
Spracherkennung beschleunigt die SIS-Pflegeplanung: Diktieren statt Tippen, spart 20–30 Minuten pro Schicht, verbessert Genauigkeit und ermöglicht mobile, revisionssichere Dokumentation.
Die Pflegeplanung mit der Strukturierten Informationssammlung (SIS) wird durch Spracherkennung erheblich effizienter. Pflegekräfte können ihre Dokumentation diktieren, anstatt sie manuell einzugeben. Das spart pro Schicht 20–30 Minuten, verbessert die Genauigkeit und ermöglicht eine präzisere Erfassung direkt am Bewohnerbett.
Wichtigste Vorteile:
Anwendungsschritte:
Technische Voraussetzungen:
Schulungen: Pflegekräfte sollten in der Nutzung der Software, klarer Aussprache und der SIS-Philosophie geschult werden.
Die Integration von Spracherkennung in die SIS-Dokumentation reduziert den administrativen Aufwand und schafft mehr Zeit für die direkte Bewohnerbetreuung.
Die Strukturierte Informationssammlung (SIS) bietet eine systematische Methode, um alle relevanten Informationen über Bewohner zu erfassen. Dazu gehören persönliche Daten, biografische Details, gesundheitliche Aspekte und individuelle Bedürfnisse. Ein wesentlicher Bestandteil der SIS ist die Einschätzung von Risiken, wie beispielsweise Sturzgefahr, Dekubitus oder Mangelernährung. Basierend auf diesen Einschätzungen können gezielte Maßnahmen geplant werden. Diese strukturierte Herangehensweise erleichtert nicht nur die Einhaltung der Vorgaben des Medizinischen Dienstes, sondern sorgt auch für eine transparente und lückenlose Dokumentation.
Während die SIS die Pflegeplanung strukturiert, sorgt Spracherkennung für eine effizientere Dokumentation. Pflegekräfte können ihre Beobachtungen einfach diktieren, anstatt sie manuell einzugeben. Die Software wandelt das Gesprochene in Text um und ordnet die Informationen direkt den entsprechenden SIS-Feldern zu – sei es bei der Beschreibung der Wohnsituation, der Mobilität oder der Dokumentation von Risiken.
Diese Technologie ermöglicht eine präzise und vollständige Erfassung der Daten [5]. Der Zeitaufwand für die Dateneingabe wird dadurch erheblich reduziert [4], und die Pflegeakten profitieren von detaillierten und genauen Aufzeichnungen [5]. Praxisbeispiele, wie die Lösungen von dexter health, zeigen, dass die Integration der Spracherkennung in die SIS-Pflegeplanung nicht nur den Arbeitsalltag der Pflegekräfte erleichtert, sondern auch mehr Zeit für die direkte Betreuung der Bewohner schafft.
Damit Sie die Möglichkeiten der Spracherkennung voll ausschöpfen können, sind sowohl die richtige technische Ausstattung als auch gezielte Schulungen entscheidend.
Mit mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones können Sie direkt am Bewohnerbett dokumentieren. Das spart nicht nur Zeit und reduziert Laufwege, sondern minimiert auch Übertragungsfehler. Achten Sie darauf, dass Ihre Pflegesoftware über eine integrierte Spracherkennung verfügt. Wichtig sind außerdem eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) sowie vorgefertigte Vorlagen für typische Pflegesituationen wie Mobilisation, Dekubitusprophylaxe oder Sturzprävention. Diese Funktionen sorgen dafür, dass Daten revisionssicher über elektronische Patientenakten (ePA), elektronische Verordnungen (eVerordnung) und den TI-Messenger (TIM) übertragen und gespeichert werden können [2].
Neben der Technik ist die Schulung der Pflegekräfte ein zentraler Baustein. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitenden die personenzentrierte SIS-Philosophie, die den Fokus auf individuelle Unterstützungsbedarfe legt [6]. Dabei lernen Pflegekräfte, gezielte Fragen zu stellen und effektive Gespräche mit Bewohnern zu führen. Ebenso wichtig ist der sichere Umgang mit Mikrofonen sowie die klare Aussprache medizinischer Fachbegriffe [7]. Anbieter wie dexter health unterstützen mit speziellen Onboarding-Programmen, die Teams schnell einarbeiten und erste Erfolge ermöglichen. Eine kontinuierliche Schulung ist essenziell, um die Qualität der Dokumentation zu sichern und den Umgang mit der neuen Technologie zu erleichtern [6].
SIS-Dokumentation mit Spracherkennung: 4-Schritte-Prozess
Die Anwendung der Spracherkennung für die SIS-Dokumentation erfolgt in vier klaren Schritten: Vorbereitung, Dokumentation, Risikomatrix und Datenspeicherung.
