
Wie KI Sprachdokumentation, SIS‑Assistenz und intelligente Dienstplanung Pflegepersonal entlastet, Zusammenarbeit verbessert und Datenschutz sichert.
Pflegeheime in Deutschland stehen vor massiven Problemen: 115.000 Pflegekräfte fehlen, und bis 2034 könnte der Bedarf auf 500.000 steigen. Gleichzeitig verbringen Pflegekräfte 30 % ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben, was die direkte Betreuung der Bewohner erschwert. Schichtplanung, Dokumentation und Übergaben sind oft ineffizient und fehleranfällig.
Künstliche Intelligenz (KI) bietet konkrete Lösungen:
Diese Technologien schaffen mehr Zeit für die Pflege, optimieren Arbeitsprozesse und helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Wichtig ist, dass Datenschutz und ethische Standards eingehalten werden, um Vertrauen in die Systeme zu gewährleisten.
Fazit: KI unterstützt Pflegekräfte, ohne sie zu ersetzen, und verbessert die Zusammenarbeit im Team.
KI-Zeitersparnis und Personalbedarf in der Pflege: Zahlen und Fakten
Pflegekräfte können mithilfe von KI-gestützter Sprachdokumentation ihre Notizen direkt am Patientenbett aufzeichnen – ganz ohne manuelle Eingaben. Das reduziert das Risiko, dass wichtige Details im hektischen Schichtalltag verloren gehen. Die Technologie wandelt gesprochene Worte in strukturierte, prüfungssichere Einträge um, die sofort im System verfügbar sind.
Moderne Systeme wie die von dexter health bieten zudem eine Offline-Funktion auf dem Smartphone – ein großer Vorteil in Einrichtungen mit instabiler Internetverbindung. Die KI versteht den pflegerischen Kontext und liefert auf Anfrage schnell Informationen, etwa zu zuletzt dokumentierten Vitalwerten [8]. Diese Echtzeit-Daten schaffen eine solide Grundlage für eine effektivere Teamkoordination.
Wenn Vitalwerte, Medikamentenänderungen oder Wundbeurteilungen direkt nach der Versorgung dokumentiert werden, erhält das gesamte Team Zugriff auf die aktuellsten Informationen. Veraltete Daten und schwer lesbare Handnotizen gehören damit der Vergangenheit an. Das PYSA-Projekt der Charité Berlin (März 2022 – Februar 2025) zeigt, dass offline-fähige Sprachassistenten die Dokumentationsqualität deutlich erhöhen können. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit für die direkte Betreuung der Bewohner, da fehleranfällige manuelle Eingaben am PC entfallen [8].
Die strukturierte Dokumentation per KI minimiert nicht nur Verzögerungen, sondern reduziert auch Fehlerquellen erheblich. Kritische Informationen werden sicher erfasst und in automatisierten Übergabeberichten hervorgehoben – etwa Vitalwerte oder Notfallkontakte. So wird das Rätselraten bei Schichtwechseln vermieden. Zusätzlich verbessert iteratives Feedback die Erkennung von Begriffen kontinuierlich [8].
Die Integration von KI in die Pflegeplanung bringt eine deutliche Erleichterung für Pflegekräfte, insbesondere durch die Optimierung der Strukturierten Informationssammlung (SIS). Diese Methode ist ein zentraler Baustein in der Pflegeplanung deutscher Pflegeeinrichtungen, doch die manuelle Dokumentation ist oft zeitintensiv und fehleranfällig.
Mit KI-gestützten Assistenten wird dieser Prozess effizienter: Regelbasierte Algorithmen erfassen die individuellen Bedürfnisse der Bewohner und schlagen darauf basierend standardisierte Maßnahmen vor. Ein Beispiel ist die Webanwendung ViKI pro, die vom Fraunhofer ITWM in Zusammenarbeit mit Johanniter-Seniorenhäusern und der Caritas zwischen August 2022 und Juli 2025 entwickelt wurde. Diese Anwendung bietet eine Basis-Pflegeplanung, die Pflegekräfte anschließend gezielt anpassen können [9].
