer Pluspunkt von dexter health ist die einfache Integration in bestehende Pflegedokumentationssysteme. Die Lösung passt sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe ein, ohne zusätzliche Prozesse oder Störungen zu verursachen. Die Spracherfassung wird in Echtzeit mit der zentralen Dokumentationssoftware synchronisiert [14][15], sodass Patientenakten stets aktuell und für das gesamte Team verfügbar sind.
Durch diese Kompatibilität und begleitende Schulungsprogramme können Pflegeteams die KI-Lösung schnell und effizient in ihren Alltag einbinden. Der reduzierte Verwaltungsaufwand wirkt sich direkt positiv auf die Arbeitszufriedenheit und die Pflegequalität aus – ein Gewinn für alle Beteiligten.
Die Nutzung von KI in der Pflege steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch schon bald könnten prädiktive Analysen und automatisierte Prozesse das Zeitmanagement in Pflegeheimen grundlegend verändern. Einige aktuelle Projekte zeigen, wie dieser Wandel bereits Gestalt annimmt.
Ein Beispiel ist das ViKI pro-Projekt, das am 1. August 2022 ins Leben gerufen wurde. Mit regelbasierten Algorithmen und Explainable AI (XAI) soll es helfen, individuelle Pflegebedarfe zu erkennen und geeignete Maßnahmen vorzuschlagen [1]. Entwickelt wird das Projekt vom Fraunhofer ITWM in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung, den Johanniter-Seniorenhäusern und der Caritas. Ziel ist eine Web-Anwendung, die die Pflegeplanung digital unterstützt. Dr. Jonas Flechsig, Mitglied des Projektteams, beschreibt den Nutzen der Software:
„Die Software ersetzt den manuellen, fehleranfälligen Prozess des Findens und Abwägens einzelner Maßnahmen" [17].
Ein weiteres Projekt, das seit Februar 2022 läuft, ist das ETAP-Projekt der Westfälischen Hochschule und der Universität Bremen. Hier kommen Convolutional Neural Networks (CNNs) und Long Short-Term Memory (LSTM)-Netzwerke zum Einsatz, um Stürze frühzeitig zu erkennen und Bewegungen zu dokumentieren [2]. Diese Technologien ermöglichen es, Pflegekräfte gezielt bei Bewohnern mit erhöhtem Risiko einzusetzen, bevor es zu Notfällen kommt. Prof. Dr. Tanja Schultz von der Universität Bremen erklärt:
„Der Fokus liegt auf automatischer Sturzerkennung, Sturzrisikobewertungen und Bewegungsdokumentation... integriert in einen Co-Creation-Prozess in der Langzeitpflege" [2].
Neben der Automatisierung von Prozessen gewinnen auch ferngesteuerte Überwachung und telemedizinische Lösungen an Bedeutung. Remote Patient Monitoring (RPM) und telemedizinische Ansätze ermöglichen eine standortunabhängige Überwachung, verkürzen Fahrtzeiten und verbessern die Abläufe [10]. Das Bundesgesundheitsministerium hebt hervor:
„Digitalisierung bietet Lösungen für diese und andere große gesellschaftliche Herausforderungen. Durch effizientere, personenzentrierte Prozesse und den gezielten Einsatz nutzenorientierter Technologien kann die Digitalisierung helfen, die Auswirkungen des Fachkräftemangels im Gesundheits- und Pflegebereich abzumildern" [10].
Die Zukunft der Pflege scheint in semi-automatisierten Prozessen zu liegen. KI könnte Routineaufgaben wie Überwachung und Dokumentation übernehmen, während Pflegekräfte sich stärker auf Entscheidungen und die direkte Betreuung konzentrieren [2]. Ab Mitte 2024 soll mit der Initiative Zukunft der Pflege 2.0 die großflächige Einführung solcher Innovationen in verschiedenen Pflegebereichen starten [18]. Diese Ansätze entlasten nicht nur die Einrichtungen, sondern eröffnen auch neue Möglichkeiten für moderne Pflegekonzepte. Damit diese Technologien erfolgreich eingesetzt werden können, müssen Pflegeeinrichtungen ihre Mitarbeiter gezielt in digitalen Kompetenzen schulen und den interprofessionellen Dialog fördern [11].
Zeitmanagement in Pflegeheimen steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Dokumentationsanforderungen und eine wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen belasten den Alltag in der Pflege. Künstliche Intelligenz (KI) bietet hier praktische Lösungen: Sie automatisiert Verwaltungsaufgaben, verkürzt die Zeit für Dokumentation und sorgt für eine bessere Pflegequalität.
Digitale Technologien sind längst ein unverzichtbarer Bestandteil der Pflege geworden. Wie das Fraunhofer ITWM treffend formuliert:
„Die digitale Unterstützung des Pflegeprozesses bietet eine große Chance, diesen Herausforderungen zu begegnen" [1].
Von Spracherkennung für die Dokumentation über smarte SIS-Assistenten bis hin zu automatisierten Überwachungssystemen – moderne Technologien entlasten Pflegekräfte und verbessern gleichzeitig die Versorgung.
