
Erfahren Sie alles über Themenfeld 3 der SIS, krankheitsbezogene Anforderungen und Maßnahmen in der Behandlungspflege.
Im Alltag von Pflegekräften in stationären Pflegeeinrichtungen gehört die Dokumentation der pflegerischen Tätigkeiten zu den wichtigsten, aber auch zeitaufwändigsten Aufgaben. Besonders das Themenfeld 3, das sich mit "krankheitsbezogenen Anforderungen und Belastungen" beschäftigt, spielt in der SIS-Dokumentation (Strukturierte Informationssammlung) eine zentrale Rolle. Dieser Artikel beleuchtet, welche Anforderungen und Maßnahmen in dieses Themenfeld gehören, warum es von Bedeutung ist und wie Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen von einer strukturierten Umsetzung profitieren können.
Das Themenfeld 3 ist der Behandlungspflege gewidmet – sprich allen Tätigkeiten, die vom Arzt angeordnet werden müssen. Dabei geht es nicht nur um die konkrete Durchführung medizinischer Maßnahmen, sondern auch um die Bewertung der Ressourcen und Fähigkeiten des Bewohners. Ziel ist es, gezielte Maßnahmen zu dokumentieren, die mit den individuellen Bedürfnissen des Bewohners übereinstimmen.
Beispiele für Maßnahmen im Themenfeld 3:
Einer der zentralen Aspekte der SIS-Dokumentation ist die Frage: Warum kann der Bewohner bestimmte Aufgaben nicht mehr selbstständig durchführen?. Diese Ursachenermittlung ermöglicht es, gezielt Maßnahmen zu planen, die nicht nur die Bedürfnisse des Bewohners berücksichtigen, sondern auch die Pflegequalität steigern.
Ein Beispiel: Ein Bewohner mit Demenz vergisst regelmäßig die Einnahme seiner Medikamente. In der SIS wird dokumentiert, dass eine Pflegekraft dreimal täglich die Medikamente verabreichen muss. Diese Information bildet die Grundlage für den Maßnahmenplan, der die praktische Durchführung beschreibt.
Die SIS bringt eine klare Struktur in die Pflegedokumentation: Ressourcen, Probleme und Maßnahmen werden logisch miteinander verknüpft. Das hilft nicht nur bei der konkreten Pflege, sondern auch bei der Überprüfung durch den Medizinischen Dienst (MD).
Die Pflegeplanung im Themenfeld 3 basiert auf einer dreistufigen Herangehensweise:
Ein weiterer Pluspunkt der SIS-Dokumentation ist ihre alltagsnahe Sprache: Pflegekräfte können die notwendigen Informationen schnell erfassen und im Arbeitsalltag umsetzen, ohne sich durch komplexe Textstrukturen kämpfen zu müssen.
Für viele Pflegekräfte stellt die Dokumentation eine zusätzliche Belastung im ohnehin stressigen Arbeitsalltag dar. Zeitdruck, Personalmangel und steigende Anforderungen an die Dokumentationsqualität erschweren die Situation. Doch durch klare Strukturen und digital unterstützte Lösungen können Pflegekräfte effizienter arbeiten.
Wichtige Tipps zur Optimierung der Dokumentation:
Im Video wird hervorgehoben, dass Pflegefachkräfte eine zentrale Rolle bei der Bearbeitung der SIS-Dokumentation spielen. Während in manchen Einrichtungen die Pflegedienstleitung (PDL) große Teile der Dokumentation übernimmt, wird die Verantwortung für das Themenfeld 3 oft direkt auf die Fachkräfte verteilt. Diese Praxis fördert nicht nur die Einbindung der Pflegekräfte in die Planung, sondern erhöht auch die Qualität der Dokumentation durch praxisnahe Einblicke.
Das Themenfeld 3 der SIS-Dokumentation ist weit mehr als nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste von Pflegekräften. Es schafft einen umfassenden Überblick über die krankheitsbezogenen Bedürfnisse der Bewohner und legt die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Pflege. Richtig umgesetzt, hilft es nicht nur den Bewohnern, sondern entlastet auch die Pflegekräfte, indem es klare Strukturen in die Dokumentation bringt.
Mit diesen Ansätzen können Pflegeeinrichtungen die Herausforderungen in der Dokumentation meistern und gleichzeitig die Pflegequalität nachhaltig verbessern.
Source: "SIS: Themenfeld 3 mit Beispielen | Pflege Modelle | Pflege Kanal" - Pflege Kanal, YouTube, May 5, 2024 - https://www.youtube.com/watch?v=1Anqt-5D5Gk