Gehaltserhöhung Pflege 2026/2027: Tabellen nach Tarif und Bundesland

Infografik Gehaltserhöhung Pflege 2027: RüE-Stundenlöhne Fachkraft 28,03 €, Assistenz 23,36 €, Hilfskraft 20,96 €, mit Terminen 2027
02.06.2026

Alle Gehaltserhöhungen in der Pflege 2026 und 2027 mit Stichtag: RüE 2027 nach Bundesland, TVöD-P, AVR Caritas und Diakonie, Pflegemindestlohn.

Stand: 03.10.2026. Das RüE 2027 ist veröffentlicht. Das RüE für Einrichtungen ohne Tarif steigt zum 1. Januar 2027 im Schnitt um 3,4 %. Für Pflegefachkräfte steigt das RüE auf 28,03 € pro Stunde (knapp +3,6 %), für Pflegeassistenz auf 23,36 €, für Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung auf 20,96 € (GKV-Spitzenverband). Ebenfalls zum 1. Januar 2027: gesetzlicher Mindestlohn 14,60 €, AVR Bayern +2,5 %, neue AVR bei der Caritas.

2026 lagen die Erhöhungen je nach Regelung zwischen 2,6 % und 4,9 %. TVöD-P: +2,8 % ab 1. Mai 2026. AVR Caritas: +2,8 % ab 1. Februar 2026. AVR Diakonie Deutschland: +3,0 % ab 1. September 2026. Bei 40 Wochenstunden entspricht das RüE 2027 für Pflegefachkräfte rund 4.860 € brutto im Monat.

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Gehaltserhöhung Pflege 2026 und 2027: Tabelle aller Erhöhungen

Alle Gehaltserhöhungen in der Pflege 2026 und 2027 nach Stichtag:

RegelungAbErhöhungGilt für
Gesetzlicher Mindestlohn01.01.202613,90 €/hAlle Beschäftigten
RüE 202601.01.2026Ø +4,9 %, Fachkraft 27,06 €/h (knapp +4,4 %)Einrichtungen ohne Tarif
AVR Bayern01.01.2026+3,0 %, mindestens 110 €Diakonie in Bayern
AVR Caritas01.02.2026+2,8 %Caritas
TVöD-P01.05.2026+2,8 %, Pflegezulage 141,82 €Kommunale Träger (VKA)
Pflegemindestlohn01.07.2026+2,6 %, Fachkraft 21,03 €/hAlle Pflegebetriebe
AVR Diakonie Deutschland01.07.2026Pflege- und Betreuungszulage 100 € (vorher 80 €), Fachkraftzulage 100 € u. a. für EG 7 und 8 in der AltenpflegeDiakonie (AVR.DD)
AVR Diakonie Deutschland01.09.2026+3,0 %Diakonie (AVR.DD)
Gesetzlicher Mindestlohn01.01.202714,60 €/hAlle Beschäftigten
RüE 202701.01.2027Ø +3,4 %, Fachkraft 28,03 €/h (knapp +3,6 %)Einrichtungen ohne Tarif
AVR Bayern01.01.2027+2,5 %Diakonie in Bayern
AVR Caritas01.01.2027Neufassung der AVR (AVR 2027) mit neuen VergütungswertenCaritas
Pflegemindestlohn01.07.2027Fachkraft 21,58 €/hAlle Pflegebetriebe

Welche Regel für Sie gilt, steht in Ihrem Arbeitsvertrag. Tarifgebundene Arbeitgeber zahlen nach ihrem Tarif oder den kirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Alle anderen müssen sich in der Höhe der Entlohnung an einem Tarifvertrag orientieren oder mindestens das RüE zahlen, sonst dürfen die Pflegekassen keinen Versorgungsvertrag mit ihnen schließen (§ 72 Abs. 3b SGB XI). Der Pflegemindestlohn ist die unterste Grenze für alle. Mehr zu den Rechtsgrundlagen: Pflege-Gesetze 2026 im Überblick.

RüE 2027: Stundenlohn Pflege nach Bundesland

Das regional übliche Entlohnungsniveau ermittelt der GKV-Spitzenverband jährlich aus Tarifverträgen und kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen. Die Werte sind Durchschnittslöhne je Stunde für 3 Gruppen: Pflegefachkräfte (mindestens 3 Jahre Ausbildung), Pflegeassistenz (mindestens 1 Jahr Ausbildung) und Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung. Nicht tarifgebundene Einrichtungen, die sich an keinem Tarifvertrag orientieren, müssen sie im Durchschnitt ihrer Beschäftigten mindestens erreichen. Die Werte für 2027 hat der GKV-Spitzenverband am 30.09.2026 veröffentlicht, sie gelten spätestens ab 1. Januar 2027. Quelle: GKV-Spitzenverband, Veröffentlichung nach § 82c Abs. 5 SGB XI, Stand 30.09.2026.