Ein weiteres Beispiel ist der intelligente SIS-Assistent von dexter health. Dieser geht über die reine Pflegeplanung hinaus und übernimmt auch Anamnese sowie Risikoeinschätzungen, etwa durch automatische Sturzrisikoanalysen mithilfe von Convolutional Neural Networks (CNNs). Solche Technologien, wie sie im ETAP-Projekt der Westfälischen Hochschule seit Februar 2022 eingesetzt werden, integrieren Bewegungsdaten und klinische Informationen direkt in den Pflegeprozess. So können Risiken frühzeitig erkannt und präventive Maßnahmen eingeleitet werden [2].
KI-gestützte Tools erleichtern die systematische und prüfungssichere Dokumentation von Bewohnerbedürfnissen und Risiken. Statt lange Formulare manuell auszufüllen, können Pflegekräfte ihre Beobachtungen per Spracheingabe festhalten. Die KI wandelt diese Eingaben in strukturierte SIS-Dokumente um und schlägt auf Basis digitalisierter Fachkenntnisse passende Maßnahmen vor [9].
Das spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch das Risiko, wichtige Informationen zu übersehen. Studien zeigen, dass Pflegekräfte täglich durchschnittlich 85 Minuten auf ärztliche Freigaben und doppelte Dateneingaben warten. Durch Automatisierung kann bis zu 10 % der Arbeitszeit eingespart werden [10].
Ein weiterer Vorteil von KI-gestützten Pflegeplänen ist die Förderung der Zusammenarbeit im Team. Ein standardisierter Pflegeplan dient als zentrale Informationsquelle für Pflegekräfte, Ärzte, Therapeuten und Sozialarbeiter. Alle Beteiligten arbeiten mit denselben, in Echtzeit aktualisierten Daten, wodurch Kommunikationsbarrieren abgebaut werden [11].
Ein Beispiel hierfür ist das KIPRODE-Projekt des Fraunhofer EMFT. Hier kommen smarte Sensorpflaster zum Einsatz, die Druckbelastungen frühzeitig erkennen. Die gewonnenen Daten lösen automatisch Maßnahmen im Pflegeplan aus, die für das gesamte Team sichtbar sind [12]. Solche standardisierten Vorschläge, kombiniert mit der Fachkompetenz der Pflegekräfte, tragen dazu bei, auch in komplexen Situationen fundierte Entscheidungen zu treffen [9].
Nach der erfolgreichen Integration von KI in die Pflegeplanung findet die Technologie nun auch Anwendung in der Dienstplangestaltung. Besonders in Pflegeheimen, wo die Planung oft komplex ist, erweist sich KI als hilfreiches Werkzeug. Diese Systeme analysieren Faktoren wie Verfügbarkeit, Qualifikationen und gesetzliche Vorgaben, um Schichtpläne zu erstellen, die eine gerechtere Verteilung ermöglichen.
Ein zentraler Bezugspunkt ist §113c SGB XI, der Pflegekräfte in drei Qualifikationsgruppen einteilt: ungelernte, angelernte und examinierte Fachkräfte. KI-Algorithmen gleichen die Anforderungen der Pflegeinterventionen mit den Qualifikationen der Mitarbeitenden ab. So wird sichergestellt, dass niemand über- oder unterfordert wird [13].
Eine standardisierte Analyse (Algorithmus 1.0) zeigt, dass deutsche Pflegeheime im Durchschnitt 36 % mehr Personal benötigen, um eine bedarfsgerechte Versorgung zu gewährleisten. Besonders hoch ist der Bedarf bei ungelernten und angelernten Kräften, wo ein Anstieg von 69,0 % notwendig wäre. Bei examinierten Pflegekräften liegt der zusätzliche Bedarf hingegen nur bei 3,5 % [13]. KI-Tools helfen, diese Defizite zu verdeutlichen und die Schichtpläne realistischer zu gestalten.
Moderne Systeme bieten zudem die Möglichkeit, verschiedene Szenarien zu simulieren, etwa saisonale Spitzen oder kurzfristige Ausfälle. Stephanie Meyer, Senior Vice President und Chief Nursing Officer am Children's Mercy Kansas City, hebt hervor:
"It's important that we're prepared for surges, and the Digital Twin has been remarkable in helping us do that." [4]
Im nächsten Schritt zeigt sich, wie diese Systeme dazu beitragen, die Arbeitsbelastung besser auszubalancieren.