Starten Sie, indem Sie die passende SIS-Vorlage in Ihrer Pflegesoftware auswählen. Die Vorlage hängt davon ab, ob Sie in der ambulanten, stationären, Tages- oder Kurzzeitpflege arbeiten [8][1]. Verwenden Sie einen strukturierten Gesprächsleitfaden mit offenen Fragen, der alle sechs SIS-Themenbereiche abdeckt: kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Mobilität und Bewegung, krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen, Selbstversorgung, Leben in sozialen Beziehungen sowie Wohnen/Haushalt [2][1].
Formulieren Sie offene Fragen, die ausführliche Antworten fördern, anstatt einfache „Ja"- oder „Nein"-Antworten zu provozieren. Dabei sollte die Sprache klar und leicht verständlich sein [2]. Falls der Bewohner kognitiv eingeschränkt ist, sollte ein Angehöriger oder Betreuer mit am Gespräch teilnehmen [2].
Nach der Vorbereitung können Sie die Kerndaten direkt einsprechen.
Die SIS-Dokumentation ist in mehrere Felder unterteilt, die Sie Schritt für Schritt per Sprache ausfüllen.
Im Feld C2 bewerten Sie Pflegerisiken basierend auf den Informationen aus den Feldern B und C1. Mithilfe von Sprachbefehlen können Sie einfache Ja/Nein-Antworten geben, um zu entscheiden, ob zusätzliche Assessments erforderlich sind [2]. Die Risikomatrix dient dazu, potenzielle Pflegegefahren systematisch zu identifizieren und weiteren Bedarf zu erkennen.
Ihre digitale Dokumentationssoftware bietet Textbausteine und Formulierungshilfen, die Ihnen dabei helfen, klare und einheitliche Formulierungen zu erstellen [9]. Achten Sie darauf, neutral und wertfrei zu formulieren, um die Qualität der diktierten Inhalte zu verbessern [9].
Nach dem Ausfüllen der Risikomatrix speichern Sie die Daten in der Pflegesoftware.
Sobald die Dokumentation abgeschlossen ist, speichern Sie die diktierten Informationen in der digitalen Pflegesoftware. Die mobile Dokumentation direkt am Bewohnerbett, beispielsweise über ein Tablet oder Smartphone, ermöglicht eine Echtzeiterfassung und -synchronisierung. Das reduziert Fehler und verbessert die Abläufe [2]. Alle Daten werden revisionssicher gespeichert, um Verluste oder Fehler zu vermeiden [2]. Überprüfen Sie vor der endgültigen Speicherung die Genauigkeit der transkribierten Inhalte, um sicherzustellen, dass die Dokumentation vollständig und korrekt ist.
Nachdem Sie die SIS-Dokumentation mithilfe von Spracherkennung erstellt haben, können Sie mit diesen praktischen Hinweisen die Ergebnisse noch weiter verbessern.
Die Qualität Ihrer SIS-Dokumentation hängt stark davon ab, wie Sie die Spracherkennung einsetzen. Mit ein paar einfachen Anpassungen erzielen Sie genauere Transkriptionen und sparen dabei wertvolle Zeit.
Sprechen Sie klar und deutlich, und vermeiden Sie Füllwörter, die die Erkennung erschweren könnten. Ein hochwertiges Mikrofon oder Headset kann die Genauigkeit zusätzlich verbessern [10]. Reduzieren Sie Hintergrundgeräusche, indem Sie in einer ruhigen Umgebung arbeiten oder Geräte mit Geräuschunterdrückung verwenden. Überprüfen Sie die Transkriptionen stets auf Fehler, bevor Sie diese abspeichern.
Je häufiger Sie das System nutzen, desto besser passt es sich Ihrem individuellen Sprachstil an und steigert so die Erkennungsgenauigkeit [10].
Für den Gesundheitssektor empfiehlt sich der Einsatz von spezialisierter Spracherkennungssoftware, die auf medizinische Begriffe ausgelegt ist. Diese Systeme erkennen Fachtermini präzise und bieten oft die Möglichkeit, Wörterbücher und Textbausteine individuell anzupassen. So lassen sich auch regionale Dialekte besser berücksichtigen [10][11].
Wenn Sie einen starken Akzent haben, sollten Sie eine Software wählen, die Dialekte explizit unterstützt. Dies erleichtert die Dokumentation und sorgt für konsistente Ergebnisse.
Beschreiben Sie visuelle Beobachtungen konkret und detailliert. Statt allgemeiner Aussagen wie „Bewohner sieht gut aus“ könnten Sie beispielsweise formulieren: „Die Haut ist rosig und gut durchblutet, keine Rötungen oder Druckstellen sichtbar.“ Solche spezifischen Beschreibungen erhöhen die Aussagekraft der Dokumentation [10][11].
Für wiederkehrende Beschreibungen wie Hautzustand, Mobilität oder Gesichtsausdruck sind anpassbare Textmodule besonders hilfreich. Diese ermöglichen es, wichtige Details vollständig und nachvollziehbar zu dokumentieren, ohne dass etwas übersehen wird [10].