BundeslandFachkraft 2027Assistenz 2027Hilfskraft 2027Fachkraft 2026
Hamburg29,11 €24,10 €21,21 €27,89 €
Berlin28,51 €22,90 €21,17 €27,42 €
Nordrhein-Westfalen28,37 €24,13 €21,13 €27,40 €
Baden-Württemberg28,34 €23,50 €21,09 €27,28 €
Brandenburg28,19 €22,62 €21,01 €26,87 €
Sachsen-Anhalt28,06 €23,31 €21,19 €26,87 €
Bremen27,95 €23,18 €21,37 €27,07 €
Hessen27,95 €22,85 €20,89 €26,63 €
Rheinland-Pfalz27,88 €23,42 €20,74 €27,25 €
Saarland27,86 €23,65 €20,66 €27,23 €
Schleswig-Holstein27,83 €22,81 €20,89 €27,34 €
Niedersachsen27,69 €23,10 €20,99 €26,68 €
Bayern27,67 €23,00 €20,74 €26,83 €
Mecklenburg-Vorpommern27,42 €21,96 €20,33 €26,03 €
Thüringen27,28 €22,32 €20,64 €26,30 €
Sachsen27,18 €22,52 €20,88 €26,35 €
Bundesdurchschnitt28,03 €23,36 €20,96 €27,06 €

Pflegefachkräfte liegen 2027 zwischen 27,18 € (Sachsen) und 29,11 € (Hamburg). Über alle Gruppen stieg das RüE bundesweit um 3,4 % auf 24,50 € pro Stunde. Am wenigsten stieg es im Saarland (2,7 %) und in Rheinland-Pfalz (2,8 %), am stärksten in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (je rund 5 %). Der Anstieg ist kleiner als in den Vorjahren (2026: rund 4,9 %, 2025: rund 8,8 %).

Zusätzlich legt das RüE regional übliche Zuschläge fest. Werte 2027: Nacht 19 bis 27 %, Sonntag 26 bis 36 %, Feiertag 32 bis 41 % mit Freizeitausgleich und 133 bis 142 % ohne Freizeitausgleich.

TVöD-P Tabelle 2026: Entgelt ab 1. Mai 2026

Kurzfassung: Einstieg und Endstufe ab 1. Mai 2026, brutto pro Monat, Vollzeit. Die Tabelle gilt bis zu einer neuen Tarifeinigung auch 2027 weiter.

GruppeTätigkeit laut EntgeltordnungEinstiegStufe 6
P5Pflegehelfer2.907,18 €3.629,25 €
P6Pflegehelfer mit mind. 1 Jahr Ausbildung3.012,49 €4.013,41 €
P7Pflegefachkraft (3 Jahre Ausbildung)3.510,30 €4.305,40 €
P8Besonders schwierige Tätigkeit oder Praxisanleitung3.701,21 €4.488,98 €

Die vollständige Tabelle P5 bis P16 mit allen Stufen nach der Tarifeinigung vom April 2025 (+3,0 %, mindestens 110 € ab 1. April 2025, +2,8 % ab 1. Mai 2026). Quelle: VKA, TVöD Besonderer Teil Pflege- und Betreuungseinrichtungen.

EntgeltgruppeStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
P16–5.240,04 €5.415,90 €5.983,76 €6.645,71 €6.937,70 €
P15–5.132,29 €5.293,23 €5.695,60 €6.177,16 €6.361,06 €
P14–5.013,53 €5.170,59 €5.563,22 €6.096,68 €6.194,02 €
P13–4.894,78 €5.047,94 €5.430,82 €5.707,28 €5.778,68 €
P12–4.657,22 €4.802,61 €5.166,04 €5.389,29 €5.493,13 €
P11–4.419,71 €4.557,30 €4.901,27 €5.129,69 €5.233,54 €
P10–4.184,40 €4.312,38 €4.675,42 €4.850,63 €4.960,96 €
P9–3.992,39 €4.184,40 €4.312,38 €4.558,59 €4.662,42 €
P8–3.701,21 €3.862,80 €4.075,58 €4.247,92 €4.488,98 €
P7–3.510,30 €3.701,21 €3.998,33 €4.149,59 €4.305,40 €
P63.012,49 €3.187,41 €3.363,47 €3.737,95 €3.833,41 €4.013,41 €
P52.907,18 €3.146,33 €3.216,62 €3.334,09 €3.422,22 €3.629,25 €