Eine der größten Stärken von KI-gestützten Schichtplänen ist die Fähigkeit, die Arbeitsbelastung gleichmäßiger zu verteilen. Dabei werden objektive Kriterien berücksichtigt, wie der Beschäftigungsumfang, der Qualifikationsmix und die gerechte Verteilung unbeliebter Schichten, etwa an Wochenenden oder in der Nacht [14][15].
Ein klarer Vorteil: KI hilft, den Stress durch Personalmangel zu minimieren, indem gesetzliche Ruhezeiten konsequent eingehalten werden. Stress ist einer der Hauptgründe, warum Pflegekräfte ihren Beruf aufgeben [1][13].
Trotz der Automatisierung bleibt die menschliche Entscheidung ein wichtiger Bestandteil. Die KI agiert als neutraler Berater, während die endgültige Entscheidung bei den Verantwortlichen liegt. So können emotionale und kontextuelle Faktoren weiterhin einfließen [14][15][16]. Eine Studie zeigt, dass 85 % der Pflegekräfte und Führungskräfte Fairness und Mitbestimmung als entscheidende Kriterien für die Akzeptanz von KI-Schichtplänen sehen [15].
Nachdem KI in der Pflege- und Dienstplanung bereits ihre Stärken gezeigt hat, rückt die Integration in bestehende Dokumentationssysteme in den Fokus. Der volle Nutzen von KI entfaltet sich erst, wenn sie nahtlos in die vorhandenen Pflegedokumentationssysteme eingebettet wird. Besonders in deutschen Pflegeheimen ist es essenziell, dass neue Technologien keine isolierten Datensilos erzeugen, sondern bestehende Prozesse sinnvoll ergänzen. Cloud-basierte KI-Lösungen ermöglichen es, Betriebs-, Personal- und Pflegedaten an einem Ort zu bündeln und in Echtzeit zu aktualisieren – über die gesamte Einrichtung hinweg [4].
Mit regelbasierten Analysen können spezifische Pflegeempfehlungen direkt in den digitalen Dokumentationsprozess eingebunden werden [9]. Solche Lösungen zeigen, dass KI nicht als Ersatz, sondern als smarte Erweiterung der bestehenden Software fungiert.
Moderne Systeme wie dexter health (https://dexter-health.com) machen es vor: Sie integrieren sich in führende deutsche Pflegedokumentationssysteme und schaffen so einen durchgängigen Workflow für das gesamte Team. Funktionen wie Sprachdokumentation oder intelligente Assistenten für die Strukturierte Informationssammlung (SIS) arbeiten direkt innerhalb der Plattformen. Ein Wechsel zwischen Programmen wird überflüssig, was die Basis für automatisierte Prozesse legt und die Zusammenarbeit im Team weiter stärkt.
Ein großer Vorteil von KI ist die automatische Erstellung von Berichten und Übergabeprotokollen. Statt mühsam Informationen manuell zusammenzutragen, generiert die KI präzise Zusammenfassungen aus vorhandenen Pflegedaten. Das ist besonders hilfreich bei Schichtwechseln, wo eine lückenlose Kommunikation unverzichtbar ist. Solche Systeme übernehmen zeitintensive und monotone Aufgaben, sodass Pflegekräfte mehr Zeit direkt mit den Bewohnern verbringen können [17]. Echtzeit-Vorhersagen ermöglichen zudem eine flexible Anpassung an aktuelle Daten, was Teams hilft, auch in Belastungssituationen optimal zu reagieren.
Die automatisierte Datenerfassung bringt auch finanzielle Vorteile mit sich: Manuelle Arbeitskosten werden reduziert, und das Risiko von Bußgeldern durch Nichteinhaltung von Vorschriften sinkt. Gleichzeitig liefern moderne Systeme Echtzeit-Einblicke und Feedback, wodurch Teams Prozesse effizienter gestalten und Trends erkennen können, die sonst möglicherweise unbemerkt geblieben wären [17].
KI-Algorithmen überwachen Pflegedaten in Echtzeit und erkennen Lücken, Inkonsistenzen oder mögliche Fehler, bevor diese zu Problemen bei Prüfungen durch den Medizinischen Dienst führen können [18] [19]. Dabei arbeiten die Systeme mit personalisierten Baselines für jeden Bewohner und identifizieren selbst kleinste Abweichungen, die einem menschlichen Auge entgehen könnten. Prädiktive Analysen helfen zudem, potenzielle Risiken wie Stürze oder Druckgeschwüre frühzeitig zu erkennen, sodass Pflegekräfte proaktiv handeln können [18] [19].
