
Erfahren Sie, wie die strukturierte Informationssammlung (SIS) den Pflegeprozess optimiert – schnell, einfach und MDK-sicher.
Die Pflegedokumentation ist für stationäre Pflegeeinrichtungen ein zentraler Bestandteil des Arbeitsalltags. Doch viele Pflegekräfte und Leitungen empfinden sie als zeitraubend, kompliziert und oft als Belastung. Mit der Einführung der Strukturierten Informationssammlung (SIS) hat sich ein neues Dokumentationsmodell etabliert, das nicht nur den Arbeitsaufwand reduzieren soll, sondern auch die Qualität der Pflegeplanung verbessert. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die vier Schritte des SIS-Pflegeprozesses und erläutern, wie dieses System die Dokumentation optimiert, MDK-sicher gestaltet und den Fokus auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner lenkt.
Die Pflegebranche hat in den letzten Jahren einen starken Wandel durchlaufen. Mit dem Leitsatz "Was nicht dokumentiert ist, gilt als nicht gemacht" wurde die Pflegedokumentation zunehmend zur Grundlage professionellen Handelns und rechtlicher Absicherung. Die SIS bietet hier ein wissenschaftsbasiertes Konzept, das den Pflegeprozess klar strukturiert und gleichzeitig die biografischen Aspekte der Bewohner einbezieht. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren und sich auf wesentliche Informationen zu konzentrieren, um die Pflegequalität zu steigern. Besonders im Hinblick auf externe Prüfungen, wie die des Medizinischen Dienstes (MD), erweist sich die SIS als effiziente und zuverlässige Methode, um die Anforderungen zu erfüllen.
Die strukturierte Informationssammlung bildet die Grundlage des gesamten Pflegeprozesses. Sie besteht aus drei Kernelementen:
Das Besondere an der SIS ist der personenzentrierte Ansatz, der die Bedürfnisse und die Lebensgeschichte der pflegebedürftigen Person konsequent in den Vordergrund stellt.
Basierend auf den Erkenntnissen aus der SIS wird ein individueller Maßnahmenplan erstellt. Dieser Plan enthält spezifische Versorgungsziele und beschreibt die pflegerischen Maßnahmen, die zur Zielerreichung notwendig sind. Ein großer Vorteil dieses Schritts ist die Klarheit: Es wird ausschließlich festgehalten, was tatsächlich relevant ist, wodurch der Fokus auf das Wesentliche gelegt wird.
Das Berichteblatt konzentriert sich auf drei Hauptaspekte:
Die Verschlankung dieses Dokuments reduziert den Schreibaufwand erheblich und erleichtert die Orientierung in der Dokumentation.
Die Evaluation ist ein zentraler Bestandteil des SIS-Modells, wird jedoch in der Praxis häufig vernachlässigt. Dabei dient sie dazu, den Erfolg der geplanten Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Die Evaluationszeiträume werden individuell festgelegt und basieren auf den Erkenntnissen aus der SIS, der Maßnahmenplanung und dem Berichteblatt. Dieser Schritt gewährleistet eine kontinuierliche Verbesserung der Pflege.
Ein zentrales Prinzip der SIS ist die systematische und vollständige Erfassung aller relevanten Informationen. Jedes Feld in den Formularen hat eine spezifische Funktion und muss ausgefüllt werden, um Lücken zu vermeiden. Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften, Bewohnern und deren Angehörigen. Die Unterschrift der pflegebedürftigen Person oder eines Vertreters dient als Ausdruck der gemeinsamen Verständigung und stärkt das Prinzip der Selbstbestimmung.
Die strukturierte Informationssammlung bietet eine transformative Lösung für die Herausforderungen in der stationären Pflege. Indem sie den Fokus auf die Bewohner legt und gleichzeitig den Pflegekräften den Arbeitsalltag erleichtert, schafft sie eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Jetzt liegt es an den Pflegeeinrichtungen, dieses Potenzial voll auszuschöpfen und von den Vorteilen des SIS-Modells zu profitieren.
Source: "✨ Die SIS® – einfach, schnell & MDK-sicher! ✨ #SIS #MDK | @DiePflegeexpertin" - Die Pflegeexpertin - Schwester Eva, YouTube, Mar 10, 2021 - https://www.youtube.com/watch?v=i-CaDM_dyPc