Dazu kommt die Pflegezulage von 141,82 € im Monat (vorher 137,96 €) sowie eine nicht dynamische Zulage von 25 € (§ 51a TVöD BT-B). Die Entgeltgruppen P7 bis P16 beginnen in Stufe 2. Die Grundeingruppierung für Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung ist P7, auch in der Altenpflege. In P7 beträgt das Tabellenentgelt ab Mai 2026 zwischen 3.510,30 € und 4.305,40 € brutto, plus Pflegezulage. P8 setzt eine besonders schwierige Tätigkeit oder die Praxisanleitung mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation voraus.

Gehalt Pflegehelfer und Pflegefachkraft 2027: Stundenlohn und Monatsgehalt

Die Tabelle zeigt je Qualifikation die gesetzliche Untergrenze, das RüE 2026 und 2027 und die TVöD-P-Spanne. Monatswerte bei 40 Wochenstunden (173,33 Stunden), brutto. Die Zuordnung zu den TVöD-Gruppen ist vereinfacht.

QualifikationPflegemindestlohn ab 01.07.2026RüE 2026RüE 2027RüE 2027 im MonatTVöD-P im Monat
Pflegehilfskraft ohne Ausbildung16,52 €/h20,26 €/h20,96 €/hrund 3.630 €P5: 2.907,18 € bis 3.629,25 €
Pflegeassistenz (mind. 1 Jahr Ausbildung)17,80 €/h22,62 €/h23,36 €/hrund 4.050 €P6: 3.012,49 € bis 4.013,41 €
Pflegefachkraft (mind. 3 Jahre Ausbildung)21,03 €/h27,06 €/h28,03 €/hrund 4.860 €P7: 3.510,30 € bis 4.305,40 €

Die Werte messen Verschiedenes. Der Pflegemindestlohn ist die Untergrenze pro Stunde für jede Beschäftigte. Das RüE ist ein Durchschnittswert je Bundesland und Qualifikationsgruppe und enthält neben dem Grundlohn auch Jahressonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, pflegetypische Zulagen und Bereitschaftsvergütung (§ 72 Abs. 3b SGB XI). Die TVöD-P-Werte sind das monatliche Tabellenentgelt, die Pflegezulage von 141,82 € kommt dazu.

Im TVöD-P sind Pflegehelfer in P5 eingruppiert, Pflegehelfer mit mindestens einjähriger Ausbildung in P6 und Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung in P7.

Pflegemindestlohn 2026 und 2027: Tabelle für Hilfs- und Fachkräfte

AbPflegehilfskräfteQualifizierte Pflegehilfskräfte (mind. 1 Jahr Ausbildung)Pflegefachkräfte
01.07.202516,10 €17,35 €20,50 €
01.07.202616,52 €17,80 €21,03 €
01.07.202716,95 €18,26 €21,58 €

Grundlage ist die Siebte Pflegearbeitsbedingungenverordnung des Bundesarbeitsministeriums. Sie gilt bis 30. September 2028. Zusätzlich zum gesetzlichen Urlaub haben Beschäftigte in der Pflege bei einer 5-Tage-Woche Anspruch auf 9 Tage Mehrurlaub im Jahr. Der Anspruch entfällt, soweit Tarif, Betrieb oder Arbeitsvertrag schon mehr als den gesetzlichen Urlaub vorsehen. Der Pflegemindestlohn gilt für alle Pflegebetriebe, auch ohne Tarif.

Lohnerhöhung 2026 und 2027 bei Caritas und Diakonie (AVR)

AVR Caritas: Die Bundeskommission hat für die Pflege (Anlagen 31 und 32) +3,0 %, mindestens 110 €, ab 1. Juli 2025 und +2,8 % ab 1. Februar 2026 beschlossen. Die Wechselschichtzulage stieg am 1. Juli 2025 von 155 € auf 250 €. Die Regionalkommissionen setzen die Werte um, regional kann es Abweichungen geben (Bericht zur Bundeskommission). Ab 1. Januar 2027 gelten die neu gefassten AVR (AVR 2027). Die Bundeskommission hat sie am 9. Oktober 2025 beschlossen, die Regionalkommissionen haben Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub danach festgesetzt (Beschluss Regionalkommission NRW).

AVR Diakonie Deutschland: +3,7 %, mindestens 150 €, ab 1. März 2025 und +3,0 % ab 1. September 2026. Die Pflege- und Betreuungszulage stieg am 1. Juli 2026 von 80 € auf 100 € (ARK.DD).