Ein zentraler Bestandteil bleibt der „Human-in-the-Loop“-Ansatz: Pflegekräfte überprüfen und bestätigen die von der KI generierten Warnungen oder Zusammenfassungen, um Sicherheit und Verantwortlichkeit zu gewährleisten [19] [20]. Machine-Learning-Modelle, die im Gesundheitswesen eingesetzt werden, erreichen Genauigkeitsraten von über 90 % [4], was die Zuverlässigkeit moderner KI-Systeme eindrucksvoll unterstreicht.
Die Einführung von KI in Pflegeheimen bringt nicht nur technische, sondern auch rechtliche und moralische Herausforderungen mit sich. Pflegeeinrichtungen verarbeiten äußerst sensible Daten wie Gesundheitsinformationen und biometrische Daten, die unter die „besonderen Kategorien personenbezogener Daten“ der DSGVO fallen. Das bedeutet, dass diese Daten nur mit klarer Einwilligung und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verarbeitet werden dürfen [21]. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften kann empfindliche Strafen nach sich ziehen – bis zu 20.000.000 € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes [21][22]. Daher ist es unverzichtbar, Datenschutz als integralen Bestandteil der Systemarchitektur zu betrachten. Dieses Konzept wird als „Privacy by Design“ bezeichnet [22].
Bevor KI-Tools, die etwa Überwachung oder Datenanalysen durchführen, implementiert werden, ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) gesetzlich vorgeschrieben [22]. Außerdem müssen Einrichtungen, die mit großen Mengen sensibler Gesundheitsdaten arbeiten, einen unabhängigen Datenschutzbeauftragten (DSB) benennen [22]. Solche Vorgaben schaffen die Grundlage für den Einsatz technischer Schutzmaßnahmen. Dazu gehören Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung und Pseudonymisierung, die das Risiko im laufenden Betrieb reduzieren [21][22]. Eine zukunftsweisende Lösung ist die Nutzung synthetischer Daten. Zwischen 2022 und 2025 entwickelte das Projekt „KIP-SDM“ unter der Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) generative Deep-Learning-Modelle, die synthetische Patientendaten für KI-gestützte Sturzrisikoanalysen erzeugten – und das bei vollständigem Schutz der Privatsphäre [23].
Transparenz ist eine Grundvoraussetzung, um Vertrauen in KI-Systeme zu schaffen. Pflegeheime sollten zunächst eine gründliche Dateninventur durchführen: Wo werden die Daten der Bewohner gespeichert? Wer hat Zugriff darauf? Und auf welcher rechtlichen Grundlage erfolgt die Verarbeitung (z. B. Einwilligung, Vertragserfüllung, Schutz vitaler Interessen)? [21][22]. Darüber hinaus müssen externe KI-Anbieter Artikel-28-Verträge unterzeichnen, um sicherzustellen, dass sie DSGVO-Standards einhalten [22].
Ein oft übersehenes Risiko ist die sogenannte „Shadow IT“, bei der Mitarbeitende unautorisierte Geräte oder Cloud-Dienste nutzen, um auf Bewohnerdaten zuzugreifen [22]. Zudem haben Bewohner und Mitarbeitende das Recht auf Löschung ihrer Daten und können Widerspruch gegen automatisierte Entscheidungen einlegen [22]. Für den Ernstfall ist ein Notfallplan für Datenschutzverletzungen unerlässlich – inklusive der Verpflichtung, Vorfälle innerhalb von 72 Stunden den zuständigen Behörden zu melden [21][22].
Ein weiterer Trend ist die Entwicklung von Konformitätsbewertungsprogrammen und Datenschutzzertifikaten, die speziell auf KI-Anwendungen in der Pflege zugeschnitten sind. Solche Programme helfen, datenschutzkonforme Implementierungen sicherzustellen [23].