Der Schlüssel liegt in der richtigen Nutzung: KI ersetzt keine Pflegekräfte, sondern ergänzt und unterstützt sie. Sie übernimmt zeitintensive Routinearbeiten und bietet fundierte Entscheidungshilfen. Dadurch bleibt dem Pflegepersonal mehr Zeit für die direkte Betreuung und den Umgang mit komplexen Pflegesituationen. Diese Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine schafft eine Grundlage für eine effizientere Pflege.
Investitionen in KI sind eine Investition in die Zukunft der Pflege. Sie helfen, Personalressourcen besser zu nutzen, die Qualität der Versorgung zu steigern und Risiken frühzeitig zu erkennen. Einrichtungen, die jetzt auf Digitalisierung setzen, sichern sich nicht nur einen Vorsprung im Wettbewerb um Fachkräfte, sondern auch eine höhere Versorgungsqualität.
Künstliche Intelligenz (KI) kann Pflegekräften dabei helfen, den oft zeitraubenden Dokumentationsaufwand deutlich zu verringern. Statt mühsam manuelle Einträge vorzunehmen, können Pflegekräfte ihre Beobachtungen oder Maßnahmen einfach per Spracheingabe diktieren. Die KI transkribiert diese Informationen in Echtzeit, erkennt medizinische Fachbegriffe und ordnet die Daten automatisch den richtigen Formularfeldern zu. Das spart nicht nur Zeit, sondern minimiert auch die Wahrscheinlichkeit von Fehlern.
Zusätzlich bieten KI-gestützte Systeme intelligente Unterstützung, indem sie zum Beispiel unvollständige Einträge identifizieren, fehlende Pflichtfelder ergänzen oder hilfreiche Formulierungsvorschläge machen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Lösungen wie die von dexter health. Diese Systeme lassen sich problemlos in bestehende Pflegedokumentationssoftware integrieren und gewährleisten eine auditfähige Dokumentation, die den Vorgaben des Sozialen Informationssystems (SIS) entspricht. Das Ergebnis: Pflegekräfte können sich mehr auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren, und die Arbeitsbelastung wird spürbar reduziert.
Die Schichtplanung mit Unterstützung von KI macht den Arbeitsalltag in Pflegeeinrichtungen deutlich einfacher. Durch den Einsatz intelligenter Algorithmen werden Dienstpläne in Echtzeit erstellt und optimiert – basierend auf Verfügbarkeiten, Qualifikationen und gesetzlichen Vorgaben. Das spart nicht nur Zeit, sondern minimiert auch Planungsfehler und sorgt dafür, dass Schichten präziser besetzt werden. Über- oder Unterbesetzungen gehören damit der Vergangenheit an, was die Effizienz in Pflegeeinrichtungen spürbar erhöht.
Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, individuelle Präferenzen und Belastungsgrenzen der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Das führt zu einer besseren Work-Life-Balance, steigert die Zufriedenheit im Team und senkt die Fluktuationsrate. Gleichzeitig entlastet die Automatisierung von Routineaufgaben wie der Schichtzuweisung das Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten. Dadurch bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die Betreuung und Pflege der Bewohner.
Mit KI wird nicht nur der Arbeitsalltag erleichtert, sondern auch die Qualität der Pflege langfristig gesichert – ein echter Fortschritt für alle Beteiligten.
Die Einführung von KI-Technologie in Pflegeheimen erfordert eine klare und gut durchdachte Strategie. Der erste Schritt besteht darin, die spezifischen Herausforderungen zu erkennen, denen Pflegeeinrichtungen gegenüberstehen. Dazu zählen unter anderem der hohe Dokumentationsaufwand und die komplexe Pflegeplanung. Sobald diese Herausforderungen identifiziert sind, gilt es, geeignete KI-Lösungen auszuwählen, die gezielt dabei helfen, diese Prozesse effizienter zu gestalten. Dabei ist es besonders wichtig, dass die neuen Technologien nahtlos in bestehende Systeme wie Pflegedokumentations- und Strukturierte Informationssammlung (SIS)-Systeme integriert werden können.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Schulung des Pflegepersonals. Nur wenn die Mitarbeitenden die Technologie verstehen und sicher anwenden können, wird sie auch akzeptiert und sinnvoll genutzt. Pilotprojekte bieten hier eine hervorragende Möglichkeit, die Wirksamkeit der eingesetzten KI-Lösungen zu prüfen. Gleichzeitig ermöglichen sie es, durch das Feedback des Personals notwendige Anpassungen vorzunehmen. Nach einer erfolgreichen Testphase kann die Technologie dann schrittweise in weiteren Einrichtungen eingeführt werden.
KI hat das Potenzial, Pflegeheime spürbar zu entlasten. Sie kann Zeit sparen, die Qualität der Dokumentation verbessern und die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals reduzieren. Ein Beispiel hierfür sind Lösungen von dexter health, die speziell auf die Bedürfnisse deutscher Pflegeheime zugeschnitten sind. Mit Tools wie Sprachdokumentation und einem intelligenten SIS-Assistenten erleichtern sie den Alltag in der Pflege erheblich.