AVR Bayern (Diakonie Bayern): +3,0 %, mindestens 110 €, ab 1. Januar 2026 und +2,5 % ab 1. Januar 2027. Auszubildende erhalten ab 2027 monatlich 75 € mehr (ARK Bayern).

Gehalt nach Träger: TVöD, AVR oder RüE

Welche Tabelle für Sie gilt, hängt vom Träger ab. Kommunale Einrichtungen, deren Träger Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband ist, zahlen nach TVöD-P. Caritas und Diakonie zahlen nach ihren Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Träger ohne Tarif müssen seit 1. September 2022 die Höhe eines Tarifvertrags erreichen oder mindestens das RüE zahlen, gemessen am Durchschnitt je Qualifikationsgruppe. Einzelne Gehälter können deshalb darunter liegen. Welche Regel gilt, steht in Ihrem Arbeitsvertrag.

Wie viele Pflegekräfte eine Einrichtung einplanen muss, erklärt der Beitrag Personalschlüssel in der Pflege berechnen.

Gehaltserhöhung Pflege 2027: alle Termine

  • RüE 2027 ab 1. Januar 2027: im Schnitt +3,4 %. Pflegefachkräfte 28,03 €, Pflegeassistenz 23,36 €, Pflegehilfskräfte 20,96 € pro Stunde (GKV-Spitzenverband). Werte je Bundesland stehen oben.
  • Gesetzlicher Mindestlohn: 14,60 € ab 1. Januar 2027 (Mindestlohnanpassungsverordnung).
  • AVR Bayern: +2,5 % ab 1. Januar 2027 (ARK Bayern).
  • AVR Caritas: neu gefasste AVR ab 1. Januar 2027.
  • Pflegemindestlohn ab 1. Juli 2027: 16,95 € (Pflegehilfskräfte), 18,26 € (qualifizierte Pflegehilfskräfte), 21,58 € (Pflegefachkräfte).

TVöD Pflege Tabelle 2027

Die TVöD-Entgelttabellen sind frühestens zum 31. März 2027 kündbar (§ 39 TVöD AT). Eine neue Tabellenerhöhung für 2027 gibt es noch nicht. Bis zu einer neuen Tarifeinigung gilt die Tabelle ab 1. Mai 2026 weiter. Wie Tarifsteigerungen ab 2027 refinanziert werden sollen, lesen Sie im Beitrag zum Pflegeneuordnungsgesetz.

Häufige Fragen zur Lohnerhöhung in der Pflege 2026 und 2027

Wie hoch ist die Gehaltserhöhung in der Pflege 2027?

Für Einrichtungen ohne Tarif steigt das RüE zum 1. Januar 2027 im Schnitt um 3,4 %. Pflegefachkräfte erhalten dann im Bundesdurchschnitt 28,03 € pro Stunde (knapp +3,6 %), Pflegeassistenzkräfte 23,36 € und Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung 20,96 €. In der Diakonie Bayern steigen die Gehälter am 1. Januar 2027 um 2,5 %. Der Pflegemindestlohn steigt am 1. Juli 2027, für Pflegefachkräfte auf 21,58 €. Für den TVöD-P gibt es noch keine Erhöhung für 2027.

Wie hoch ist die Lohnerhöhung in der Pflege 2026?

Das hängt vom Tarif ab. Im TVöD-P waren es 2,8 % ab 1. Mai 2026, bei der Caritas 2,8 % ab 1. Februar 2026, bei der Diakonie Deutschland 3,0 % ab 1. September 2026. Der Pflegemindestlohn stieg am 1. Juli 2026 um rund 2,6 %. Für Einrichtungen ohne Tarif ist das RüE maßgeblich: Es stieg für 2026 im Durchschnitt um 4,9 %, für Pflegefachkräfte um knapp 4,4 % auf 27,06 € pro Stunde.

Was ändert sich 2026 in der Pflege beim Gehalt?

Seit 1. Januar gelten das neue RüE und der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 €. Die Caritas erhöhte am 1. Februar um 2,8 %, der TVöD-P am 1. Mai um 2,8 %. Der Pflegemindestlohn stieg am 1. Juli um rund 2,6 %. Die Diakonie Deutschland erhöhte am 1. Juli die Pflegezulage auf 100 € und am 1. September die Tabellen um 3,0 %.

Wann wird die Tariferhöhung ausgezahlt?