Neben den technischen und rechtlichen Aspekten spielt das Vertrauen innerhalb der Teams eine entscheidende Rolle für den Erfolg von KI-Projekten. In Deutschland ist die betriebliche Mitbestimmung gesetzlich geregelt, weshalb Betriebsräte frühzeitig in die Planung und Einführung von KI-Systemen einbezogen werden müssen. Dies dient dem Schutz der Interessen der Beschäftigten [23][3]. Im September 2024 veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine 58-seitige Broschüre mit dem Titel „KI-Einsatz im Betrieb“, die häufige Fragen zur Mitbestimmung beantwortet und sowohl Beschäftigte als auch Betriebsräte unterstützt [3].
Pilotprogramme haben sich als effektiver Ansatz für die Einführung von KI bewährt. Ein Beispiel ist das Projekt „ProKIP“ (Prozessentwicklung und Unterstützung für KI-Einsatz in der Pflege), das von 2021 bis 2025 unter Beteiligung des HIIG und der Universität Bremen durchgeführt wurde. Dabei wurden unter anderem eine „KI-Pflegebereitschaftsbewertung“ entwickelt und „Method Labs“ zu Themen wie „Fairness in Federated Learning“ und „Anonymisierung“ organisiert, um Pflegeeinrichtungen bei den technischen und ethischen Herausforderungen zu unterstützen [23].
Interaktive Formate wie Barcamps fördern den Austausch und die praktische Lösungsfindung. Rollenspezifische Schulungen, die DSGVO-Prinzipien und den Umgang mit KI-Tools behandeln, stärken das Sicherheitsgefühl der Mitarbeitenden im Alltag [22]. Die Akzeptanz steigt, wenn Digitalisierung nicht als zusätzliche Belastung, sondern als echte Erleichterung im Arbeitsalltag wahrgenommen wird [5].
Der Einsatz von KI-Tools hat das Potenzial, die Teamarbeit in Pflegeheimen deutlich zu verbessern. Ein Beispiel: Mithilfe der Sprachdokumentation sparen Pflegekräfte pro Schicht etwa 23 bis 25 Minuten ein [6]. Auch die automatisierte Pflegeplanung bringt Vorteile, indem sie manuelle und fehleranfällige Prozesse ersetzt. Sie schlägt Maßnahmen vor, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, und reduziert dadurch mögliche Fehlerquellen. Systeme zur Echtzeit-Überwachung erkennen beispielsweise Stürze sofort, erstellen Berichte und informieren das Team direkt [24]. Dank der nahtlosen Integration solcher Systeme wird ein durchgängiger Informationsfluss zwischen Ärzten und Pflegekräften sichergestellt. Diese Zeitersparnisse und Prozessverbesserungen verdeutlichen, wie dringend digitale Lösungen in Pflegeheimen benötigt werden.
Die Digitalisierung könnte in Deutschland jährlich bis zu 70.000 Todesfälle verhindern, indem sie Fehler bei Diagnosen und in der Kommunikation reduziert [25]. Angesichts der Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen ist der Einsatz von KI daher keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.
„KI sollte menschliche Pflege nicht ersetzen und darf dies auch nicht tun, sondern sollte Pflegekräfte unterstützen." – Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Universität Bremen [7]
dexter health bietet speziell für Pflegeheime in Deutschland entwickelte Lösungen an. Zu den Tools gehören unter anderem die Sprachdokumentation und der intelligente SIS-Assistent. Diese Anwendungen verbessern nicht nur die Abläufe, sondern fördern auch die Zusammenarbeit im Team. Sie lassen sich problemlos in bestehende Pflegedokumentationssysteme integrieren, sparen wertvolle Zeit, erhöhen die Qualität der Dokumentation und erleichtern die Vorbereitung auf Prüfungen durch den Medizinischen Dienst – und das alles unter Einhaltung höchster Datenschutzstandards gemäß EU-Richtlinien.
Entscheidungsträger sollten darauf achten, KI-Lösungen zu wählen, die sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe einfügen und in enger Abstimmung mit Pflegekräften entwickelt wurden. Solche Lösungen sorgen für spürbare Verbesserungen in der Teamarbeit und werden nicht als zusätzliche Belastung, sondern als echte Unterstützung wahrgenommen. So wird die Digitalisierung zu einem Werkzeug, das den Arbeitsalltag erleichtert und das Team effizienter macht.