Die Nutzung von Spracherkennung bietet handfeste Vorteile für die SIS-Pflegeplanung: Statt mühsam zu tippen, können Sie Ihre Berichte diktieren und damit pro Schicht bis zu 30 Minuten einsparen. Gleichzeitig werden alle Daten in Echtzeit präzise erfasst[3]. Selbst komplexe medizinische Fachbegriffe erkennt die Software zuverlässig und ordnet die eingegebenen Informationen automatisch den passenden Feldern zu[3]. Dadurch verringert sich der administrative Aufwand erheblich – und Sie können mobil, flexibel und sogar offline arbeiten, wobei die Synchronisation später erfolgt[3].
Die Lösung von dexter health hebt sich hier besonders hervor. Mit KI-gestützter Sprachdokumentation und einem intelligenten SIS-Assistenten integriert sich die Technologie reibungslos in bestehende Dokumentationssysteme. Dabei erfüllt sie die strengen Datenschutzanforderungen der DSGVO und wird durch ein umfassendes Schulungsangebot ergänzt. Diese Funktionen helfen Ihnen, Ihre Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.
Die in diesem Artikel beschriebenen Schritte – von der Vorbereitung über die Dokumentation bis hin zur Datenspeicherung – zeigen, wie Spracherkennung Ihren Pflegealltag erleichtern kann. Detaillierte Informationen finden Sie unter dexter-health.com.
Die Integration von Spracherkennung in die SIS-Pflegeplanung bringt spürbare Vorteile mit sich, insbesondere durch Zeitersparnis. Pflegekräfte können täglich etwa 20–30 Minuten gewinnen, da das mühsame manuelle Tippen entfällt. Stattdessen erfolgt die Dokumentation bequem und direkt per Spracheingabe. Das macht die Erfassung von Informationen nicht nur schneller, sondern auch präziser und effizienter.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Technologie kann Dialekte und fachspezifische Abkürzungen problemlos erkennen. Das sorgt dafür, dass alle Eingaben korrekt und einheitlich ins SIS-System übertragen werden. So wird die Qualität der Dokumentation gesteigert und Fehler werden minimiert.
Doch der größte Gewinn zeigt sich im Pflegealltag selbst. Durch die beschleunigte und intuitive Dokumentation bleibt den Pflegekräften mehr Zeit für die direkte Betreuung der Bewohner. Das erleichtert die tägliche Arbeit und unterstützt eine passgenaue und effiziente Pflegeplanung, die sowohl den Bedürfnissen der Bewohner als auch den Anforderungen des Pflegepersonals gerecht wird.
Um Spracherkennung in der SIS-basierten Pflegeplanung nutzen zu können, benötigen Sie ein geeignetes Endgerät. Das kann ein PC, Tablet oder Smartphone sein – wichtig ist, dass das Gerät über ein funktionierendes Mikrofon verfügt. Ebenso essenziell ist eine stabile Internet- oder Netzwerkverbindung, damit die Audiodaten direkt und ohne Verzögerung verarbeitet werden können.
Die eingesetzte Software sollte sich problemlos in Ihr bestehendes SIS-Pflegedokumentationssystem integrieren lassen. Außerdem spielen Datenschutz und Datensicherheit eine zentrale Rolle. Hierzu gehören insbesondere die Verschlüsselung der Daten und die Einhaltung der DSGVO-Richtlinien. Mit diesen Voraussetzungen steht einer effizienten Nutzung der Spracherkennung nichts im Weg.
Pflegekräfte können den Umgang mit Spracherkennung durch gezielte Schulungen und praktische Übungen leichter erlernen und sicherer anwenden. Eine Einführung, die mit einer klaren und anschaulichen Demonstration der Spracherkennungslösung beginnt, hilft dabei, erste Unsicherheiten abzubauen und die grundlegenden Funktionen zu verstehen. Besonders hilfreich sind praxisnahe Übungen, bei denen typische Pflegesituationen wie die Dokumentation oder die Erfassung von Vitalwerten simuliert werden. So können die Teilnehmenden die Sprachsteuerung aktiv ausprobieren und direkt Rückmeldungen erhalten.
Regelmäßige Feedbackrunden sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, um die Anwendung weiter zu verbessern. Dabei können häufige Fehler analysiert und spezifische Begriffe oder Abkürzungen an die Bedürfnisse der Pflegekräfte angepasst werden. Die Integration der Spracherkennung in den Arbeitsalltag spielt eine zentrale Rolle, um Routine und Sicherheit im Umgang damit zu entwickeln. dexter health unterstützt Pflegekräfte dabei mit KI-gestützten Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Systeme einfügen. Zusätzlich stellt das Unternehmen Schulungsmaterialien bereit, die den Einstieg erleichtern und den Lernprozess begleiten.