Im TVöD-P gilt die Erhöhung ab dem Entgelt für Mai 2026. Der TVöD zahlt am letzten Tag des Monats für den laufenden Monat (§ 24 Abs. 1 TVöD AT). Die Erhöhung war damit erstmals Ende Mai 2026 fällig. Bei Caritas und Diakonie gelten die Stichtage aus der Tabelle oben. Das RüE 2027 müssen Einrichtungen ohne Tarif spätestens ab 1. Januar 2027 zahlen.

Was ändert sich 2026 im TVöD für Pflegekräfte?

Die Tabellenentgelte stiegen am 1. Mai 2026 um 2,8 %. Die Pflegezulage stieg auf 141,82 € im Monat. In P7 beträgt das Tabellenentgelt damit zwischen 3.510,30 € und 4.305,40 € brutto, je nach Stufe. Die Tabellen sind frühestens zum 31. März 2027 kündbar.

Wie hoch ist der Stundenlohn einer Pflegefachkraft 2026 und 2027?

Die Untergrenze ist der Pflegemindestlohn: 21,03 € ab 1. Juli 2026, 21,58 € ab 1. Juli 2027. Einrichtungen ohne Tarif, die sich an keinem Tarifvertrag orientieren, zahlen im Durchschnitt mindestens das RüE. Das sind 2026 bundesweit 27,06 € und ab 2027 28,03 €, je nach Bundesland 27,18 € (Sachsen) bis 29,11 € (Hamburg). Im TVöD-P hängt der Stundenlohn von Entgeltgruppe und Stufe ab.

Wie viel verdienen Pflegehelfer 2026 und 2027?

Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung erhalten nach RüE 2027 im Bundesdurchschnitt 20,96 € pro Stunde (2026: 20,26 €), Pflegeassistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung 23,36 € (2026: 22,62 €). Bei 40 Wochenstunden sind das rund 3.630 € (Hilfskraft) und rund 4.050 € (Assistenz) brutto im Monat. Die Untergrenze ist der Pflegemindestlohn: ab 1. Juli 2026 16,52 € für Pflegehilfskräfte und 17,80 € für qualifizierte Pflegehilfskräfte.

Wann kommt die nächste Gehaltserhöhung in der Pflege?

Am 1. Januar 2027 gelten das neue RüE (im Schnitt +3,4 %), der gesetzliche Mindestlohn von 14,60 €, die AVR Bayern mit +2,5 % und die neu gefassten AVR der Caritas. Der Pflegemindestlohn steigt am 1. Juli 2027, für Pflegefachkräfte auf 21,58 €. Die TVöD-Tabellen sind frühestens zum 31. März 2027 kündbar.

Gilt das RüE auch für meinen Arbeitgeber?

Nur wenn Ihr Arbeitgeber nicht an einen Tarifvertrag oder kirchliche Arbeitsrechtsregelungen gebunden ist. Dann muss er sich in der Höhe der Entlohnung an einem Tarifvertrag orientieren oder im Durchschnitt seiner Beschäftigten mindestens das RüE zahlen, sonst erhält er keinen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen (§ 72 Abs. 3b SGB XI). Tarifgebundene Arbeitgeber zahlen nach ihrem Tarif.

Wie rechne ich Stundenlohn in Monatsgehalt um?

Stundenlohn × Wochenstunden × 4,33. Bei 40 Wochenstunden sind das 173,33 Stunden im Monat. Beispiel: 28,03 € × 173,33 = rund 4.860 € brutto. Bei 30 Wochenstunden sind es rund 130 Stunden und damit etwa 3.645 € brutto. Das Netto hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialabgaben ab.

Welche Zuschläge erhöhen mein Netto am meisten?

Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei und erhöhen deshalb das Netto besonders. Das RüE 2027 nennt je Bundesland übliche Zuschläge: Nacht 19 bis 27 %, Sonntag 26 bis 36 %, Feiertag 32 bis 41 % mit Freizeitausgleich und 133 bis 142 % ohne Freizeitausgleich.

Quellen und Methodik

Stand: 03.10.2026. Alle Beträge sind brutto. Tarif- und Mindestlohnwerte stammen aus den Originaltexten der Tarifparteien und Verordnungen, die RüE-Werte aus den Veröffentlichungen des GKV-Spitzenverbands (RüE 2026: Stand 31.10.2025, RüE 2027: Stand 30.09.2026). Das RüE enthält neben dem Grundlohn auch Jahressonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, pflegetypische Zulagen und Bereitschaftsvergütung. Zuschläge sind getrennt ausgewiesen. Monatswerte aus Stundenlöhnen sind mit 173,33 Stunden (40 Wochenstunden) gerechnet. Maßgeblich ist Ihr Arbeitsvertrag.

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