Künstliche Intelligenz (KI) kann Pflegekräfte spürbar entlasten, indem sie zeitintensive Routinearbeiten automatisiert und bei wichtigen Entscheidungen unterstützt. Ein Beispiel: KI analysiert Patientendaten, erkennt Muster und weist frühzeitig auf kritische Veränderungen hin. So können Pflegekräfte gezielt reagieren, ohne Vitalwerte manuell überprüfen zu müssen.
Auch die Dokumentation wird durch KI-gestützte Systeme vereinfacht. Sie wandeln gesprochene Eingaben in strukturierte Einträge um, was Schreibarbeit spart, Fehler reduziert und Zeit freisetzt. Eine Lösung wie Dexter Health, speziell für deutsche Pflegeheime entwickelt, kombiniert Sprachdokumentation mit einem intelligenten SIS-Assistenten. Diese Tools fügen sich problemlos in vorhandene Systeme ein und verbessern sowohl die Dokumentationsqualität als auch die Arbeitsbedingungen.
Durch Funktionen wie automatisierte Datenerfassung, vorausschauende Analysen und sprachgesteuerte Dokumentation gewinnen Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Betreuung von Bewohner*innen. Gleichzeitig sinkt die physische und mentale Belastung des Personals spürbar.
Die Integration von KI in Pflegeheimen bringt nicht nur technologische Fortschritte mit sich, sondern erfordert auch ein besonderes Augenmerk auf ethische Grundsätze. Dabei stehen vor allem die Würde und Autonomie der Bewohner*innen im Vordergrund. Ebenso wichtig ist die Transparenz in den Entscheidungsprozessen, damit alle Beteiligten verstehen, welche Daten verarbeitet werden und warum. Besonders sensible Gesundheitsdaten verdienen dabei einen verstärkten Schutz, um Missbrauch oder Diskriminierung zu vermeiden.
Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, greift die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Pflegeeinrichtungen müssen daher sicherstellen, dass Maßnahmen wie Datenminimierung, Verschlüsselung und regelmäßige Datenschutz-Folgenabschätzungen konsequent umgesetzt werden. Darüber hinaus ist es entscheidend, klare Verantwortlichkeiten zu definieren – etwa durch die Benennung eines Datenschutzbeauftragten – und das Personal durch gezielte Schulungen auf den Umgang mit sensiblen Daten vorzubereiten.
Speziell entwickelte KI-Lösungen können Pflegeeinrichtungen dabei unterstützen, diese Anforderungen zu erfüllen. Ein Beispiel ist dexter health, ein Anbieter von KI-gestützten Dokumentationssystemen. Diese Lösungen sind nicht nur DSGVO-konform, sondern bieten auch Funktionen wie rollenbasierte Zugriffskontrollen und Verschlüsselung, um höchste Datenschutzstandards zu gewährleisten.
Durch eine Kombination aus transparenter Kommunikation, regelmäßigen Audits und der Einhaltung ethischer Grundsätze können Pflegeheime sicherstellen, dass sowohl gesetzliche Vorgaben als auch die Bedürfnisse der Bewohner*innen berücksichtigt werden. KI kann so verantwortungsvoll und effektiv in den Pflegealltag integriert werden.
Die Schichtplanung in Pflegeheimen kann eine echte Herausforderung sein – vor allem, wenn es darum geht, Verfügbarkeiten, Qualifikationen, Wünsche der Mitarbeitenden und gesetzliche Vorgaben unter einen Hut zu bringen. Hier kommt künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel: Sie analysiert riesige Datenmengen und erstellt daraus optimierte Dienstpläne. Das Ergebnis? Pläne, die nicht nur rechtssicher sind, sondern auch die Balance zwischen den Bedürfnissen der Mitarbeitenden und den Anforderungen des Betriebs wahren – und das mit minimalem Aufwand.
Ein großer Vorteil der KI ist ihre Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen. Sie erkennt Muster, wie beispielsweise Spitzenzeiten mit erhöhter Arbeitsbelastung, und schlägt rechtzeitig Anpassungen vor. Selbst bei kurzfristigen Änderungen, etwa durch Krankmeldungen, bietet sie schnelle und effiziente Lösungen. Das reduziert nicht nur Planungsfehler und spart wertvolle Zeit, sondern sorgt auch für eine gerechtere Verteilung der Arbeitslast. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Bewohner, da das Team entspannter und besser organisiert arbeiten kann.